NRW-Städte sind pleite Essen, Duisburg und Dortmund erwägen "Sex-Steuer"

Wegen ihrer klammen Finanzlage planen zahlreiche Städte in Nordrhein-Westfalen nach Zeitungsberichten die Einführung einer sogenannten Sex-Steuer. Nach Köln wollen nun auch Oberhausen, Dorsten, Gladbeck und Sprockhövel eine solche Steuer erheben.

Wegen ihrer klammen Finanzlage planen zahlreiche Städte in Nordrhein-Westfalen nach Zeitungsberichten die Einführung einer sogenannten Sex-Steuer. Nach Köln wollen nun auch Oberhausen, Dorsten, Gladbeck und Sprockhövel eine solche Steuer erheben und sich dies durch das Landesinnenministerium genehmigen lassen, wie die Zeitungen der WAZ-Gruppe am Donnerstag berichteten. Essen, Duisburg und Dortmund erwägen demnach ebenfalls, Prostituierte und Clubbesitzer künftig stärker zur Kasse zu bitten.

Köln hatte bereits 2004 eine Sex-Steuer eingeführt. Damit erzielte die größte Stadt Nordrhein-Westfalens den Berichten zufolge im vergangenen Jahr Einnahmen in Höhe von 800.000 Euro. Der nordrhein-westfälische FDP-Fraktionschef Gerhard Papke äußerte sich allerdings skeptisch zu den Steuerplänen der Kommunen. "Das ist kein Weg zur Sanierung der kommunalen Finanzen", sagte er der "WAZ"-Gruppe. "Ich habe meine Zweifel, ob eine Kommune ihrem Image einen Gefallen tut, wenn sie womöglich bundesweit mit einem solchen Thema in Verbindung gebracht wird."

AFP AFP

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