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Flüchtlingsandrang Deutsche Polizei liegt mit Österreich im Clinch


Über Nacht nahm der Flüchtlingsstrom aus Österreich bei Passau und Simbach allmählich wieder zu. Neun Busse waren angekündigt, 22 kamen aber an - die Bundespolizei kritisiert die unzureichende Zusammenarbeit.

Die Bundespolizei hat den österreichischen Behörden vorgeworfen, weiterhin viel zu niedrige Flüchtlingszahlen für den Grenzübertritt in Niederbayern voranzumelden. Bislang seien für Bayern neun Busse mit Flüchtlingen angemeldet worden, inoffiziell habe die deutsche Polizei aber bereits Kenntnis von 22 anreisenden Bussen, sagte der Sprecher der Bundespolizei, Frank Koller, auf Anfrage. Im Grenzgebiet zwischen Österreich und Niederbayern herrschen stellenweise seit Tagen chaotische Zustände, weil Österreich laut den deutschen Behörden deutlich mehr Menschen zur Grenze bringt als angekündigt.

Wie Koller sagte, nahm der Zulauf an den derzeit besonders stark frequentierten Grenzübergängen in Wegscheid, Achleiten bei Passau und Simbach amVormittag allmählich wieder zu. Am Montag seien knapp über 8000 Flüchtlinge neu eingetroffen, die bis in die Nacht zum Dienstag auf Unterkünfte verteilt werden mussten. Besonders heikel sei die Situation am Montagabend in Wegscheid gewesen, wo mehr als 2000 Flüchtlinge ohne Vorkontrolle geschlossen die Grenze nach Deutschland überschritten hätten. Die Flüchtlinge hätten sich aber diszipliniert verhalten, es habe keine Widerstände gegen die Polizei gegeben. Ein Chaos sei ausgeblieben.

eol AFP

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