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Pegida-Demonstrationen: 17.000 Menschen marschieren wieder in Dresden

Ungeachtet aller Terrordrohungen marschieren sie wieder - die Pegida-Demonstranten. Mit der 13. Demo stemmt sich die islamkritische Bewegung gegen Untergangsgerüchte. Doch es werden weniger.

Pegida-Demonstranten mit einem Schild "Oh Angela kein Ossi hat uns so enttäuscht wie du - doch, der Joachim" am Sonntag in Dresden

Pegida-Demonstranten mit einem Schild "Oh Angela kein Ossi hat uns so enttäuscht wie du - doch, der Joachim" am Sonntag in Dresden

Eine Woche nach dem Demonstrationsverbot wegen einer Terrordrohung hat das islamkritische Pegida-Bündnis in Dresden erneut Tausende Anhänger mobilisiert. Zu der Kundgebung auf dem Theaterplatz kamen nach Angaben der Polizei am Sonntag rund 17.300 Demonstranten - und damit weniger als vor zwei Wochen, als die selbst ernannten "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" noch 25.000 Menschen in Dresden auf die Straße gebracht hatten.

Nur wenige Meter von der Kundgebung entfernt demonstrierten nach Polizeiangaben rund 5000 Menschen mit dem Bündnis "Dresden für alle" gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung. Es kam zu kleineren Rangeleien zwischen Anhängern beider Lager. Die Polizei war mit starken Kräften im Einsatz.

Erste Demon nach Bachmann-Rücktritt

Es war die 13. Kundgebung der Pegida und die erste seit dem Rücktritt ihre Mitgründers Lutz Bachmann. Der 41-Jährige hatte am Mittwoch alle Ämter niedergelegt, nachdem ein Selfie mit "Hitler-Bärtchen" und menschenverachtenden Facebook-Posts bekanntgeworden waren. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen Bachmann.

Wegen einer Terrordrohung von Islamisten gegen Bachmann waren am vergangenen Montag alle Demonstrationen in der sächsischen Landeshauptstadt verboten worden. Bislang hatte das Bündnis von Mal zu Mal mehr Menschen mobilisieren können.

ivi/DPA / DPA