Pisa-Studie Deutsche Schüler lernen kaum dazu


Leseverständnis? Kaum Fortschritte. Mathematik? Ebenso. Die OECD-Bildungsforscher haben den deutschen Schülern am Dienstag ein ernüchterndes Zeugnis ausgestellt - vor allem im Vergleich zu den schlechten Ergebnissen vor sechs Jahren. Besonders für Migrantenkinder sind die Resultate bitter.

Die internationalen OECD-Bildungsforscher sehen sechs Jahre nach dem deutschen PISA-Schock wenig Verbesserungen an den Schulen der Bundesrepublik. Beim wichtigen Leseverständnis sowie in der Mathematik gebe es nach dem neuen Schulleistungstest für Deutschland kaum messbare Fortschritte, heißt es in der am Dienstag in Berlin vorgelegten weltweiten PISA-Studie. Erfreulich seien allerdings die eindeutigen Stärken des deutschen Schulsystems mit einem lebensnahen Unterricht in den Naturwissenschaften.

Schlechte Chancen für Migrantenkinder

Nach dem PISA-Bericht ist die Schulsituation für Ausländerkinder der sogenannten zweiten Generation in keinem anderen Industriestaat der Welt so problematisch wie in Deutschland. Diese bereits in der Bundesrepublik geborenen Kinder von Migranten lägen mit ihren Lernleistungen im Schnitt knapp zweieinhalb Schuljahre hinter ihren gleichaltrigen deutschen Mitschülern zurück. "In Punkto Chancengleichheit hat Deutschland noch große Defizite abzubauen", heißt es in der Erklärung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Die deutschen Kultusminister sehen hingegen ihre Schulen auf dem Weg nach vorn. "Der positive Trend setzt sich fort", hieß es am Montagabend bei einem vorbereitenden Treffen der Schulminister der 16 Bundesländer. Bei PISA 2006 waren weltweit mehr als 400.000 Schüler aus 57 Staaten getestet worden.

DPA DPA

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