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Röttgens Rauswurf als Umweltminister: In acht Wochen die Karriere verzockt

Röttgens Abgang als Umweltminister ist konsequent. In zwei Monaten hat er mit fatalen politischen Fehlern sein politisches Kapital verspielt und Union und Kanzlerin geschadet. Er wurde zur Last.

Ein Kommentar von Florian Güßgen

Das ist schon ein ziemlich großes Drama. Am Sonntagabend, Punkt 18 Uhr, war die politische Karriere Norbert Röttgens zu Ende. Er war bleich, aber gefasst, als er wenige Minuten später seinen Rücktritt als Chef der NRW-CDU verkündete - und Verantwortung übernahm. Für einen desaströsen Wahlkampf, für eine desaströse Pleite. Zu dem Zeitpunkt hieß es noch, Röttgen wolle als Bundesumweltminister im Amt bleiben, auch die Kanzlerin stützte ihn am Montag noch. Doch auch in diesem Amt ließ sich Röttgen offenbar nicht halten. Am Mittwochnachmittag verkündete die Kanzlerin, dass er gehen müsse. Damit findet der beständige politische Aufstieg dieses Talents ein jähes Ende. Röttgen ist raus aus dem politischen Geschäft. Binnen acht Wochen hat er sein gesamtes politisches Potenzial verzockt - und der Union massiv geschadet.

Der Ruch eines Karrieristen

Röttgens Kardinalfehler war, dass er den Stoiber gemacht hat. Er hat gezögert, gezaudert, hat sich nicht mit vollem Herzen, ohne wenn und aber, für eine Sache entschieden - nämlich für die Spitzenkandidatur in Nordrhein-Westfalen. Es ist nach wie vor ein großes Mysterium, dass ein trotz aller Nüchternheit gewiefter Politikprofi wie Röttgen nicht erkannt hat, dass er mit dieser Halbherzigkeit beim Wähler nie und nimmer davon kommt. Im Gegenteil: er offenbarte das kalte Kalkül eines vermeintlichen Karrieristen, der es zudem noch "bedauerlich" findet, dass die Bürger Regierungen wählen. So hat es Röttgen aus Versehen in einem Interview vor der Wahl formuliert. Der Kardinalfehler, dieser Makel, hat alles, was Röttgen getan und gesagt hat, überschattet. Ermahnungen, auch aus den eigenen Reihen, schlug er in den Wind. Wie groß die Wut in der Union über Röttgens Nullnummer war, zeigte auch das ungeschminkte Seehofer-Interview am Montagabend im ZDF. Vielleicht ist Röttgen und Angela Merkel erst danach richtig klar geworden, dass er nicht mehr zu halten ist. In der Union war eine Zeit der Vergeltung in Sachen Röttgen angebrochen. Es heißt, dass es viele gibt, die noch offene Rechnungen mit dem geschmeidigen CDU-Mann haben, den viele für einen ruchlosen Streber halten. Im Amt wäre er möglicherweise nicht mehr zur Ruhe gekommen - und für Merkel zur Last geworden. Nun hat sie offenbar die Notbremse gezogen. Der Mann, der jüngst erst NRW-Landeschef der CDU geworden war, CDU-Vize, der ganz oben schien, ist nun ganz unten. So schnell kann's gehen.

Last Man Standing: Ursula von der Leyen

Für Merkel ist das eine weitere Schwächung. Nicht nur, dass sie nun ihren wichtigsten Mann im Kabinett beim Vollziehen der Energiewende verliert, allein das ist eine Mammutaufgabe. Röttgen war als CDU-Vize auch in der Partei mittlerweile zu einer wichtigen, wenn auch bisweilen umstrittenen Säule gereift. Auch in dieser Position wird er sich kaum halten können, sondern mutmaßlich durch seinen Nachfolger in der NRW-CDU ersetzt werden. Aber der Verlust Röttgens bedeutet für die Union und für Merkel noch etwas: es gibt wieder einen Kronprinzen weniger. Langsam, ganz langsam, ist da schlicht keiner mehr. War es anfangs noch beachtenswert, wie viele Konkurrenten Merkels sich an ihr verschlissen, die Wulffs und die Kochs dieser Welt, ist es mittlerweile erstaunlich, wie sich auch ihr Nachwuchs, ihre möglichen Nachfolger verbrauchen, zerlegen, die Guttenbergs und Röttgens. Demnächst ist der Last Man Standig, die letzte Reserve, eine Frau: Ursula von der Leyen, die Arbeitsministerin.

Peter Altmaier, der bisherige Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, ist dabei sicher auf die Schnelle ein guter Ersatz für Röttgen im Umweltministerium. Altmaier hat sich, nicht zuletzt als großer Twitterer vor dem Herrn, einen Ruf als wortgewandter Macher erworben, der vor allem in der Lage ist, überparteilich verbindlich aufzutreten. Dennoch, die Lücke, die Röttgens Abgang in die Union reißt, wird auch Altmaier nur schwer schließen können. Röttgens ganz persönliche Pleite trifft die Union schwer. Da hat Seehofer schon recht.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(