Schlechtes Wahlergebnis Stoiber bringt die Junge Union zum Brodeln


Im Streit um die Aufarbeitung des mäßigen Wahlergebnisses bei der Bundestagswahl macht die Junge Union insbesondere Edmund Stoiber für das schlechte Abschneiden verantwortlich.

JU-Chef Philipp Mißfelder sagte der "Leipziger Volkszeitung": "In der Jungen Union brodelt es gewaltig. So wird Edmund Stoiber mitverantwortlich für das schlechte Wahlergebnis gemacht, weil er mit schwierigen Bemerkungen über die Stimmungslage der Ostdeutschen den Wahlkampf erschwert hat."

Die Junge Union sei gespannt darauf, ob Stoiber als designierter Wirtschaftsminister in einer großen Koalition "ein zweiter Erhardt wird oder ob er in erster Linie auf Industriepolitik nach bayerischer Art" setze. "Eine solche staatsorientierte Wirtschaft ist aber im Bund finanziell nicht machbar und politisch sinnvoll." Stoibers harter Sparkurs in Bayern sei im Sinne der jungen Generation, lobte Mißfelder. Aber: "In der Regierung Merkel hat Stoiber leider darauf verzichtet, als Finanzminister etwas Ähnliches zu wagen." Als Wirtschaftsminister dürfe Stoiber "nicht nur ein Verwalter der Wirtschaftsangelegenheiten unseres Landes sein", verlangte der JU-Chef. Auf dem Deutschlandtag seiner Organisation am Wochenende in Augsburg habe Stoiber "Gelegenheit, uns die Grundzüge seiner Arbeit darzulegen".

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker