Shoan Vaisi Geflüchteter will in den Bundestag: "Ich lasse mich nicht von den Rassisten einschüchtern"

Bundestagskandidat Shoan Vaisi steht am Rednerpult
Shoan Vaisi, 31 Jahre alt,  floh vor zehn Jahren aus dem Iran und steht jetzt auf Platz zwölf der linken Landesliste in Nordrhein-Westfalen.
© Linke NRW
Vor zehn Jahren retteten ihn Plastikflaschen vor dem Ertrinken im Mittelmeer. Heute studiert der Geflüchtete Shoan Vaisi Soziale Arbeit, ist Dolmetscher – und will in den Bundestag einziehen. Das könnte klappen.

Herr Vaisi, warum kandidieren Sie für den Bundestag?

Ich trete für die Linke an, weil der Grünen-Politiker Tareq Alaows seine Kandidatur wegen rechtem Hass und Morddrohungen zurückziehen musste. Tareq ist als politisch verfolgter Geflüchteter nach Deutschland gekommen. Wie ich. Als ich von seinem Rückzug erfahren habe, habe ich gedacht: Jetzt erst recht! Ich will nicht hinnehmen, dass die Rechten mit ihren Einschüchterungsversuchen durchkommen. Es muss möglich sein, dass auch Menschen mit Fluchtgeschichte in den Bundestag wollen.

Ohne den Rückzug von Tareq Alaows hätten Sie sich gar nicht aufstellen lassen?


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