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SPD-Ziele: Beck glaubt an Vollbeschäftigung

Angesichts der guten Konjunktur und sinkender Arbeitslosenzahlen glaubt SPD-Chef Kurt Beck daran, dass es in Deutschland bald wieder Vollbeschäftigung geben könnte. Diese zu erreichen, sei das Ziel der Sozialdemokraten im nächsten Jahrzehnt.

SPD-Chef Kurt Beck und sein Vize Frank-Walter Steinmeier sehen gute Chancen dafür, dass die Zahl der Arbeitslosen im laufenden Jahr unter drei Millionen sinkt. Ziel für das nächste Jahrzehnt sei die Vollbeschäftigung, schreiben die SPD-Politiker in einem Aufsatz für die "Süddeutsche Zeitung". Auch Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) zeigte sich angesichts weiter sinkender Arbeitslosenzahlen zuversichtlich, das Ziel der Vollbeschäftigung in absehbarer Zeit zu erreichen. "Vollbeschäftigung ist kein Traum, sondern ein realistisches Ziel. Dieses Ziel hatten viele viel zu lange aus den Augen verloren", sagte er der "Bild"- Zeitung.

Beck und Steinmeier verteidigten einerseits die Reformpolitik der vergangenen Jahre. Zum anderen betonten sie, dass weitere Reformen im Bereich Bildung und Innovationen sowie bessere Aufstiegschancen für Menschen aus sozial schwächeren Schichten nötig seien. "Wir wollen die Arbeitslosigkeit nicht nur bekämpfen - wir wollen sie besiegen. Unser Ziel für das nächste Jahrzehnt ist: Vollbeschäftigung zu guten Löhnen und fairen Arbeitsbedingungen", zitiert die Zeitung aus dem Text von Beck und Steinmeier.

Im April hat der Arbeitsmarkt nach Angaben von Fachleuten noch einmal von einem kräftigen Frühjahrsaufschwung profitiert. Nach den Berechnungen sank die Zahl der Erwerbslosen im zu Ende gehenden Monat um rund 150 000 auf 3,35 Millionen. Im März war die Zahl der Arbeitslosen ungeachtet der Finanzkrise und der Eintrübung der Weltwirtschaft um 110.000 auf 3,507 Millionen gesunken.

DPA / DPA