Person der Woche Warum Stephan Weil gute Chancen in Niedersachsen hat – auch ohne teure Wahlgeschenke vom Kanzler

Stephan Weil (l.) neben Bundeskanzler Olaf Scholz
Stephan Weil (l.) neben Bundeskanzler Olaf Scholz
© Janine Schmitz/ / Picture Alliance
Am Sonntag stellt sich Stephan Weil erneut zur Wahl in Niedersachsen. Einen Teil seines Wahlkampfes hatte der SPD-Politiker damit betrieben, vom Bund mehr Klarheit zu fordern: Zuletzt hatte er sogar ein eigenes Gaspreisbremsenmodell vorgeschlagen. Teure Wahlgeschenke gab es vom Kanzler zwar nicht, trotzdem stehen die Chancen für Weil nicht schlecht.

Stephan Weil hätte es sich bestimmt anders gewünscht – aber erwartet hat er es wohl genau so. Da saß der niedersächsische Regierungschef am Dienstagabend erstmals als neuer Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vor der Presse. Ein Auftritt von nationaler Bedeutung quasi, aber auf einem Platz zwischen allen Stühlen.

Denn der MPK-Vorsitzende Weil ist natürlich einerseits der Solidarität mit den anderen 15 Ländern verpflichtet, die mehr Geld vom Bund verlangen. Andererseits will er seinem sozialdemokratischen Parteifreund Olaf Scholz auch nicht zu hart anrempeln. Weil braucht den Kanzler noch, zum Beispiel Ende der Woche zur abschließenden Wahlkampfkundgebung der niedersächsischen SPD in Hannover.

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