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Umfragerekord für die Grünen Claudia Roth befasst sich nicht mit der Kanzler-Frage


Die neuesten Wählerumfragen haben den Grünen ein Umfragerekord von 24 Prozent beschert. Die Parteivorsitzende Claudia Roth mahnt, auf dem Teppich zu bleiben. Außerdem lehnt sie Spkulationen über eine Kanzlerkandidatur bei den nächsten Bundestagswahlen ab.

Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth hat ihre Partei davor gewarnt, angesichts des Umfragenhochs die Bodenhaftung zu verlieren. "Die Wählerinnen und Wähler wollen Grün und Rot statt Schwarz und Gelb, das wird immer deutlicher", sagte Roth dem "Hamburger Abendblatt" (Donnerstagsausgabe). Dies sei aber kein Grund abzuheben oder etwa "über Konsequenzen in noch ferner Zukunft" zu spekulieren. Roth spielte mit dieser Warnung auf die Möglichkeit einer Kanzlerkandidatur der Grünen für die Bundestagwahl 2013 an. "Stimmungen sind keine Stimmen", sagte die Parteichefin. "Der Weg zu guten Wahlergebnissen im nächsten Jahr ist noch lang und wird ein gutes Stück harte Arbeit."

Auch Schleswig-Holsteins Grünen-Fraktionschef Robert Habeck warnte vor zu großer Euphorie. "Demut ist das Geheimnis des Erfolgs", sagte er dem Blatt. "Die Grünen dürfen nicht abheben, sondern müssen konzeptionell arbeiten und tun es." Der Rest komme von allein. Angesprochen auf die Chance eines grünen Kanzlerkandidaten, sagte Habeck: "Von der FDP zu lernen heißt, es nicht wie die FDP zu machen." FDP-Chef Guido Westerwelle hatte sich 2002 zum Kanzlerkandidaten ausrufen lassen. Die FDP kam bei der folgenden Bundestagswahl auf nur 7,4 Prozent.

Knapp ein Jahr nach der Bundestagswahl lagen SPD und Grüne bei dem am Mittwoch veröffentlichten wöchentlichen stern-RTL-Wahltrend in der Wählergunst erstmals gleichauf. Würde jetzt ein neuer Bundestag gewählt, kämen SPD und Grüne demnach jeweils auf 24 Prozent.

AFP AFP

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