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Vor Ministerpräsidenten-Wahl: Thüringer protestieren gegen Rot-Rot-Grün

Mit Plakaten und "Stasi raus!"-Rufen haben 1500 Demonstranten gegen eine rot-rot-grüne Regierung unter Führung von Bodo Ramelow protestiert. Er könnte erster Ministerpräsident der Linken werden.

Am Donnerstagabend haben in Erfurt nach Polizeiangaben 1500 Menschen gegen eine rot-rot-grüne Regierung unter einem Ministerpräsidenten von der aus der SED hervorgegangenen Linkspartei protestiert. Gegner der geplanten Koalition riefen bei der Kundgebung vor dem Landtag "Stasi raus!".

Bei der Kundgebung vor dem Thüringer Landtag hielten Demonstranten Plakate mit Aufschriften wie "Rettet Thüringen vor Blutrot, Rot und Grün" oder "Kommunisten haben schon einmal Thüringen regiert" in den Händen. Ein Polizeisprecher sprach von einem "breiten bürgerlichen Spektrum".

Die Demonstration war von einzelnen Personen aus der CDU, der SPD sowie von ehemaligen Bürgerrechtlern organisiert worden. Bereits Anfang November waren in Erfurt mehrere tausend Gegner von Rot-Rot-Grün auf die Straße gegangen.

Mit den Stimmen von Linken, SPD und Grünen soll am Freitag im Thüringer Landtag mit Bodo Ramelow erstmals ein Politiker der Partei Die Linke zum Regierungschef gewählt werden. Das Dreierbündnis hat im Landtag nur eine Stimme Mehrheit, weshalb völlig offen ist, ob Ramelow bereits im ersten Wahlgang gewählt wird.

kup/AFP/DPA / DPA