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Wahlen in Baden-Württemberg: Mappus' 180-Grad-Wende ist laut Merkel kein Makel

Was soll sie auch anderes sagen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet von der neuen Atomdebatte keine Auswirkungen auf die Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Den Ministerpräsidenten und bisherigen Atomkraft-Befürworter Stefan Mappus hält sie weiterhin für glaubwürdig.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet von der laufenden Atomdebatte keine Auswirkungen auf die Landtagswahlen in Baden-Württemberg am 27. März. Auch ein Glaubwürdigkeitsproblem für den bisherigen starken Atomkraft-Befürworter Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) gebe es nicht, sagte Merkel dem in Konstanz erscheinenden Südkurier. "Ich bin überzeugt, dass die christlich-liberale Regierung ihren energiepolitischen Weg gut begründen kann." Die Lage habe sich durch die Ereignisse in Japan verändert. "Ein kluger Ministerpräsident wie Stefan Mappus reagiert darauf." Wer nicht zur Kenntnis nehme, was passiert sei und sich keine Gedanken darüber mache, "der wäre ein Ignorant".

Die Ereignisse hätten zudem Mappus und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) "einander energiepolitisch näher gebracht", sagte Merkel. Mappus hatte seinem Parteifreund Röttgen im Streit um den Ausstieg aus dem Atomausstieg im vergangenen Jahr den Rücktritt nahegelegt, weil dieser für eine kürzere Laufzeitverlängerung plädierte.

cjf/AFP / AFP