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Westerwelle nach Assad-Interview Deutschland wird kein Vermittler in Syrien-Konflikt


"Ich würde mich freuen": Syriens Staatsoberhaupt Baschar al Assad kann sich Deutschland als Vermittler im Konflikt um sein Land vorstellen. Außenminister Westerwelle reagiert mit einem klaren Nein.

Deutschland wird nach den Worten von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) keine Vermittlerrolle im Syrienkonflikt übernehmen. "Wir haben mit Lakhdar Brahimi einen Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen, dessen Vermittlungsbemühungen für eine politische Lösung wir mit aller Kraft unterstützen", sagte Westerwelle "Spiegel online" während eines Afghanistan-Besuches am Sonntag. Eine Lösung des Konflikts müsse bei der seit langem geplanten Genfer Konferenz und Gesprächen der Bürgerkriegsparteien gefunden werden - nicht aber über einzelne Länder, die in den Konflikt eingreifen.

Der syrische Machthaber Baschar al Assad hatte in einem Interview des "Spiegels" erneut Giftgasangriffe auf Zivilisten und die bewaffnete Opposition in seinem Land bestritten. Zugleich zeigte er sich auf eine entsprechende Frage des Nachrichtenmagazins offen für eine Vermittlerrolle Deutschlands: "Ich würde mich freuen, wenn Gesandte aus Deutschland nach Damaskus kämen, um mit uns über die wahren Verhältnisse zu sprechen (...). Sie können dann hier Überzeugungsarbeit leisten", sagte Assad.

Westerwelle kritisierte Assad scharf: "Leugnen und Abstreiten sind sicher nicht geeignet, einer friedlichen Lösung in Syrien den Boden zu bereiten", sagte er beim Truppenbesuch im nordafghanischen Kundus. Die Lage sei viel zu ernst für solche Ausweichmanöver.

awö/DPA DPA

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