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"Internet der Dinge": Wie Innenminister vernetzte Kühlschränke und Co. sicher machen wollen

Im sogenannten "Internet der Dinge" können auch Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Kühlschränke über das Internet gesteuert werden. Deutschlands Innenminister sehen darin ein großes Risiko - und treffen Maßnahmen zur Absicherung.

Ein Kühlschrank wird auf der IFA in Berlin präsentiert. Die deutschen Innenminister wollen das "Internet der Dinge" absichern.

Auf der Elektronikmesse IFA in Berlin werden seit Jahren internetfähige Haushaltsgeräte präsentiert. Die deutschen Innenminister betrachten die Entwicklung des "Internet der Dinge" mit Vorsicht. 

Kühlschränke, Waschmaschinen, Puppen - im modernen Haushalt ist alles internetfähig, aber nicht unbedingt gesichert. Die deutschen Innenminister begegnen dem stetig wachsenden "Internet der Dinge" mit Sorge. 

Um die vernetzten Haushaltsgeräte abzusichern, wollen sie nun Sicherheitszertifikate und eine Herstellerhaftung einführen, berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Rheinischen Post". "Es ist bislang erkennbar, dass bei der Entwicklung von Internet-der-Dinge-Geräten nicht ausreichend auf IT-Sicherheit geachtet wird", heißt es in einem Beschlusspapier für die nächste Innenministerkonferenz (IMK), das der Zeitung vorliegt.

Innenminister: "Internet der Dinge" lockt Cyber-Angreifer

"Schlecht entwickelte, unsicher konfigurierte und kaum gewartete und nicht upgedatete Geräte bieten Cyber-Angreifern Angriffsflächen und weitreichende Möglichkeiten, Informationen auszuspähen, Geschäfts- und Verwaltungsprozesse zu sabotieren oder sich anderweitig auf Kosten Dritter kriminell zu gerieren", lautet die Bedrohungsanalyse. Auf Initiative von Niedersachsen soll sich die Innenministerkonferenz Mitte Juni in Dresden damit beschäftigen, dass sich die Bedrohungslage mit der steigenden Zahl anfälliger Geräte ständig erhöht.

Experten schätzen, dass es allein in Deutschland in drei Jahren mindestens 23 Millionen Smart-Home-Geräte geben wird, die mit eigener IP-Adresse aus dem Internet gesteuert werden können. Dazu zählen etwa Kühlschränke, die zur Neige gehende Lebensmittel melden. Im Februar zog die Bundesnetzagentur die Kinderpuppe "Cayla" aus dem Verkehr, weil sie als Spionagegerät missbraucht werden konnte.

sve / DPA