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Wowereits Regierungsmannschaft ist komplett: Die Rot-Schwarzen von der Spree

Die Würfel im Berliner Senat sind gefallen: Zehn Wochen nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat die Bürgermeister Klaus Wowereit sein rot-schwarzes Regierungsteam vorgestellt.

Zehn Wochen nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl steht der rot-schwarze Senat: Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und CDU-Landeschef Frank Henkel stellten am Montag die die jeweils vier Senatoren beider Parteien vor. Drei der acht Senatoren sind Frauen, darunter die türkischstämmige Sozialdemokratin Dilek Kolat als Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration. Nach Niedersachsen und Baden-Württemberg hat damit auch die Bundeshauptstadt eine Integrationsministerin mit ausländischen Wurzeln.

Im Kabinett werden außerdem zwei parteilose Senatoren sitzen: Die Volkswirtin Sybille von Obernitz vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag soll nach dem Willen der CDU Wirtschaftssenatorin werden, der Unternehmer Ulrich Nußbaum behält auf Vorschlag der SPD das Finanzressort.

Überraschend präsentierte Wowereit die bisher wenig bekannte SPD-Abgeordnete Sandra Scheeres als Bildungssenatorin. Die 41-jährige gelernte Erzieherin ist damit für Kitas, Schulen und Hochschulen zuständig. Wie erwartet übernimmt SPD-Landeschef Michael Müller das Ressort Stadtentwicklung, Wohnen, Verkehr, Umwelt. Der frühere Juso-Chef Björn Böhning soll künftig die Senatskanzlei leiten.

Keine Überraschungen bei den Konservativen

CDU-Landes- und Fraktionschef Frank Henkel wird erwartungsgemäß das Innenressort übernehmen. Fraktions-Vize Michael Braun kümmert sich künftig als Senator um Justiz und Verbraucherschutz. Der gesundheitspolitische Sprecher Mario Czaja wird Chef der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales. Ein Kleiner Parteitag der Christdemokraten hatte am Montagabend einstimmig den Vorschlägen Henkels zugestimmt. "Das ist ein dynamisches Team für eine starke Stadt, das Kontinuität und Aufbruch gleichermaßen verkörpert", sagte Henkel. Die Senatoren sollen an diesem Donnerstag vereidigt werden.

Klaus Wowereit war am vergangenen Donnerstag im Abgeordnetenhaus erneut zum Regierenden Bürgermeister gewählt worden. Er erhielt 84 von 148 Stimmen - zwei Stimmen weniger, als die große Koalition Sitze im Landesparlament hat.

jwi/DPA / DPA