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Stützpunkt Pearl Harbor vor 70 Jahren: Überraschungsangriff im Morgengrauen

Am 7. Dezember 1941 flogen japanische Kampfflugzeuge einen Überraschungsangriff auf den US-Militärstützpunkt Pearl Harbor. Grund für den Kriegseintritt Amerikas - und ein nachhaltiges Trauma für ein ganzes Land.

Der japanische Überraschungsangriff auf den US-Marinestützpunkt Pearl Harbor am frühen Morgen des 7. Dezember 1941 kostete rund 2400 Amerikaner das Leben. Die Japaner meldeten 65 gefallene Soldaten. Amerika trat daraufhin in den Zweiten Weltkrieg ein.

"Luftangriff auf Pearl Harbor. Dies ist keine Übung", sendete die Funkstation von Ford Island auf Hawaii um 7:58 Uhr, kurz nach der Bombardierung des Hafens. Das Schlachtschiff USS Arizona sank innerhalb von neun Minuten, nachdem eine 800 Kilogramm schwere Bombe das Oberdeck durchschlug und die Munitionskammern zur Explosion brachte. 1177 Mann der Besatzung starben. Der Großteil der Leichen konnte nie geborgen werden.

Die US-Armee wurde vom Angriff auf Pearl Harbor völlig überrascht. Die japanischen Flugzeugträger legten die etwa 6000 Kilometer lange Route abseits der üblichen Schifffahrtswege zurück, um sich unbemerkt der Militärbasis nähern zu können. Als Angriffstermin erschien der erste Sonntag im Dezember strategisch günstig, da bekannt war, dass die US-Army sonntags mit verminderter Personalzahl arbeitete. Das strategische Hauptziel der japanischen Streitkräfte lag vor allem in der Ausschaltung der US-Pazifikflotte und in der Zerstörung des Stützpunktes Pearl Harbor. Einen Tag später, am 8. Dezember, erklärten die USA Japan den Krieg.

In den USA sorgte der Angriff auf Pearl Harbor für einen regelrechten Sturm auf die Rekrutierungsbüros der US-Armee. Viele Amerikaner wollten Rache nehmen. Japanischstämmige US-Bürger bekamen geballten Hass zu spüren und wurden Opfer zahlreicher Übergriffe.

Ulla Scharfenberg