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Trump wird Präsident: Trumps erste Botschaft an das US-Volk - er wählt versöhnliche Töne

Er hat es geschafft: Donald Trump hat sich nach einem erbittert geführten Wahlkampf gegen seine Kontrahentin Hillary Clinton durchgesetzt. Unter frenetischem Applaus trat er vor seinen Unterstützern auf die Bühne - und schlug zunächst versöhnliche Töne an.

Donald Trump

Der 45. Präsident der USA: Donald Trump

Donald Trump wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. Vor seinen jubelnden Anhängern trat der Republikaner auf die Bühne um seinen Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl zu feiern. Zuvor hatte Clinton in einem Telefonat mit Trump ihre Wahlniederlage eingeräumt. Zunächst betrat der zukünftige Vizepräsident Mike Pence gemeinsam mit seiner Familie die Bühne. "Dies ist eine historische Nacht, das amerikanische Volk hat gesprochen." Es sei schwer für ihn ausdrücken, was es für eine Ehre sei, unter Donald Trump als Vizepräsident dienen zu dürfen. Er danke Gott für das Ergebnis, so Pence.

Pence bedankte sich auch bei den Wählern - und besonders bei Donald Trump. Unter seiner Führung werden die USA wieder Groß werden. Dann betrat Donald Trump die Bühne. Seine ersten Worte nach dem Sieg: "Sorry, dass ich euch warten ließ, das hier ist ein kompliziertes Business". Clinton habe ihm persönlich gratuliert und auch er habe ihre Dienste an den USA gedankt. Das Land müsse ihr dankbar sein, sagte er über die Ex-Außenministerin, mit der er sich einen beispiellos aggressiven Wahlkampf geliefert hatte. Trump schlug versöhnliche Töne an: "Es ist Zeit als Vereinigte Staaten zusammen zukommen." "Ich werde Präsident aller Amerikaner sein", das sei Trump besonders wichtig.


"Diese ganze politische Sache ist echt hart"

Sein Sieg baue auf der Stimme von Millionen hart arbeitenden Amerikanern auf, denen er nun dienen möchte. Trump wolle auf das ungenutzte Potenzial der USA zurückgreifen. Durch neue Infrastrukturprojekte wolle er Millionen neue Jobs schaffen. "Kein Traum ist zu groß, keine Herausforderung zu groß" - Amerika werde sich nicht mit etwas weniger als dem besten zufrieden geben. Er wolle Partnerschaften stärken und nicht den Konflikt suchen. "Wir werden uns mit allen anderen Ländern verstehen, die willens sind, sich mit uns zu verstehen", sagte er.

Trump dankte seinen verstorbenen Eltern und mehreren seiner prominenten Unterstützern. Auch dankte er seiner Familie. "Das war echt hart. Diese ganze politische Sache ist echt hart". Viele Hochrangige Mitglieder der Trump-Kampagne standen mit auf der Bühne - darunter auch seine Unterstützer, die auf einen Platz in seinem Kabinett hoffen dürfen. Chris Christie und Ben Carson, die im Vorwahlkampf gegen ihn angetreten waren. Immer wieder brach im Publikum frenetischer Jubel aus.

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Eine Person, die Trump noch besonders hervorhob, war der Chef der Republikanischen Partei, Reince Priebus – Trump holte ihn auf die Bühne. Trump richtete seinen Dank auch an den Secret Service für die Dienste in seinem Wahlkampf. "Ich freue mich sehr darauf, Präsident zu werden". "Ich kann nur sagen, obwohl die Kampagne jetzt vorbei ist, beginnt die Arbeit gerade erst.“ Für Amerika sei es ein großartiger Abend gewesen, "Ich liebe dieses Land".

Die wichtigsten Teile von Trumps Siegesrede:

- Zu Beginn dankt er Hillary Clinton für eine "hart geführte Kampagne". Sie habe "uns allen einen großen Dienst" erwiesen.

- Er möchte ein Präsident für "alle Amerikaner" sein: "Zu allen Republikanern, Demokraten und Unabhängigen sage ich: Es ist Zeit zusammenzukommen als ein Amerika."

- Er kündigt an, "Brücken, Tunnel, Schulen und Krankenhäuser" wieder aufzubauen und "Millionen US-Amerikanern wieder einen Job zu geben". "Wir haben einen großartigen Wirtschaftsplan. Wir werden unsere Wirtschaftsleistung verdoppeln."

- An die Weltgemeinschaft gerichtet sagt er: "Auch wenn wir die US-Interessen immer an die erste Stelle setzen werden, wir werden euch fair behandeln."

- "Es war ein historisches Ereignis. Aber um wirklich historisch zu werden, müssen wir jetzt einen guten Job machen."

- "Unsere Kampagne ist zwar vorbei, aber unsere Arbeit, unsere Bewegung, fängt jetzt erst richtig an."

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amt / DPA / AFP