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US-Wahlkampf: Nach dem Boykottaufruf: "TikTok-Oma" heuert in Joe Bidens Wahlkampfteam an

Noch vor wenigen Tagen hat sie mit einem Internet-Clip den Wahlkampfauftritt von Donald Trump in Tulsa sabotiert. Jetzt steigt die als "TikTok-Oma" bekannte Mary Jo Laupp im Team von Trump-Gegner Joe Biden ein.

"TikTok-Grandma" kämpft für Biden: Joe Biden steht bei einem Wahlkampfauftritt auf der Bühne

Mary Jo Laupp will eine zweit Amtszeit von Donald Trump unter allen Umständen verhindern. Jetzt kämpft sie via TikTok an der Seite des US-Demokraten Joe Biden.

Getty Images

Die mit einem Boykottaufruf gegen eine Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump als "TikTok-Oma" bekannt gewordene Mary Jo Laupp hat sich dem Wahlkampfteam des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Joe Biden angeschlossen. Eine Sprecherin von Bidens Wahlkampagne bestätigte am Freitag (Ortszeit), dass die 51-Jährige beim Online-Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl im November helfen werde. Laupp war mit einem TikTok-Video über Nacht zur Internet-Ikone geworden.

Laupp trickst Trump via TikTok aus

Im Vorfeld von Trumps Wahlkampfauftritt in Tulsa vor einer Woche hatte Laupp in einem TikTok-Video dazu aufgerufen, massenweise Tickets für die Veranstaltung zu bestellen – aber nicht hinzugehen. Damit hatte die vierfache Mutter und sechsfache Großmutter dazu beigetragen, dass bei Trumps Auftritt weniger als ein Drittel der Sitze belegt waren. Das Weiße Haus hatte zuvor bis zu 100.000 Zuschauer angekündigt. Nach Angaben von Trumps Wahlkampfteam waren sogar mehr als eine Million Tickets angefragt worden.

Laupps Video wurde inzwischen mehr als zwei Millionen Mal angeschaut. Der "New York Times" sagte Laupp, sie wolle in ihre neuen Rolle als Bidens Wahlhelferin eine Gruppe von TikTokern zusammenzustellen, die Inhalte für den Wahlkampf des 77-Jährigen produzieren.

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Die 51-Jährige  aus Iowa hatte zuvor bereits die Wahlkampagne des Ex-Bürgermeisters Pete Buttigieg in den Vorwahlen der US-Demokraten unterstützt. Der 28-jährige Hoffnungsträger der US-Demokraten hatte Anfang März seine Kandidatur zurückgezogen, nachdem er in South Carolina nur 8,3 Prozent der Stimmen erhalten hatte.

js / AFP