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stern-Umfrage zu Afghanistan: Deutsche für Abzug - und für Jung

Nach dem von der Bundeswehr angeordneten Angriff in Afghanistan kochten die Diskussionen hoch. Die Deutschen sind mehrheitlich für den Abzug - und für den Verbleib des Verteidigungsministers. Doch wahlentscheidend, das ergab eine Umfrage für den stern, ist das Thema nicht.

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen wünscht sich einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan - für die persönliche Wahlentscheidung bei der Bundestagswahl spielt das Thema bei den meisten allerdings nur eine untergeordnete Rolle. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die neue, am Donnerstag erscheinende Ausgabe des stern befürworten derzeit 55 Prozent einen Rückzug der deutschen Soldaten, 38 Prozent sprechen sich dagegen aus. Der Trend einer immer stärkeren Ablehnung des militärischen Engagements am Hindukusch ist damit allerdings erstmals gebrochen. Noch im Juni hatten sich 61 Prozent für einen Rückzug der Bundeswehr ausgesprochen; damals waren kurz zuvor drei deutsche Soldaten ums Leben gekommen.

53 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass der in der vorvergangenen Woche von der Bundeswehr angeordnete Angriff auf zwei von den Taliban gekaperte Tanklaster das internationale Ansehen Deutschlands beschädigt hat, 39 Prozent sehen das nicht so. Bei dem Bombardement waren etwa 100 Menschen getötet worden, darunter auch zahlreiche Zivilisten. Laut Forsa sind 19 Prozent der Deutschen der Ansicht, Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sollte wegen des Luftangriffs zurücktreten, 68 Prozent halten das nicht für nötig.

Bei der Bundestagswahl am 27. September spielt das Thema Afghanistan nur eine Nebenrolle. Auf die Frage "Hat die Haltung der Parteien zum Abzug der Bundeswehr Einfluss auf Ihre Wahlentscheidung?" antworteten 3 Prozent der Befragten mit "sehr großen", 12 mit "großen" und 23 mit "weniger großen". Für 57 Prozent spielt Afghanistan gar keine Rolle.

Lesen Sie dazu die Titelgeschichte im neuen stern. Ab Donnerstag im Handel.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.