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Interview

"Aida Sol": Deutschlands erste Kreuzfahrt-Kapitänin: "Einen Bürojob kann ich mir nicht vorstellen"

Sie arbeitet ganz oben auf der Brücke: Nicole Langosch, 35, ist seit März 2018 Deutschlands erste Kreuzfahrt-Kapitänin. Ein Gespräch über Teamwork, Hierarchien und Vorurteile.

Der Arbeitsplatz von Nicole Langosch ist die Brücke der "Aida Sol". Das Schiff ist 253 Meter lang und hat 1097 Kabinen.

Der Arbeitsplatz von Nicole Langosch ist die Brücke der "Aida Sol". Das Schiff ist 253 Meter lang und hat 1097 Kabinen.

Frau Langosch, wie sind Sie zur Seefahrt gekommen?

Ich bin in Hessen aufgewachsen. In den Sommerferien habe ich mit meinen Eltern gesegelt, auf dem Mittelmeer, der Ostsee oder der Nordsee. Regattasegeln ist bis heute mein Hobby.

Wie sind Sie Kapitänin geworden?

Ich habe Seeverkehr in Leer, Ostfriesland, studiert. Das Ingenieurstudium ist sehr breit gefächert, es umfasst unter anderem Schiffbau, Jura, BWL, Medizin und Personalführung. Während meiner Praxissemester war ich acht Monate lang auf Containerschiffen unterwegs. Nach dem Studium habe ich als nautische Offizierin und stellvertretende Kapitänin bei Aida gearbeitet.

Mit welchen Vorurteilen wurden Sie als Praktikantin konfrontiert?

Der Kapitän eines Containerschiffs sagte mir ganz offen, er halte nichts davon, dass Frauen zur See fahren. Und eine asiatische Crew dachte anfangs, dass ich nicht mit Technik umgehen könne. Aber ich habe sie schnell vom Gegenteil überzeugen können. In der Seefahrt lernt man, Probleme direkt anzusprechen.

Was reizt Sie daran, auf einem Kreuzfahrtschiff zu arbeiten?

Wir sind weltweit unterwegs, fahren durch sehr unterschiedliche Gebiete, steuern wunderschöne Städte und fremde Länder an. Außerdem rede ich viel mit Mitarbeitern und Gästen. Das macht meine Arbeit so abwechslungsreich. Einen Bürojob kann ich mir nicht vorstellen.

Was sind die größten Unterschiede zu einem Containerschiff?

Auf Containerschiffen legt man oft sehr lange Distanzen zurück, ohne einen Hafen anzulaufen. Und natürlich fehlen die Gäste.

Was macht ein Kapitän eines Kreuzfahrtschiffs überhaupt?

Navigieren, an- und ablegen, alles im Team auf der Brücke. Das besteht aus zwei Nautikern, dem Kapitän, seinem Stellvertreter, Rudergänger und Ausguck. Dazu kommt ein Lotse, der uns berät. Auf offener See übernimmt der Autopilot, das Brückenteam überwacht die Geräte. Ich habe vorher den Wetterbericht studiert und die Route bestimmt.

Welche Hierarchie herrscht auf einem Kreuzfahrtschiff?

Der Kapitän steht ganz traditionell oben. Ihm unterstellt ist der Schiffsrat, der aus vier Führungspersonen besteht. Wir arbeiten sehr kollegial zusammen. Aber am Ende entscheide ich und trage die Verantwortung.

Wie sind Ihre Einsätze getaktet?

Wir sind drei Monate am Stück an Bord und haben dann zwei bis drei Monate an Land. In dieser Zeit machen wir auch Fortbildungen.

Finden Sie während des Einsatzes Zeit für Landgänge?

Ja, diesen Freiraum schaffe ich mir, zumindest für ein paar Stunden.

Wie bereiten Sie sich und die Crew auf Notfälle vor?

Wir haben einen Drill- und Trainingsplan, etwa für Brandfälle oder Mann über Bord. Die Übungen sind in den Arbeitsalltag eingebettet und dauern im Schnitt eine Dreiviertelstunde. Im Notfall leiten wir dann klar definierte Manöver ein. Aber Notfälle sind zum Glück sehr selten.

Wie international ist Ihre Crew?

An Bord arbeiten rund 600 Menschen aus 23 Ländern, die sich um bis zu 2400 Gäste kümmern. Unsere Küche ist in indischer Hand, im Housekeeping arbeiten Filipinos und Indonesier. Wir sind ein bisschen wie die United Nations auf engem Raum, was viel Spaß macht.

Was ist für die Crew im Umgang mit den Passagieren tabu?

Affären. Zwar wünscht sich Aida im Service einen netten Kontakt mit den Gästen, aber keinen zu netten.

Wo verbringen Sie Ihren Urlaub?

Mich zieht es eher in die Berge zum Wandern oder Klettern. Auf einem Kreuzfahrtschiff könnte ich nicht Ja, diesen Freiraum schaffe ich mir, zumindest für ein paar Stunden.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(