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Kreuzfahrt-Fehlstart: "Aida Mira" nimmt Kurs auf die Kanaren - allerdings ohne Passagiere

Die Probleme beim Umbau der "Aida Mira" sind groß. Die ersten Reisen mussten überraschend abgesagt werden. Die Reederei Aida Cruises versucht nun alles, einen großen Imageschaden zu vermeiden.

Aida Mira auf See

Hat inzwischen von Palma aus Kurs auf Südafrika genommen: die "Aida Mira", allerdings ohne Passagiere.

 Nach der überraschenden Absage zweier Kreuzfahrten ist das Schiff "Aida Mira" mit Besatzung und Handwerkern, aber ohne Passagiere, unterwegs nach Südafrika. Auf dem Weg dorthin soll das Schiff auf Vordermann gebracht werden, sagte ein Sprecher der Kreuzfahrtreederei Aida Cruises. Insbesondere die Defizite in der Wasserver- und -entsorgung, der Schiffselektrik und Klimatechnik müssten ausgeglichen werden. "Das wird jetzt Schritt für Schritt getan."

Die "Aida Mira" hat inzwischen das Mittelmeer verlassen, befindet sich im Atlantik westlich der Straße von Gibraltar und hat Kurs auf die Kanarischen Inseln genommen. Am Sonntag wird das Schiff in Teneriffa erwartet.

Kurs der Aida Mira

Kurs nach Südwesten: Die "Aida Mira" hat inzwischen Gibraltar verlassen und befindet sich im Atlantik.

Am vergangenen Sonntag waren in Palma de Mallorca die Passagiere bereits an Bord und warteten auf das Ablegen des Schiffes. Aber nur einen Tag nach der Taufe hatte Aida Cruises die erste Kurzreise im westlichen Mittelmeer absagen müssen. Es sei nicht gelungen, den Aida-Standard anzubieten.

Kurz darauf wurde auch die Überführungsfahrt nach Südafrika gecancelt. "Das Schiff ist nun auf seiner ursprünglichen Route. Wir versuchen, die besten Häfen zu finden, wo wir technischen Support erhalten", sagte Kunze. Es sei das Ziel, das Schiff zum Start der Premierensaison in Südafrika am 23. Dezember zu präsentieren. 

Umbau eines 20 Jahre alten Schiffes

Die "Aida Mira" ist das 14. Schiff der Aida-Flotte, aber kein Neubau. Sie fuhr vor ihrem Umbau seit 1999 für die Schwestermarke Costa. Es wird künftig von Kapstadt aus rund um Südafrika Kreuzfahrten unternehmen. Der Umbau eines 20 Jahre alten Schiffes sei hoch kompliziert, erklärte Reederei-Sprecher Hansjörg Kunze. 

In vier Wochen Umbauzeit, davon drei Wochen bei extrem schlechten Wetterbedingungen, seien zwar rund 50 Millionen Euro investiert worden. Aber in vielen Bereichen hätte die wetterbedingt verkürzte Zeit nicht ausgereicht. Das Ausmaß der Mängel sei nicht klar gewesen, sonst hätte die Reederei früher reagieren können, begründete Kunze die massiven Schwierigkeiten.

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Der Aida-Sprecher ging nicht davon aus, dass durch die Probleme der "Aida Mira" ein dauerhafter Imageschaden für Aida Cruises eintreten werde. Auf die Angebote an die betroffenen Passagiere zu Alternativreisen sei meist positiv regiert worden.

Die 13 anderen Schiffe der Flotte seien mit Tausenden Gästen unterwegs. Die Enttäuschungen würden eher kurzfristig sein. "Es hängt davon ab, wie wir mit der Situation umgehen. Dafür tun wir jetzt alles."

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