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Mitfahrt im "Zarengold": Transsib im Zeitraffer: 8000 Kilometer in vier Minuten

Es ist die legendärste Eisenbahnstrecke der Welt: die transsibirische Eisenbahn. Ein deutscher Filmemacher fuhr in 16 Tagen auf der Route von Beijing nach Moskau und hat seine  Eindrücke zu einem eindrucksvollen Zeitrafferclip verdichtet.

Zarengold

Der Sonderzug "Zarengold" der Transsibirischen Eisenbahn passiert in Russland den Baikalsee.

Picture Alliance

Die beiden Worte lösen Fernweh aus: transsibirische Eisenbahn. Die wochenlange Zugreise durch fremde Länder klingt nach Abenteuer. Auf dem Weg zwischen Moskau und Fernost werden sieben Zeitzonen durchfahren, wo bei den Uhren an den Bahnhöfen immer die Moskauer Zeit anzeigen.

Neben der klassischen Route Moskau über Kasan, Jekaterinburg, Novosibirsk, Irkutsk in der Nähe des Baikalsees und Ulan-Ude bis Wladiwostok am Pazifik gibt es eine Variante, die über die Mongolei und Ulan-Bator nach Peking führt.

Im Sonderzug nach Moskau

Auf dieser Strecke verkehrt mehrmals jährlich der "Zarengold", ein luxuriöser Sonderzug. Der Vorteil dieser Zuges: Er fährt nicht in einem Rutsch durch, sondern er legt an vielen Orten entlang der 7988 Kilometer langen Strecke eine längere Pause ein, damit genügend Zeit für Besichtigungen bleibt. Für Touristen dient er praktisch als ein komfortables Hotel auf Rädern.

"Ich möchte euch mitnehmen auf eine Reise voller Emotionen, traumhafter Landschaften und faszinierender Begegnungen", schreibt der Kameramann und Filmemacher Dennis Schmelz aus Erfurt auf seinem Blog. Denn er reiste mit dem "Zarengold" und einer umfangreichen Kameraausrüstung in mehr als zwei Wochen von der Beijing Railway Station bis zum Roten Platz in Moskau, wo der Trip endete.

Unterwegs hat er nicht nur einfach aus dem Zugfenster gefilmt, sondern bei den Stopps und Ausflügen entlang der Strecke viel Atmosphärisches eingefangen: das großstädtische Gewusel in China, flatternde Gebetsfahnen in entlegenen Regionen der mongolischen Steppe und immer wieder Gesichter von Menschen.

Aus den Terrabytes von Foto- und Filmmaterial hat er jetzt einen Clip auf der Video-Plattform Vimeo mit dem Titel "Transsiberian Dream - 7923 km from Beijing to Moscow" hochgeladen, der die 16-tägige Reise auf nur vier Video-Minuten reduziert.

Jetzt heißt nur noch anklicken oder "einsteigen, gut festhalten und vier Minuten lang eintauchen in eine fremde Welt voller Überraschungen", wie Dennis Schmelz in seinem Blog schreibt.

+++ Lesen Sie auch: "Die schönsten Zugreisen -Die Entdeckung der Langsamkeit auf Schienen" +++

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