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Formel-1-Kolumne: Sonnyboy im Wolkenbruch

Das drittletzte Rennen der Saison war vermutlich das entscheidende: Lewis Hamilton bewies im Chaos von Fuji, dass er im Silberpfeil mit allen Wassern gewaschen ist. Fernando Alonso schied mit einer Pirouette aus dem Grand Prix und dem Titelrennen aus.

Von Elmar Brümmer, Shizuoka

Wer wissen will, wie viel die Formel-1-Rennfahrer beim Großen Preis von Japan gesehen haben, muss sich nur vor seine Waschmaschine setzen, den Vollwaschgang einstellen und sich dabei vorstellen, mit einem Tempo Richtung 300 bergab zu fahren. Das drittletzte Rennen des Jahres war vermutlich das entscheidende: Lewis Hamilton hat seinen Vorsprung in der Fahrerwertung vor Alonso ausgebaut. Bei 20 noch zu vergebenden Punkten fehlen dem Spanier momentan schon zwölf Zähler auf Hamilton, der als Debütant erster farbiger Champion in diesem Sport werden kann. Ein Sonnyboy im Wolkenbruch.

Zum unfreiwilligen Weltmeister-Macher könnte damit Sebastian Vettel werden. Der war in dem von zwei Safety-Car-Phasen halbwegs entschleunigten Blindflug über die Wasserbahn im Bergland bei Tokio in der 36. von 67 Runden mit Alonso kollidiert. Der Spanier hatte ihn beim Überholversuch übersehen, Vettel hob trotzdem entschuldigend die Hand. Fortan war der McLaren-Mercedes beschädigt und kreiselte schließlich spektakulär ins Aus. Alonsos Inteamfeind Hamilton hatte zuvor mehr Glück, als er von BMW-Pilot Robert Kubica gerammt worden war, aber mit leichten Vibrationen weiterfahren konnte. Ausgleichende Gerechtigkeit? Beim letzten Regenrennen der Formel 1, im Juli auf dem Nürburgring hatte Hamilton eine Nullnummer und Alonso den Sieg verbucht.

Ferrari hatte die falschen Reifen aufgezogen

Der erst 20 Jahre alte Sebastian Vettel hatte sich im Dauerregen von Fuji, der sogar in Motoren und Elektrik vordrang, früh nach vorn orientiert. Auch er profitierte von einer Rückrufaktion für die beiden Ferrari von Kimi Räikkönen und Felipe Massa. Die Italiener hatten nicht die von der Rennleitung vorgeschriebenen Extrem-Regenreifen aufgezogen, sondern Allwetter-Pneus. Die E-Mail, behauptet Ferrari, sei erst sieben Minuten nach dem Start eingegangen. Aber der Gummi-Poker wäre ohnehin lebensgefährlich gewesen. Ein kleines Wunder, dass es Kimi Räikkönen am Ende hinter Hamilton und seinem Landsmann Heikki Kovalainen noch auf Rang drei schaffte, aber mit 17 Zählern Rückstand sind seine Chancen auf den WM-Titel minimal.

Unter den denkbar schwierigsten Bedingungen konnte Sebastian Vettel seine ersten Führungskilometer in der Formel 1 abspulen, aber der hervorragende Eindruck und sein sensationeller dritter Platz gingen dem Toro-Rosso-Piloten ausgerechnet während der zweiten Safety-Car-Phase komplett verloren, als er mit dem vor ihm liegenden Australier Mark Webber vom "Mutter-Team" Red Bull kollidierte und beide ins Aus kreiselten. Webber kochte: "Wenn er ein größerer Kerl wäre, dann würde ich etwas zu ihm sagen, aber bei kleinen Kerlen..." Vettel brach nach dem Canossagang an die Box in Tränen aus, er wusste, dass diese unnötige Kollision seine Schuld war. Aber ganz hat den deutschen Junior der Mut nach dieser Vorstellung nicht verlassen, zumindest aus dem Rempler mit Alonso geht er eher gestärkt: "Ich wollte um Gottes Willen nicht irgendwie in die Meisterschaft eingreifen, aber man muss ganz klar sagen: Wenn ich fahre, fahre ich mein Rennen, fahre ich für mein Team. In dem Moment war ich schneller als er." Allerdings wird er wegen der Kollision mit Webber in der Safety-Car Phase in der Startaufstellung beim nächsten Rennen um zehn Plätze zurückgestuft.

Hamilton war nicht beizukommen

Ansonsten aber war diesem Hamilton einfach nicht beizukommen, und wie nah er dran ist, im Debütjahr zum Weltmeister zu werden, zeigten die Tränen, die er sich bei der Siegerehrung aus den Augen wischte: "Dies war das schwierigste Rennen meines Lebens, es schien weiter und weiter zu gehen. Es war auch eines meiner schwersten. Als ich im Regen fuhr, und das Rennen anführte, da dachte ich an Senna und Prost und fühlte, dass ich mich auf dem Weg befinde, etwas Ähnliches wie sie zu erreichen. Es ist einfach wunderbar." Der Brite gestand auch, das Glück des Tüchtigen gehabt zu haben, als er nach einer brutalen Attacke von BMW-Pilot Robert Kubica mit leichten Vibrationen am Silberpfeil noch davonfahren konnte.

Das Wörtchen Wunder gebrauchte auch Fernando Alonso, allerdings in einem sehr gegensätzlichen Zusammenhang. Der Spanier, dessen Zukunft bei McLaren-Mercedes so trübe erscheint wie der Himmel über Fuji: "Jetzt brauche ich eigentlich ein Wunder, um den Titel noch zu gewinnen, Lewis müsste schon in Ruhestand gehen. Bei einem normalen Verlauf ist nichts mehr für mich drin." Aber was ist in diesem Rennjahr überhaupt als normal anzusehen? Will Alonso 2008 wirklich nicht für McLaren-Mercedes fahren, muss er wohl ein Jahr aussetzen und wäre dann frei für Ferrari oder Renault. Die schwierige Zweierbeziehung in Silber fortzuführen, kann sich Hamilton nicht vorstellen - und kommentierte das, bevor ihm das Ergebnis des Großen Preises von Japan zusätzlich Oberwasser gab.

Rosberg und Schumacher funkten verzweifelt an die Box

Bleibt, bevor sich die Karawane auf den Weg nach Shanghai macht, wo schon am Wochenende der Große Preis von China ausgetragen wird und vielleicht schon die Titelentscheidung fällt, nur eine nachdenkliche Frage: Hätte man ein Rennen, bei dem die Piloten kaum die Hand am Lenkrad sehen konnten, überhaupt starten dürfen? Mehrfach funkten Nico Rosberg und Ralf Schumacher verzweifelt an die Box, dass man dem Wahnsinn doch ein Ende machen müsse. Aber es blieb bei den 67 Runden, jede davon ein Naturereignis. Für kommenden Sonntag wird in Shanghai übrigens eine Regenwahrscheinlichkeit von 60 Prozent prognostiziert.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(