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Formel 1 Vettel freut sich auf den Großen Preis von Belgien


Während Sebastian Vettel nach dem Ende der Sommerpause der Rückkehr auf die Piste im belgischen Spa entgegen fiebert, könnte es für Nick Heidfeld ein ganz bitteres Wochenende werden.

Nach vierwöchiger Sommerpause kehren die Formel 1-Boliden beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps wieder auf die Rennstrecke zurück. WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel strotzt bereits vor Tatendrang. "Es war großartig, Urlaub in der Sonne zu haben, zu relaxen und Wassersport zu treiben, aber ich kann es nicht erwarten, wieder ins Auto zurückzukehren", sagte der Red Bull-Pilot.

Was wird aus Heidfeld?

Der Große Preis im Wohnzimmer von Michael Schumacher könnte aus deutscher Sicht aber auch einen bitteren Beigeschmack bekommen. Ein Einsatz von Nick Heidfeld ist derzeit äußerst fraglich.

Nachdem der ehemalige Rennstallbesitzer und aktuelle BBC-Experte Eddie Jordan von einem Wechsel bei Lotus Renault - Bruno Senna für Heidfeld - an diesem Wochenende berichtet hatte, warten bislang alle Fans von Heidfeld vergeblich auf ein Zeichen des Piloten oder seines Teams. Für Heidfeld könnte es schlimmstenfalls ebenso abrupt das Ende seiner Karriere bedeuten, wie er durch den Unfall Robert Kubicas erst in letzter Minute das Cockpit bekommen hatte.

Hinter Heidfeld stehen nach elf Jahren Formel 1 mal wieder jede Menge Fragen, Schumacher will hingegen 20 Jahre und drei Tage nach seinem Formel-1-Debüt an selber Stelle endlich wieder ein Ausrufezeichen setzen. Seinen siebten Sieg auf seiner Lieblingsstrecke wird er aber wohl kaum einfahren, geschweige denn Vettel noch einmal in der WM-Wertung gefährlich werden können.

Hamilton ist optimistisch

Das haben sich die beiden Ex-Weltmeister Lewis Hamilton und Jenson Button auf die britischen Fahnen für das Rennen auf dem mit sieben Kilometern längsten Kurs im Formel-1-Kalender geschrieben. "Ich denke, dass wir aus einer ziemlich guten Position in das Rennen gehen", meinte Deutschland-Sieger Hamilton. Button hatte nach seinem Ungarn-Sieg und vor der Sommerpause bereits getönt: "Lasst uns danach zurückkommen und alle Rennen gewinnen."

Selbst das würde aber nicht zwangsläufig Vettel noch den zweiten Titel kosten. Button hat als Fünfter 100 Punkte Rückstand. Würde Vettel bei den ausstehenden acht Rennen jedes Mal Zweiter, könnte Button nur 56 Punkte aufholen. Heißt auch, dass Vettel in dieser Meisterschaft überhaupt nicht mehr gewinnen müsste, um sich zum zweiten Mal zu krönen.

Teamkollege Mark Webber, der am Samstag seinen 35. Geburtstag feiert und womöglich mit einem neuen Kontrakt beschenkt werden könnte, hat 85 Punkte Rückstand. Dritter ist Hamilton mit 88 Zählern weniger. Auf Rang vier liegt der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso (89) von Ferrari.

Alonso will bis zum Schluss kämpfen

"Wir werden immer ein Auge auf den Titel haben, bis es nicht mehr die geringste Chance gibt", kündigte Alonso bereits an: "Wir können niemals sagen, dass wir acht Rennen einfach so fahren und die Meisterschaft dabei nicht im Hinterkopf haben."

Sein Teamchef formuliert die Hoffnungen für die kommenden Kräfteduelle etwas zurückhaltender. "Ich bin sicher, dass wir gute Ergebnisse erzielen können, aber wir sollten den Blick aufs Klassement vermeiden", meinte Stefano Domenicali: "Denn wir wissen, dass die WM angesichts der aktuellen Lücke sehr schwierig wird. Aber sehen wir, wie es in ein paar Rennen aussieht."

Eines dürfte für Vettels Verfolger gleichermaßen gelten: Nach den nächsten beiden Rennen heißt es wohl Daumen rauf oder Daumen runter. Nach dem Ardennen-Auf und Ab in Spa Francorchamps folgt mit dem Ferrari-Heimspiel in Monza der letzte Europa-Lauf in dieser Saison.

Danach geht es via Asien nach Südamerika zum Finale in Sao Paulo Ende November. Domenicali stellte schon vor dem 12. von 19. Saisonrennen klar, dass man im Bezug auf den aktuellen Wagen bereits fast "am Ende der Straße" sei. Echte Kampfansagen klingen anders.

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