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Michael Schumacher: WM ernsthaft in Gefahr?

Steht Michael Schumachers Plattfuß symbolisch für einen schleichenden Machtwechsel in der Formel 1? BMW-Williams spricht schon offen von einem Titelgewinn von Juan Pablo Montoya.

Michael Schumacher muss sich langsam ernsthafte Sorgen über eine Titelverteidigung machen. Der vor Saisonbeginn scheinbar sichere sechste WM-Gewinn für den Ferrari-Star gerät immer stärker in Gefahr, zumal beim nächsten Grand Prix in Budapest der nächste Rückschlag durch die neue Nr. 1 - Williams-BMW - droht. "Ungarn stimmt mich nicht allzu optimistisch»´", hat sich Schumacher schon auf eine weitere Enttäuschung eingestellt. Von Resignation oder gar Kapitulation ist bei dem kampfstarken Kerpener aber nichts zu spüren. "Von einer Krise kann nicht die Rede sein. In der Meisterschaft liegt noch alles eng zusammen," sagte er.

Schumachers Plattfuß Symbol eines Machtwechsels?

Doch den "Roten" scheint im WM-Endspurt die Luft auszugehen, während sich die "Weiß-Blauen" stetig im Aufwind befinden. Schumachers Plattfuß in Hockenheim symbolisierte den schleichenden Machtwechsel. Aber selbst ohne dieses Missgeschick hätte er beim Großen Preis von Deutschland keine Chance gehabt, auch nur in die Nähe des neuen "Überfliegers" Juan Pablo Montoya zu kommen. "Den Speed, den Montoya drauf hatte, hätten wir nicht gehen können", räumte der Rheinländer unumwunden ein, dass der Rivale für ihn außer Reichweite war.

Ferraristen in Sorge

Italiens Presse reagierte auf die jüngste sportliche Demütigung alarmiert. "Die WM ist in Gefahr»" titelte «Tuttosport» besorgt. Der «Corriere dello Sport» prognostizierte: "Jetzt wird die WM ein verzweifelter Kampf. Bei Ferrari kommt ein Gefühl der Machtlosigkeit auf." Und «La Gazzetta dello Sport» fragte: "Wie lange wird der Widerstand Schumachers und des geliebten roten Renners noch halten?"

Montoya: "Es sieht gut aus"

Auf sechs Zähler ist der Vorsprung von Spitzenreiter Schumacher (71 Punkte) gegenüber Hockenheim-Triumphator Montoya (65) geschmolzen - auch Startunfallopfer Kimi Räikkönen (62) liegt noch aussichtsreich im Rennen. Beim zu erwartenden nächsten Hitze-Grand-Prix in Ungarn in drei Wochen winkt dem Williams-BMW-Widersacher sogar erstmalig die WM-Führung. "Wir stehen jetzt mit ihnen auf einer Stufe. Das ist ein Riesending", sagte der Kolumbianer: "Wenn wir unser Niveau halten, sieht es gut für die WM aus."

"Reif für den Titel?"

Seit seinem Sieg in Monaco, der den Umschwung bei den anfangs schwächelnden, von den eigenen Mechanikern als "Schildkröte" verspotteten Williams-BMW einläutete, ist Montoya der mit Abstand erfolgreichste Fahrer: Zwei Mal Erster, immer auf dem Podium und zusammen 50 Punkte. Schumacher sammelte in diesen sechs Rennen - wie sein Bruder Ralf, der seine Titelchancen nach seinem Doppel-Nuller abgehakt hat - nur 33 Punkte. "Juan Pablo ist reif für den Kampf um den Titel", traut BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen Montoya das ganz große Ding zu.

BMW erwartet Spannung bis zum Schluß

Trotz aller weiß-blauen Hochstimmung ("wir waren gut für einen astreinen Doppelsieg") warnte Theissen vor überzogenen Erwartungen: "Wir haben die Chance, Ferrari wirklich zu attackieren und ihre Dominanz zu beenden. Aber es ist unangemessen, von einem Durchmarsch zu reden." Der BMW-Manager rechnet mit einer WM-Entscheidung erst im letzten Rennen.

Schumacher verbreitet Zuversicht

Auch der seit vier Grand Prix sieglose Schumacher setzt darauf, dass seine Pechsträhne spätestens nach Budapest vorbei ist. "Es kommen auch noch schnelle Strecken, wo wir wie in Kanada stark sein sollten", erinnerte der 68-malige Grand-Prix-Gewinner an seinen letzten Erfolg im Juni in Montréal.

Schumacher macht erst einmal Urlaub

Die These, Ferrari befinde sich auf dem absteigenden Ast, teilt Schumacher nicht. "Die Diagnose ist so zu einfach, schließlich haben wir in Silverstone gewonnen. Kein Team kann man generell als Gewinner oder Verlierer sehen. Das Ganze ist zu komplex." Jetzt gönnt sich der Geschlagene aber erst einmal zweieinhalb Wochen Urlaub mit der Familie: Der Weltenbummler buchte "Balkonien".

Elmar Dreher und Andrea Wimmer / DPA

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