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Pressestimmen

Nico Rosbergs Formel-1-Triumph: "Für sein Bubigesicht kann er nichts. Rosberg ist ein würdiger Weltmeister"

Die deutsche wie die internationale Presse würdigt den neuen Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg. Dass der Deutsche den Teamrivalen Lewis Hamilton im Titelduell geschlagen hat, gilt als größte Leistung.

Nico Rosberg betrachtet selig und mit nackten Oberkörper den Pokal für den zweiten Platz im Rennen

Entspannt: Nico Rosberg betrachtet selig den Pokal für den zweiten Platz in Abu Dhabi

Deutschland

"Frankfurter Allgemeine Zeitung": "Der offene Zweikampf zwischen dem Deutschen und dem Briten war das größte Showelement der vergangenen Jahre in der Formel 1 - trotz der Dominanz des Teams im Feld. Mercedes hat nun drei Fahrer- und drei Konstrukteurstitel in Serie gewonnen. Rosberg ist dabei an seiner Aufgabe gewachsen, er hat gelernt, das Duell mit Hamilton anzunehmen, hat sich nicht mehr so verunsichern lassen wie noch in den vergangenen Jahren und in der entscheidenden Phase auch noch die Nerven bewahrt. Nur einen kleinen Makel hat dieser WM-Titel. Hamilton kam dank seines Schlussspurts zu mehr Siegen (10:9) und hatte weit mehr mit technischen Problemen zu kämpfen."

"RP online": "Nico Rosberg hat erst lernen müssen, dass zu viel Teamfähigkeit den eigenen Zielen im Wege stehen kann. Dass es ohne Egoismus nicht geht, bekam er beim Saisonfinale noch einmal zu spüren. Teamrivale Lewis Hamilton fuhr absichtlich langsamer, ignorierte Anweisungen und Befehle vom Mercedes-Kommandostand. Die Hoffnung, dass Rosberg vielleicht noch auf Rang vier zurückfällen und er seinen vierten WM-Titel holen würde, erfüllte sich allerdings nicht. Und das ist gut so. (...) Rosberg ist ein würdiger Champion." 

"Spiegel online": Nico Rosberg mag in der Öffentlichkeit als einer ohne Ecken und Kanten erscheinen, die 'Zeit' nannte ihn 'das Wohlstandskind', aber den Titel hat er verdient. Für sein Bubigesicht kann er nichts. Rosberg ist ein würdiger Weltmeister.

Zehn Geheimnisse über Formel-1-Star Nico Rosberg

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"Süddeutsche Zeitung": "Den Titel 2016 hat er sich so wahrlich verdient, vor allem mit seinem Beharrungsvermögen und seinem Ehrgeiz. Dass es auf der Zielgerade noch einmal eng wurde und Hamilton mit etlichen Siegen noch einmal aufschließen konnte, nimmt Rosbergs Kür nur wenig Glanz: Im Schlussspurt im Zweifel auf Nummer sicher zu gehen, war einfach nur klug. Es stimmt: Hamilton hatte mit einigen technischen Problemen zu kämpfen. Aber auch das ficht Rosbergs Leistung nicht wirklich an. In den vergangenen Jahren hatte auch er Technik-Pech. Beschwert hat er sich darüber so gut wie nie."

"Die Welt": "Was für ein Triumph! (...) Der ist es zweifelsfrei, auch wenn der entthronte Champion Lewis Hamilton keine Gelegenheit ausließ, den Machtwechsel als fremdverschuldet darzustellen. Rauchende Motoren, streikende Technik am Start - all das handicapte den Briten zweifelsfrei. Dennoch ist es Rosberg gelungen, mit identischem Material fünf Punkte mehr einzufahren. Dafür gebührt ihm höchste Anerkennung."

"Bild-Zeitung": "Bis zum letzten Rennen kämpften der neue Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg (31) und sein Team-Rivale Lewis Hamilton (31) um den Titel – und kurz vor Schluss in Abu Dhabi fuhr Hamilton mit seiner Schleich-Masche eine ganze miese Tour. Nützte ihm nichts: Rosberg fuhr das Rennen cool zu Ende, entriss dem dreimaligen Champion den Titel."

"Mittelbayerische Zeitung": "Tatsächlich haben die Fans hierzulande den in Monte Carlo aufgewachsenen Kosmopoliten nie wirklich ins Herz geschlossen. Dem polyglotten Sonnyboy Rosberg fehlen die Kanten, er riecht nicht nach Schweiß und Benzin, sondern nach sündteurem Eau de Toilette. Mercedes repräsentiert er ideal, doch auf dem Weg zur Rennlegende hat der gebürtige Wiesbadener noch einen langen Weg vor sich. Das alles schmälert Rosbergs Triumph nicht. Er hat seine harte Lektion aus den Vorjahren kapiert und die richtigen Lehren aus Hamiltons rabiater Ego-Show gezogen. Als der britische Rivale die Konstanz vermissen ließ und eine ungewöhnliche Schwächephase einstreute, nutzte er das Momentum zu seinen Gunsten."

International

Vereinigte Arabische Emirate

"Gulf News":  "Der Deutsche hat Nerven aus Stahl, um den britischen Rivalen in Schach zu halten."

"Khaleej Times": "Hamilton gewann die Schlacht, Rosberg aber den Krieg."

Großbritannien

"The Guardian": "Nico Rosbergs erster Formel-1-Titel war ein klassischer Sieg für den fleißigen, hartnäckigen Wettkämpfer über einen talentierteren Gegner. Es war der Triumph des Retrievers über den Windhund, der Schildkröte über den Hasen."

"The Times": "Champion Rosberg tritt aus Hamiltons Schatten. Als es drauf ankam, hatte der Junge mit dem Spitznamen Britney Nerven aus Stahl. Am Ende war Nico Rosberg so erschöpft, dass er aussah, als wäre er aus dem warmen Wasser des Persischen Golfs gezogen und über eine Wäscheleine gehängt worden."

"The Telegraph": "Über Jahre war Rosberg ein unterbewertetes Talent, nun bekommt er die Anerkennung, die er verdient. Lewis Hamilton könnte von Mercedes suspendiert werden, nachdem er frech und mehrfach die Teamorder missachtete."

"Daily Express": "Anarchie. Mercedes wütend, Hamilton droht der Rauswurf."

ITALIEN

"La Gazzetta dello Sport": "Der König ist Nico. Ist es ein verdienter Titel, den er gewonnen hat, gegen Lewis Hamilton, der ihm bis auf die letzten Meter eine harte Nuss zu knacken gegeben hat? Ja, weil die Titel nicht nur mit Schnelligkeit - eine Gabe, die ihm beileibe nicht fehlte -, sondern auch mit dem Kopf gewonnen werden. Und Rosberg hat hauptsächlich seine mentale Kraft genutzt, um die Oberhand über Hamilton zu bekommen."

"Corriere dello Sport": "Rosberg - der normale König. Wie ein Elfe unter den Giganten."

"La Repubblica": "Dynastie Rosberg. Weltmeister wie Vater Keke ist Nico unter den Großen."

Frankreich

"Le Parisien": "Am Schluss einer endlosen Saison und nach zwei Jahren im Schatten seines Teamkollegen Hamilton nimmt der Deutsche Nico Rosberg endlich seine Revanche am Briten."

"L'Équipe": "Lewis Hamilton hatte die Gunst der Prognosen nicht auf seiner Seite, und mit 12 Punkten Rückstand brauchte er ein Wunder, um die Hoffnung zu wahren, seinen Weltmeistertitel zu behalten. Also hat der Engländer sich entschieden, dem Schicksal ein bisschen nachzuhelfen. Am Anfang und am Ende des Rennens hat er eindeutig nicht die ganze Kraft seines Mercedes-Motors genutzt, um seinen Rivalen unter dem Druck seiner Verfolger zu halten"

"Le Figaro": "Man muss sagen dass Rosberg und Hamilton wie Tag und Nacht sind. So sehr der Brite die Idee eines sich zur Extravaganz bekennenden Jet-Setters verkörpert, so sehr gilt der Deutsche als idealer Schwiegersohn und guter Familienvater."

Österreich

"Die Presse": "Wie der Vater so der Sohn."

"Kurier": "Eine Sonntagsfahrt sieht anders aus. Nico Rosberg musste bei seiner Triumphfahrt zu seinem ersten WM-Titel noch einmal alles abrufen, was ihn auszeichnet: Feingefühl, taktische Raffinesse, Cleverness und Kompromisslosigkeit."

"Kronen Zeitung": "Lewis muss zum Rapport. Hamilton zog alle Register, griff tief und tiefer in die Trickkiste, um seine Chance zu wahren."

Schweiz

"Neue Zürcher Zeitung": "Rosberg hat Hamilton entthront, auf dem Podest in Abu Dhabi gaben sich die beiden Mercedes-Rivalen brav die Hände, umarmten sich sogar. Doch die beiden werden sich auch künftig nichts schenken, das ist die Botschaft der letzten, entscheidenden Runden auf der Wüsteninsel Yas."

tis

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