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1. Bundesliga: Die Fünf Lügen des 34. Spieltages - Vorschau auf den letzten Spieltag

Wir haben in einem beispielhaften Stück investigativen Journalismus das Original-Interview von Shinji Kagawa aufgetrieben (インタビュー). Außerdem decken wir die Strategie-Lügen aus dem Kraichgau auf, entlarven den Retter-Schwindel in Berlin und decken den Wahlkampfbetrug des Michel Platini auf. For Freedom and Justice for All and a grandios Saison!

Ein langweiliges Bundesliga-Finale? Keineswegs. Wir haben in einem beispielhaften Stück investigativen Journalismus Lügen aufgedeckt, Schwindler entlarvt und Wahlkampfbetrug aufgedeckt.

Dabei ist uns das Original-Interview von Shinji Kagawa in die Hände gefallen, wir fragen uns, was Hoffenheim mit Tim Wiese will, warum Hertha den VfL Bochum in dieser Saison nicht überholen wird und gehen mit dem kicker auf die Barrikaden. For Freedom and Justice for All and a grandios Saison!

1. Kann Google Translate lügen?

Shinji Kagawa hatte in einem Interview mit der japanischen Internetseite nikkei.com angeblich seinen Teamkollegen Robert Lewandowski kritisiert und dadurch für Aufsehen gesorgt. "Lewandowskis Spiel basiert nicht auf einem guten Zusammenspiel mit den anderen, sondern nur darauf, selber auf das gegnerische Tor zu schießen", soll Kagawa dort gesagt haben.

Kagawas Berater Thomas Kroth dementierte umgehend. Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, sind nach Japan geflogen und haben das Original-Interview aufgetrieben, aber lesen Sie selbst, was Kagawa wirklich gesagt hat: "Lewandowskis Spiel basiert auf einem besonders guten Zusammenspiel mit den anderen, deshalb ist er auch mit 10 Torvorlagen zusammen mit Kuba und knapp nach mir (11 Vorlagen), der beste Vorlagengeber bei uns, er sollte aber als Torjäger ruhig mal öfter selber aufs Tor schießen“, so Kagawa.

Über Lucas Barrios soll Kagawa angeblich gesagt haben: "Im ersten Teil der letzten Saison, bevor ich mich verletzte, haben Lucas Barrios und ich jeweils acht Tore erzielt. Das sagt schon alles darüber, wer von beiden mich besser in Szene setzen kann." In der von uns über dubiose Mittelsmänner bezogenen Originalquelle heißt es aber. “私は負傷したと、残念ながらそのようにのみ2アシストを自分自身を導くことができる最後のシーズンで、Lucas Barriosは、それがすべての人については脚光を浴びて2つ以上に私を置くことができると言うているだけで、6アシストを持っていた。”

Entschuldigungen Sie, hier also die Übersetzung: "In der letzten Saison, in der ich mich leider verletzte und deshalb selber nur zwei Torvorlagen dazu steuern konnte, hatte Lucas Barrios nur sechs Assists, das sagt doch schon alles darüber, wer von beiden mich besser in Szene setzen kann.“ Die Wahrheit geht halt zwischen Google Translate und einer guten Schlagzeile oft mal verloren, da hilft nur Satire, um den statistischen Fakten und damit der Realität etwas näher zu kommen.

2. Die Kraichgauer Strategie-Achterbahn

Tim Wiese soll der grauen Maus Hoffenheim neuen Glanz verleihen. Mäzen Dietmar Hopp hatte extra die erfolgreiche Unternehmensberatung McKinzay engagiert, um den zunehmend in die Bedeutungslosigkeit abdriftenden Plastikclub neu aufzustellen. Das Ergebnis heißt: Strategie-Wechsel! Übrigens schon der dritte Strategiewechsel in vier Jahren Bundesligazugehörigkeit. Zuerst versuchte Hopp im Stile der russischen und arabischen Öl-Oligarchen Geld wie Honig fließen zu lassen.

Hoffenheim wurde unter dieser Marschroute Siebter (2008/09) und Elfter (2009/2010). Das Fass ohne Boden bereitete Hopp aber zunehmend Sorgen und er befahl es anders zu machen. Die teuren Paradiesvögel mussten gehen. Demba Ba, Maicosuel, Carlos Eduardo, Luiz Gustavo, Timo Hildebrand, Franco Zuculini, Wellington, Prince Tagoe, Chinedu Obasi und Vedad Ibisevic verließen den Club. Hopp wollte nun mit jungen Spielern und gestützt auf die Nachwuchsabteilung für Erfolge sorgen. Fabian Johnson, Daniel Williams, Sven Schipplock und Sebastian Rudy gehörte die Zukunft.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Hoffenheim wurde Elfter (2010/11) und steht derzeit auf dem elften (2011/12) Tabellenplatz. Doch die Zukunftsstrategie ist schon wieder Vergangenheit. Mit dem 30-jährigen Tim Wiese kommt ein Großverdiener für eine Position, auf der Hoffenheim gar keine Sorgen hatte. Mit Matthieu Delpierre ein 31-jähriger Innenverteidiger. Für den 24-jährigen Eren Derdiyok griff Hopp tief in die Tasche (ca. 5,5 Millionen Euro Ablöse).

Unseren dubiosen Informationen nach, hatte die Unternehmensberatung McKinzay geraten: "Den Wiedererkennungswert der Marke Hoffenheim in einer diversifizierenden Bundesliga mit etablierten Namen und Sympathieträgern zu exaltieren.“ Doch halt! Sympathieträger? Tim Wiese? In Bremen gaben Spötter dem Torwart den Beinamen Spiegel, mit der Anmerkung, er käme an keinem solchen vorbei.

Ob nun ausgerechnet "Spiegel“ ein positiver Faktor in der Öffentlichkeitswirkung des Clubs wird, bleibt abzuwarten. Die Hoffenheimer Fans machten ihren Unmut mit Plakaten wie "Wiese – betreten verboten“ schon Luft. Man sollte seine Fans nicht verprellen, vor allem dann nicht, wenn man nicht so viele davon hat. Sollte Hopp allerdings einen lukrativen Werbevertrag mit einem Pomade-Hersteller im Blick haben, dann ist Tim Wiese sicherlich der perfekte Imageträger der neuen TSG.

Wir haben dem Club nun genug den Spiegel vorgehalten und schließen unsere Hoffenheim-Geschichte versöhnlich ab. Für die kommende Bundesligasaison prognostizieren wir den Kraichgauern durch den erneuten Strategiewechsel ein fulminanten Erfolg, der Club wird am Ende Elfter!

3. Poldi spricht Englisch

Lukas Podolski wechselt in der kommenden Saison zum FC Arsenal. Sein zukünftiger Mannschaftskollege Per Mertesacker begrüßte Prinz Poldi per Video-Botschaft schon freudig und kündigte an, mit ihm zur ersten Englisch-Stunde gehen zu wollen. Doch Podolski sagte nun im kicker: "Bei uns in der Mannschaft wird auch viel englisch gesprochen. Ich kann gut Englisch.“ Auf seine ganz besondere, ganz eigene Art und Weise war Podolski ja schon immer ein Sprachgenie. Wir erinnern uns gerne an "Mirosklopf Klose“ oder Sprüche wie “Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln. Und die Ärmel natürlich auch.”

Schaut man sich in der Bundesliga um, dann ist Podolski in guter Gesellschaft. Roman Weidenfeller glänzte vor einem Jahr in einem Interview mit einem arabischen Sender. Jürgen Klopp griff diesen verbalen Fehltritt gleich auf und zitierte seinen Torwart als die Anfrage eines englischen Journalisten nach seinem Erfolgsrezept kam: "We have a grandios Saison gespielt." Unvergessen natürlich auch Lothar Matthäus mit Sprüchen wie "I look not back, I look in front." Herrlich auch Berti Vogts: "Football is playing on Saturday, eleven against eleven“

Zur Begrüßungspressekonferenz sollte sich Podolski auf jeden Fall bei Lothar Matthäus bedienen, der bei seiner Vorstellung bei den New Yorker Metro Stars wusste, was man zum Neuanfang braucht: "I hope we have a little Bit lucky“. Wenn es dann mit dem englisch doch nicht so gut klappt, gibt es bei Arsenal ja immer noch Wojciech Szczesny, Lukasz Fabianski und Laurent Koscielny, die alle polnisch sprechen. Überhaupt weiß Podolski, das man das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren darf. “Polnisch, deutsch, mit den Händen. Hauptsache, der Paß kommt, und der Ball ist im Tor.” 

4. Das Feuerwehrmann-Versprechen

Am 18. Februar wollte uns Michael Preetz einen gewissen Otto Rehhagel als Feuerwehrmann der Hertha verkaufen. Der Meistermacher aus Bremen und Kaiserslautern und König Rehakles wurde als Retter installiert. Zwölf Spieltage hatte er Zeit, die Berliner vor dem Abstieg zu bewahren. In den bisher elf absolvierten Spielen holte die Mannschaft unter seiner Führung gerade mal acht Punkte.

Kann Rehhagel Feuerwehrmann? Den Qualitätssiegel Feuerwehrmann der Liga hatte er sich zuletzt in den 70er Jahren verdient. Bei der Erneuerung seines Feuerwehrmann-Zertifikats im Jahre 2012 droht Rehhagel nun durchzufallen. Zwar steht die abschließende Klausur mit dem Spiel gegen Hoffenheim noch aus, doch alle Anzeichen verdichten sich, dass Rehhagel der Meisterbrief zum Feuerwehrmann der Bundesliga nicht erneut ausgehändigt wird.

Vielleicht hätte er sich bei Red Adair Rat holen sollen. Der auf Großbrände spezialisierte Feuerwehrmann erlangte mit seiner Firma 1991 Kultstatus, als er nach dem Golfkrieg 117 brennende Ölquellen in Kuwait löschen konnte - eigentlich eine Mission Impossible, die er jedoch mit Bravour bestand. Mittlerweile ist er allerdings verstorben. Gute Tipps hätte auch Jörg Berger geben können. Berger gilt als "Vater aller Bundesliga-Retter", wie ihn die Bild einst nannte.

Der Experte für unmögliche Fälle verdankt seinem Ruf nicht zuletzt der Rettung von Eintracht Frankfurt im Jahre 1999, als Franfurt am letzten Spieltag mit 5:1 gegen Kaiserslautern gewinnen konnte und nur wegen der mehr erzielten Tore vor den punkt- und tordifferenzgleichen Nürnbergern lag. "Jörg Berger hätte auch die Titanic gerettet", erklärte Frankfurts Übersteiger-Gott Jan-Aage Fjörtoft damals. Leider ist nun auch Jörg Berger viel zu früh verstorben.

Otto Rehhagel muss sich also am eigenen Schopfe aus dem Sumpf ziehen. Noch kann er unter Mithilfe des FC Bayern den Klassenerhalt schaffen. Wenn es am Ende nicht reicht, dann hat Hertha den Abstieg aber nicht gegen Hoffenheim, sondern eher durch die Heimniederlagen gegen Freiburg und Kaiserslautern verspielt. Dabei hätte Hertha in dieser Saison viel mehr als nur den Klassenerhalt erreichen können. Hertha hatte die historische Chance den VfL Bochum in der ewigen Bundesligatabelle zu überholen und auf Platz 12 zu stürmen.

Nur fünf Punkte fehlen den Berlinern dazu. Im nächsten Jahr ist die Gelegenheit vermutlich vertan, denn beide Clubs treffen sich in Liga zwei wieder. In der ewigen Tabelle der zweiten Bundesliga steht Hertha übrigens 15 Plätze vor dem VfL Bochum. Aber zurück zur aktuellen Tabelle und dem Retter Rehhagel. Es ist unfair, König Otto die Alleinschuld an der derzeitigen Lage in die Schuhe zu schieben. Rehhagel merkte zurecht bei Dienstantritt: "Ich kann keine Tore schießen!“

Der Absturz der Hertha wurde an anderer Stelle eingeleitet. Manager Michael Preetz hatte die alte Dame in einer beispiellos chaotischen Saison durch seine Trainereskapaden ins Verderben gerissen. Bei der Rückkehr von Marcus Babbel nach Berlin gäbe es noch zu klären, wer denn nun gelogen hat, Babbel oder Preetz? So ganz aus dem Kreuzfeuer der Kritik kann man Otto Rehhagel aber dennoch nicht nehmen, denn er hat sich auf Michael Preetz eingelassen. Und wer mit dem Feuer spielt, der ist kein guter Feuerwehrmann.

5. Die Lügen des Herrn Platini

Der kicker hat in einem Alfred-Worm-Preis verdächtigen beispielhaften Stück investigativen Journalismus die Doppelmoral des Michel Platini zu Tage gefördert. Bei seiner Wahl zum UEFA-Präsidenten 2007 hatte Michel Platini angekündigt: "Es gibt Dinge, die im Interesse des Fußballs geändert werden müssen.“ Im eklatanten Widerspruch dazu ließ die UEFA jetzt verlauten, die Regelung für Gelbsperren in der Champions League in den nächsten drei Jahren nicht verändern zu wollen.

Doch die UEFA hatte nicht mit dem kicker gerechnet. In einem schwarz umrandeten Kasten, der einer Todesanzeige nicht ganz unähnlich war, titelte das Sportmagazin in der Donnerstagsausgabe: "kicker fordert Begnadigung für Alaba und Co.“ In einem schonungslos offenen Brief des mutigen kicker-Chefredakteurs Klaus Smentek, der nur mit der Reise Axel Springers zu Nikita Chruschtschow 1958 zu vergleichen ist, wo Springer gegen Windmühlen ankämpfend die Einigung Deutschlands verlangte, forderte Smentek: "Zeigen Sie, dass bei der UEFA die Sportlichkeit an erster Stelle steht und nicht überholte Paragrafen.“

In der UEFA-Zentrale entstand nach dieser Intervention sofort Unruhe. Pläne jeweils einen der drei Spieler von Bayern und Chelsea freizusprechen, um dem gewaltigen öffentlichen Druck, der durch den offenen Brief entstanden war, entgegenzuwirken, wurden in letzter Minute wieder verworfen, denn Michel Platini fragte: "Klaus wer?“ Das hier keine Missverständnisse entstehen, in der Sache pflichten wir dem kicker bei. Auch wir haben überlegt in einen Streik zu treten. "Hungern für Alaba“ - lagen die Titelzeilen schon im virtuellen Setzkasten.

Doch wie sagte unsere Vorbild Bernie Ecclestone, dessen großes Konterfei unsere Redaktionsräume neben den Bildern von Pol Pot und Nicolae Ceaușescu schmückt, noch gleich: "Wir sind nur am Sport interessiert, nicht an der Politik.“ Was das ganze mit dem 34. Bundesligaspieltag zu tun hat? Nichts, aber es musste mal gesagt werden.

Michel Massing 

sportal.de / sportal

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(