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Bittere Bilanz: Torkrise, Ausverkauf, spielerische Armut: So schlecht ist die Bundesliga wirklich

In acht Partien geht es am letzten Spieltag noch um etwas. Doch wie fällt die Gesamtbilanz dieser Bundesliga-Saison aus? Mehrere Zahlen werfen kein gutes Licht auf das Hochglanzprodukt.

Tore, Taktik, Stars, Zuschauer, Europa : die Sorgen der Bundesliga

Weniger Zuschauer, weniger Finesse, weniger Tore: Das ist die (bittere) Bilanz der Bundesliga-Saison 2017/18

DPA

Krimi im Abstiegskampf, mehr als ein Drittel der Bundesliga-Clubs kämpft um Europa. In acht der neun Partien des letzten Spieltags fällt am Samstag noch eine relevante Entscheidung. Das klingt nach Spannung bis zum Schluss.

Doch in Wahrheit fällt die Bilanz der einst als "stärksten Liga der Welt" gepriesenen Fußball Bundesliga zwiespältig aus. Eine Betrachtung von wichtigen Kernzahlen beweist einen teils deutlichen Qualitätsverlust hinter dem konkurrenzlosen FC Bayern. Ein Alarmsignal nicht nur für den Bundestrainer.

Maue Tor-Quote im Oberhaus

TORE Die Minimalisten des FC Schalke 04 stehen sinnbildlich für die Torkrise der Liga. Nur bei zwei seiner 17 Siege erzielte der Revierclub mehr als zwei Treffer, gewann viermal 1:0 - und sicherte sich so souverän einen Champions-League-Platz. Insgesamt fielen bislang lediglich 2,76 Tore pro Partie, nur sechsmal war der Schnitt in der Bundesliga-Geschichte niedriger. Kein Team außer den Über-Bayern (+67) hat eine Tordifferenz von +20 - ähnlich mäßig war das zweitbeste Team der Liga zuletzt 1996. Bei bislang 24 Zählern Vorsprung auf den FC Schalke ist auch noch der eigene Liga-Rekord von 25 Punkten aus der Saison 2012/13 für die Münchner greifbar.

Spielerische Armut durch Taktik-Trends

TAKTIK Die große Ausgeglichenheit der Liga hinter dem enteilten Rekordmeister ergibt sich auch aus dem immer stärkeren Trend zur gleichen Taktik: Umschaltspiel, Konter, Pressing als Zauberworte sorgen für defensive Stabilität - aber auch spielerische Armut. "Ein Kernproblem ist schon, dass man in der Bundesliga immer gegen den Ball arbeiten will", analysierte Joachim Löw diese Saison. "Aber die Frage ist, was passiert, wenn ich den Ball habe? Das ist das Allerwichtigste." Er schaue die Spiele auch "als Konsument", berichtete Kölns Geschäftsführer Armin Veh und gestand: "Da schalte ich inzwischen bei vielen Spielen weg."

Das Verschwinden der Zuschauermagneten

ZUSCHAUER Und auch im Stadion wird der Andrang geringer. Zwar kamen insgesamt gut 3000 Besucher pro Partie mehr in die Stadien als noch 2016/17, dies ist allerdings durch den Austausch der zuschauerschwachen Standorte Ingolstadt und Darmstadt mit Stuttgart und Hannover begründet. Bei zwölf der verbliebenen 16 Bundesligisten sank der Schnitt dagegen im Vergleich zur Vorsaison: meist marginal, beim Hamburger SV, bei RB Leipzig, VfL Wolfsburg und vor allem Hertha BSC allerdings im vierstelligen Bereich pro Spiel. Sollte der HSV neben dem 1. FC Köln absteigen, verliert die Liga zwei Zuschauermagneten - Fortuna Düsseldorf und der 1. FC Nürnberg können dies nicht ganz auffangen.

Ungleichheit unter den Torjägern der Liga

 STARS Das Rennen um die Torjägerkanone war spätestens in der Winterpause entschieden - und nicht auf sportlichem Weg. Nach dem Abgang von Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang zum FC Arsenal hat Robert Lewandowski (29) fast doppelt so oft getroffen wie die folgenden Nils Petersen (15), Mark Uth und Kevin Volland (je 14), für die sich die Bezeichnung Verfolger verbietet. Der Ausverkauf von Talenten ins Ausland setzte sich nach 2016/17 (Henrik Mkhitaryan/Leroy Sané/Ilkay Gündogan/Julian Draxler), 2015/16 (Kevin De Bruyne/Roberto Firmino) und 2014/15 (Toni Kroos/Marc-André ter Stegen) fort. In Leon Goretzka hielten die Bayern nun zwar einen potenziellen Topstar in der Liga - könnten aber die Ungleichheit noch weiter manifestieren.

International ist die Bundesliga (bald) abgeschlagen

EUROPAPOKAL Der Qualitätsverlust spiegelt sich auch auf internationaler Bühne wider. Viele kollektive Fehlschläge wie dieses Jahr darf sich die Bundesliga nicht mehr erlauben. Noch ist der Platz unter den Top-Vier in der Fünfjahreswertung nicht akut gefährdet, doch schon nach 2019/20 könnte das vierte garantierte Champions-League-Ticket wackeln. Mit 9,857 Punkten liegt der deutsche Fußball diese Saison noch hinter Russland und Frankreich - so schlecht war die Bundesliga zuletzt 2006/07. Auch international dominieren die Bayern und sorgten mit dem Halbfinaleinzug in der Königsklasse für mehr als 40 Prozent der deutschen Zähler.

Bayern-Torjäger in der Kritik: Lewandowski - Scheinriese oder Weltklasse-Stürmer?


Florian Lütticke / fs / DPA

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Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?