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Champions League/Uefa-Cup: Traumlos für die Bayern

Bayern München kann mit dem Gegner im Achtelfinale der Champions League sehr gut leben. Gegen Sporting Lissabon sollte ein Weiterkommen möglich sein. Im Uefa-Cup erwischten der VfB Stuttgart und Werder Bremen schwere Brocken, der Hamburger SV und Wolfsburg dürfen aufatmen.

Der FC Bayern München ist fünf Tage vor Heiligabend vorweihnachtlich beschert worden. Mit "Glückslos" Sporting Lissabon wurde dem deutschen Fußball-Rekordmeister am Freitag der auf dem Papier leichteste Gegner für das Champions-League-Achtelfinale zugelost.

Ganz andere Kaliber wie Michael Ballacks FC Chelsea, der im Knüller der ersten K.o.-Runde auf Juventus Turin trifft, oder Inter Mailand (gegen Titelverteidiger Manchester United) blieben den Bayern erspart.

"Was da alles im Lostopf war: Inter, Chelsea, Real, da kann man wirklich zufrieden sein. Sporting ist ein Gegner, den der FC Bayern ausschalten kann", sagte Nationalspieler Philipp Lahm. "Unter dem Strich kann man sagen, wir haben ein gutes Los gezogen", meinte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zu den Duellen am 25. Februar und 10. März 2009, bei denen die Bayern auch den Vorteil des Rückspiels in der Allianz Arena haben. Zudem haben sie gute Erinnerungen an Sporting, gegen das sie 2006/2007 (0:0/1:0) ohne Gegentor blieben.

Vor echten Herausforderungen stehen dagegen zwei Vereine aus dem deutschen Quartett im Uefa-Cup-Wettbewerb. Champions-League-Absteiger Werder Bremen misst sich mit dem AC Mailand (Champions-League-Sieger 2007) und der VfB Stuttgart steht gegen Uefa-Pokal-Titelverteidiger Zenit St. Petersburg vor einer ebenso hohen Hürde.

Guten Karten haben dagegen die anderen DFB-Clubs: Der Hamburger SV ist gegen den NEC Nijmegen aus den Niederlanden ebenso favorisiert wie der unter Felix Magath erstarkte VfL Wolfsburg gegen Paris St. Germain, das seiner Form der Vorjahre hinterherhinkt. Zudem haben der HSV und die "Wölfe" den Vorteil, dass sie als Gruppensieger zuerst auswärts antreten.

Rummenigge träumt vom Halbfinale

Auf den Bayern-Dusel bei der Auslosung für die nächste Runde der Königsklasse folgte kollektiver Optimismus. Zwar warnte Trainer Jürgen Klinsmann davor, die Portugiesen zu unterschätzen, "aber wir wollen ins Viertelfinale, und die Chancen hierfür stehen ganz gut." Auch sonst herrscht Optimismus pur: "Im Rückspiel in der mit 66 000 sicherlich ausverkauften Allianz Arena werden wir hoffentlich alles klar machen und weiterkommen", befand Bayern-Kapitän Mark van Bommel. Und Torjäger Miroslav Klose ergänzte hoffnungsfroh: "Es hätte wirklich schlimmer kommen können. Lissabon können wir rauswerfen."

Da angesichts der Knaller Chelsea gegen Juventus, Inter gegen ManU und Real Madrid gegen FC Liverpool "zumindest drei Favoriten auf den Champions-League-Sieg" auf der Strecke bleiben werden, denkt Rummenigge insgeheim schon an die erste Halbfinal-Teilnahme seit 2001. "Es wäre wunderbar, wenn uns das mal wieder gelingen würde."

Optimismus verbreiten auch die Verantwortlichen in Hamburg und Wolfsburg. "Nijmegen ist sicher ein machbarer Gegner", sagte HSV-Chef Bernd Hoffmann, während VfL-Coach Magath gegen Paris St. Germain dank des Heimrechts im Rückspiel "gute Chancen auf das Weiterkommen" sieht. Im AC Mailand erkannte Werder Kapitän Frank Baumann "eines der schönsten Lose", aber es wird sicher auch ein ganz schweres sein.

Und beim VfB Stuttgart schlug das "absolute Hammerlos" (Sportdirektor Horst Heldt) mit Zenit St. Petersburg als Gegner ein wie eine Bombe. "Jeder kann sich noch daran erinnern, wie Zenit letzte Saison gegen Bayern brilliert hat", betonte VfB-Kapitän Thomas Hitzlsperger in Gedanken an die Münchner 0:4-Uefa-Cup-Pleite in Russland. Und ergänzte: "Schwerer hätte es für uns nicht kommen können."

DPA / DPA

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