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DFB-Pokal: Freiburg Opfer Nummer vier - ETV wird verschont

Schon vier Bundesligisten sind in der ersten Pokalrunde ausgeschieden. Nach Wolfsburg, Leverkusen und Bremen erwischte es nun auch den SC Freiburg. Bei der Juniorenelf der SpVgg Unterhaching unterlagen die Badener 2:3. Die echten Junioren vom Hamburger ETV kamen dagegen glimpflich davon.

Als vierter Bundesligist nach dem VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen und Werder Bremen ist der SC Freiburg gegen unterklassige Konkurrenz aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Bei der SpVgg Unterhaching reichte dem Sportclub weder eine 1:0-Führung nach zehn Minuten noch der 2:2-Ausgleich in der 74. Minute, zum wenigstens eine Verlängerung herauszuholen.

Für Marcus Sorg war es ein missratenes Pflichtspieldebüt, für den SC Freiburg das erste Erstundenaus seit 1997. Ohne den erkrankten Goalgetter Papiss Demba Cissé gingen die Badener schon früh durch Cedrick Makiadi in Führung. Dass Roland Sternisko für die junge Mannschaft von Heiko Herrlich ausglich, war dem viel größeren Engagement des Drittligisten zu verdanken.

Die weiteren Treffer für Haching entsprangen allerdings zwei Foulelfmetern, von denen zumindest der zweite sehr fragwürdig war. Beide verwandelte Mijo Tunjic sicher, aber konnte man kurz nach Wiederanpfiff noch mit etwas gutem Willen von einem Foul von Oliver Barth an Florian Niederlechner sprechen, so war Guido Winkmanns Pfiff in der 87. Minute extrem hart, als er Beg Ferati des Foulspiels an Yannic Thiel bezichtigte.

So entschied der Unparteiische das Spiel, nachdem Stefan Reisinger zuvor den Bundesligisten mit seinem 2:2-Abstauber aus kurzer Distanz nach einer Ecke wieder zurück ins Geschäft gebracht hatte. Von der Gesamtleistung her hatte sich der Sportclub das Weiterkommen allerdings auch nicht verdient. Immerhin kann Freiburg sich nun voll auf den zu erwartenden Abstiegskampf in der Bundesliga konzentrieren.

Anker Wismar - Hannover 96 0:6

In der vergangenen Saison scheiterte Hannover 96 in der ersten Runde an der SV Elversberg und tanzte vom ersten Spieltag an nur auf einer Hochzeit. In dieser Spielzeit will Mirko Slomkas Team in drei Wettbewerben gleichzeitig reüssieren, und den Auftakt dazu legten die Roten in Lübeck gegen Anker Wismar. Der Fünftligist war für Hannover nie ein echter Prüfstein.

Mit konzentrierter Effizienz, aber ohne sich total zu verausgaben, führte 96 schon zur Pause mit 4:0, so dass die von den Mecklenburgern erhoffte Pokalsensation früh außer Frage stand. Mohammed Abdellaoue erzielte die ersten beiden Treffer, in der 13. Minute nach Vorarbeit von Jan Schlaudraff von rechts, in der 25. nach Assist durch Konstantin Rausch von links.

Der Norweger drehte weiter groß auf und bereitete noch vor der Pause auch die nächsten beiden Tore vor, die jeweils Lars Stindl markierte. Abdellaoue hätte sogar noch einen dritten Assist verbuchen können, hätte Sergio Pinto nicht Mitte der zweiten Spielhälfte einen von ihm herausgeholten Foulelfmeter über die Latte geschossen. So begnügte sich der Stürmer im Folgenden mit einer Rolle im Spielaufbau und leitete mit einem Pass auf Rausch das fünfte Tor nur indirekt ein, bevor Moritz Stoppelkamp die Hereingabe Rauschs verwertete.

Stoppelkamp, mit 26 Toren bester Vorbereitungsschütze der Roten, kam in der 64. Minute auf den Platz und brauchte nur 12 Minuten, um das Ergebnis auf 0:6 zu schrauben. Nach dem beschriebenen ersten Treffer war wiederum Abdellaoue in die Entstehung des nächsten Tores involviert, als er Schlaudraffs Lattenschuss auflegte. Den Abpraller verwertete dann Stoppelkamp.

Eimsbütteler TV - SpVgg Fürth 0:10

Das befürchtete Rekordergebnis der Pokalgeschichte wurde es nicht. Immerhin aber stellten die Fürther bei der A-Jugend des Hamburger Landesligisten ETV noch die Bestmarke des Vortages ein, als Paderborn ebenfalls mit 10:0 in Ahlen gewonnen hatte. Vor 2.000 Zuschauern, die ins Stadion des ETV-Lokarivalen SC Victoria auf der Hoheluft gekommen waren, ließ der Zweitligaspitzenclub es gegen die hoffnungslos unterlegenen Junioren zunächst locker angehen.

So stand es dann auch zur Pause nur 0:3, durch die Tore von Mergim Mavraj (17.) und Sercan Sararer (19. und 25.). Sararer war dann auch in der zweiten Halbzeit noch zweimal erfolgreich (76., 85.). Zudem trafen Sebastian Tyrala (54., 70.), Bernd Nehrig (66., 11m), Christopher Nöthe (80.) und Christian Rahn (88.).

So vermieden die Hamburger das viel beschworene 0:17, das historische höchste Ergebnis der deutschen Pokalgeschichte, das 1941 im Spiel Knielingen gegen die Stuttgarter Kickers erzielt worden war.

Karlsruher SC - Alemannia Aachen 3:1

In einem Duell zweier Zweitligisten untereinander unterlag Tabellenschlusslicht Alemannia Aachen auch im Pokal und machte damit seinen schlechten Saisonstart perfekt. In ungewohnten goldenen Trikots angetreten, ging die Mannschaft von Peter Hyballa sogar in der siebten Minute in Führung, als Kevin Kratz einen Foulelfmeter verwandelte. Der KSC kam durch den Ex-Aachener Patrick Milchraum noch in der ersten Spielhälfte zum Ausgleich.

Nach der Pause begegneten sich die Teams auf durchschnittlichem Zweitliganiveau und auf Augenhöhe. Aber Karlsruhe war von zwei gleichwertigen die etwas mutigere Mannschaft. Während Aachen auf die Verlängerung wartete, warf der KSC am Ende noch einmal alles nach vorne und wurde durch Tore von Dennis Kempe (83.) und Gaetan Krebs in der Nachspielzeit belohnt.

FC Oberneuland - FC Ingolstadt 1:4

Nur drei Kilometer von Benno Möhlmanns Wohnung, aber mehr als 500 Kilometer von der Heimat des FC Ingolstadt entfernt mussten die Schanzer in der ersten Pokalrunde antreten. Vor nur 1.200 Zuschauern, die zudem traditionellerweise in Oberneuland nicht gerade Pokalfightatmosphäre versprühten, ging Ingolstadt zwar früh mit 2:0 in Führung, doch die Tore von Moritz Hartmann (10.) und Stefan Leitl (19., 11m) sorgten noch nicht für die Entscheidung.

Denn ein toller Anschlusstreffer von Gökhan Aktas, der den Ball nach einer halben Stunde perfekt in den Winkel schlenzte, brachte den Proficlub ins Schlingern. Großchancen für Oberneuland und ein nicht gegebener Elfmeter nach einem Handspiel von Caiuby hätten den Ausgleich bedeuten können, ehe erneut Hartmann (7.1) und der eingewechselte José Ikeng (87.) doch noch für ein standesgemäßes Ergebnis sorgten.

Daniel Raecke

sportal.de / sportal

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.