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DFB-Pokal: Kiraly und Kahn: Helden der letzten Minuten

Bayern München und Hertha BSC ziehen in das Achtelfinale ein. Sie siegten im Elfmeterschießen gegen Nürnberg und Hansa Rostock.

Rekordmeister Bayern München ist in einem Pokalkrimi haarscharf an einer deftigen Blamage vorbei geschrammt. Mit einem glücklichen 7:6 im Elfmeterschießen gegen den 1. FC Nürnberg rettete sich der Cup-Verteidiger am Dienstag mit knapper Not in das Achtelfinale des DFB-Vereinspokals. Ein ebenfalls erst in der Elfmeter-Lotterie erreichte 4:3-Erfolg von Hertha BSC bei Hansa Rostock erhielt dem Berliner Trainer Huub Stevens vorerst den Arbeitsplatz. Neben Bayern und Berlin zogen mit dem VfB Stuttgart (1:0 bei Wacker Burghausen), Werder Bremen (3:1 n.V. gegen VfL Wolfsburg) und dem 1. FC Köln (3:2 bei VfL Wolfsburg/A) drei weitere Bundesligisten in die Runde der letzten 16 ein. Begleitet werden sie vom Zweitligisten VfB Lübeck (3:2 beim FC St. Pauli.)

Kiraly rettete Stevens

Hertha-Torwart Gabor Kiraly erwies sich als Schutzengel für Stevens, als er den entscheidenden Elfmeter von Gernot Plassnegger hielt. Vier Tage nach dem 1:0-Sieg über Hansa Rostock erzielte die Mannschaft den von der Berliner Vereinsführung geforderten zweiten Sieg. Der Vorstand hatte im Vorfeld die Zukunft des Trainers von dem Ergebnis des Spieles abhängig gemacht. Stevens durchlebte ein Wechselbad der Gefühle. Luizao gelang wie am Samstag zwar die frühe Führung, doch Marcus Lantz (63./111.) brachte Rostock in Front, ehe Rafael Nando (120.) in letzter Minute der Verlängerung ein kleines Wunder einleitete.

Ist Huub Stevens der richtige Trainer für Hertha BSC Berlin?

Bayern im Glück

Der elfmalige Pokalsieger Bayern München kam dank Oliver Kahn trotz enttäuschendem Spiel mit einem gehörigen Schrecken davon. Der Nationaltorwart parierte im "Shootout" gegen Marek Nikl und sorgte nach einer peinlichen Vorstellung noch für ein Münchner Happyend. Die dicht vor der Sensation stehenden Nürnberger gingen durch Robert Vittek (11.) in Führung. Mit seinem bereits zehnten Pflichtspieltor war außer auf Kahn bei den Bayern nur auf Roy Makaay (36.) Verlass.

Wie Stevens erhielt sich auch Friedhelm Funkel, dem vor dem Auftritt bei den Amateuren des VfL Wolfsburg beim 1 FC Köln ein ähnliches Ultimatum gestellt worden war, durch die 3:2-Zitterpartie eine weitere Bewährungschance. Marius Ebbers (89.) verschaffte dem Coach mit dem späten Siegtor eine Atempause.

VfB Stuttgart mit weißer Weste

Ohne Timo Hildebrand, dem Trainer Felix Magath eine schöpferische Pause gönnte, behielt der VfB Stuttgart bei Wacker Burghausen eine weiße Weste. Vertreter Dirk Heinen ließ hinten keinen Gegentreffer zu, vorne sorgte Imre Szabics (55.) für den Erfolg des Vizemeisters bei dieser glanzlos absolvierten Pflichtaufgabe.

Der Bundesliga-Dritte Werder Bremen geriet gegen den VfL Wolfsburg durch Pablo Thiam (6.) in Rückstand. Ailton (54.) schaffte zwar den Ausgleich, doch erst in der Verlängerung wurden die Hanseaten dank Johan Micoud (95.) und Angelos Charisteas (101.) ihrer Favoritenrolle vor 15 080 Zuschauern noch gerecht.

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