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DFB-Pokal: Schalke problemlos, Hertha zittert sich durch Verlängerung

Die Bundesligisten werden ihrer Favoritenrolle gerecht - wenn auch mit viel Mühe: Stuttgart, Dortmund und Gladbach kämpften. Hertha musste sogar in die Verlängerung. Der 1. FC Nürnberg überzeugte hingegen, und Schalke glänzte mit einem klaren 4:0 - einzig Trainer Felix Magath schien nicht zufrieden.

Einen Tag nach dem Pokal-K.o. des FSV Mainz 05 haben acht Clubs aus der Bundesliga die erste Runde des Cup-Wettbewerbs unbeschadet überstanden.

Ein wenig bangen musste am Samstag nur der VfB Stuttgart, ehe der 4:1-Sieg beim Viertligisten FC Sonnenhof Großaspach feststand. Mehr oder weniger problemlos erreichten Borussia Mönchengladbach (2:1 beim FSV Frankfurt), Borussia Dortmund (3:1 bei der SpVgg Weiden), der 1. FC Nürnberg (3:0 bei Dynamo Dresden), der 1. FC Köln (3:0 bei Kickers Emden) und der SC Freiburg (2:0 beim SV Elversberg) die 2. Runde, die am 8. August ausgelost wird. FC Schalke 04 war für die Amateure vom TSV Germania Windeck zu stark (4:0). Hertha BSC machte es hingegen richtig spannend: Gegen Preußen Münster klärten die Berliner erst in der Verlängerung die Verhältnisse (3:1).

Aufsteiger Mainz war am Freitagabend mit 1:2 nach Verlängerung beim VfB Lübeck auf der Strecke geblieben.

55 Minuten lang wandelte auch der VfB Stuttgart gegen Großaspach am Rande des Pokal-K.o., dann leitete Thomas Hitzlsperger mit dem 1:1 die Wende ein. Cacau (62.) und Jan Simak (66./88.) schossen den am Ende standesgemäßen Sieg der Schwaben gegen die Amateure heraus. Schaban Ismaili (37.) hatte den Viertligisten unter dem Jubel tausender Fans in Heilbronn in Führung gebracht.

Matchwinner Barrios

Im ersten Pflichtspiel unter Michael Frontzeck setzte sich Borussia Mönchengladbach souverän beim Zweitligisten FSV Frankfurt durch. Juan Fernando Arango (27.), Neuzugang aus Venezuela, und Roberto Colautti (59.) erzielten bei einem Gegentreffer durch Junior Ross (72.) die Tore für die Gäste. Einen höheren Erfolg vereitelte FSV-Schlussmann Patrick Klandt, der einen Foulelfmeter von Michael Bradley parierte (8.). Beim FSV sah Dajan Simac (48.) die Rote Karte.

Auch für Borussia Dortmund war beim Pokal-Erfolg in Weiden ein Neueinkauf der Matchwinner. Der Argentinier Lucas Barrios traf in der 24. Minute zum 1:0 und bereitete den zweiten Treffer durch Nuri Sahin (46.) vor. Das Gegentor von Alberto Mendez (78.) sorgte noch einmal für Spannung, ehe Mohamed Zidan (90.+1) alles klar machte. Schlecht gespielt, aber gewonnen: So lautete das Motto des 1. FC Köln beim Fünftligisten Kickers Emden. Youssef Mohamad (37.), Wilfried Sanou (59.) und Rückkehrer Lukas Podolski (88.) trafen für die "Geißböcke".

Bielefeld ganz souverän

Wenig Probleme hatte Bundesliga-Rückkehrer 1. FC Nürnberg bei seinem Gastspiel in Dresden. Peer Kluge (12.), Marek Mintal (25.) und Ilkay Gündogan (54.) sorgten mit ihren Toren zum 3:0 für klare Verhältnisse und verabschiedeten den Drittliga-Vertreter aus dem Wettbewerb. Auch der andere Aufsteiger SC Freiburg ließ beim viertklassigen SV Elversberg nichts anbrennen. Heiko Butscher (30.) und Stefan Reisinger (82.) machte das Weiterkommen für die Breisgauer perfekt.

Im einzigen Zweitliga-Duell der Runde setzte sich der TSV 1860 München mit 1:0 bei Aufsteiger SC Paderborn.07 durch. Abwehrspieler Radhouene Felhi (24.) brachte die "Löwen" eine Runde weiter. Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld behauptete sich bei der SpVgg Unterhaching durch die Treffer von Daniel Halfar (32.), Christopher Katongo (45.) und Giovanni Federico (52.) ungefährdet mit 3:0.

Felix Magath ungehalten

Der neue Trainer und Manager Felix Magath hat seine erste Pflichtaufgabe mit den Fußball-Profis des FC Schalke 04 sicher, aber glanzlos gelöst. Carlos Zambrano (10. Minute), Kevin Kuranyi (43.), Lewan Kenia (68.) und Benedikt Höwedes (85.) erzielten die Tore vor 16.000 Zuschauern im Kölner RheinEnergieStadiondes als Gäste des TSV Germania Windeck.

Der NRW-Ligist, der sich mit dem Erfolg im Mittelrhein-Pokal gegen den Bonner SC erstmals für die Hauptrunde der besten 64 qualifiziert hatte, bot eine engagierte Leistung, konnte die Magath-Elf aber nicht ernsthaft gefährden.

Magath, der die Wolfsburger Meister-Taktik mit zwei Stürmern (Kuranyi/Halil Altintop) spielen ließ, wirkte immer wieder unzufrieden, obwohl seine Elf nach vorn agierte und Neuzugang Lewis Holtby sich stets bemühte, die Offensive zu beflügeln. Kuranyis 2:0 sorgte dann für Beruhigung bei Magath, der auf die verletzten Jermaine Jones, Christian Pander und Predrag Stevanovic verzichten musste.

Am Sonntag spielt der Pokalverteidiger Werder Bremen bei Union Berlin vor. Die Bayern treffen auf Neckarelz. Montag steigt das Spitzenspiel der ersten Pokalrunde zwischen Zweitliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf und dem HSV.

DPA/kbe

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