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Eintracht Frankfurt: Mannschaftsrat fordert wohl harte Strafe für Filip Kostic nach Trainingsstreik

20210515_Filip Kostic_Frankfurt
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Der Trainingsstreik von Frankfurts Filip Kostic hat nun offenbar erste Konsequenzen, auch der Mannschaftsrat der Adler fordert ein deutliches Zeichen.

Filip Kostic wollte Eintracht Frankfurt kurz vor der Schließung des Transfernsters unbedingt noch verlassen. Laut der Sport Bild erwarten den Serben nun harte Konsequenzen, die auch im Sinne seiner Teamkollegen sind.

Demnach muss Kostic für sein Verhalten eine Strafe in Höhe von rund 100.000 Euro bezahlen. Der Mannschaftsrat um Kapitän Sebastian Rode soll dem Bericht zufolge ebenfalls eine harte Sanktion gefordert haben.

Die Adlerträger seien zwar bereit, den 28-Jährigen nach seinem geplatzten Wechsel wieder aufzunehmen, würden sich aber ein deutliches Zeichen der SGE-Verantwortlichen wünschen. Kostic hatte einen Transfer zu Lazio Rom forcieren wollen und war unter anderem nicht zum Training erschienen.

Konsequenzen für Trainingsstreiks? "Reicht aus, um eine fristlose Kündigung zu rechtfertigen"

Gregor Reiter, der bis zu Beginn des Jahres Geschäftsführer des Spielerberater-Verbands DFVV war, fordert indes eine fristlose Kündigung wegen des Trainingsstreiks. "Ein Training und ein Spiel individuell vorsätzlich zu verweigern ist schwerwiegende Vertragsverletzung, die in meinen Augen ausreicht, um nach einer erfolgten Abmahnung eine fristlose Kündigung durch den Verein zu rechtfertigen", erklärte Reiter gegenüber dem Sportmagazin.

In jenem Fall wäre Kostic trotzdem nicht ablösefrei. Aufgrund von Paragraf 628 aus dem BGB könnte Schadensersatz fällig werden. Der Richtwert soll die entgangene Ablöse für Kostic sein, die angeblich bei rund 15 Millionen Euro plus Bonuszahlungen gelegen hätte.

Kostic: Ex-Chef der DFVV fordert harte Strafe

Frankfurt verzichtet hingegen auf die Maßnahme, wie aus dem Bericht hervorgeht. Als Gründe werden Kostics Wichtigkeit und dessen Vermögenswert genannt. Sein Marktwert beläuft sich angeblich auf über 30 Millionen Euro.

"Meiner Ansicht nach würde bereits ein Urteil eines Arbeitsgerichts zulasten des sich vorsätzlich weigernden Spielers reichen, um diese Unsitte in Deutschland zu beenden", forderte Reiter und schob nach: "Die DFL wäre gut beraten, wenn sie - im Interesse aller Vereine und aller rechtschaffenden Spieler - Eintracht Frankfurt angerufen hätte und um den Gefallen einer Klage gebeten hätte."

Kostic-Transfer scheiterte an Ablösesumme

Kostics Wechsel war auch geplatzt, weil Lazio Rom kein angemessenes Angebot abgegeben hatte, wie SGE-Sportdirektor Markus Krösche bestätigte. Italienische Medien berichteten hinterher, dass den Römern absichtlich eine falsche E-Mail-Adresse genannt wurde, um einen Wechsel zu verhindern.

Auf Anfrage von Goal und SPOXwidersprach die SGE am Mittwoch dieser Darstellung jedoch vehement. Man habe Lazio keine falsche Mail-Adresse genannt.

Goal

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