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EM-Qualifikation Frankreich blamiert sich immer weiter


Frankreich hat nach der missratenen Fußball-WM die nächste Blamage erlebt. Der einstige Welt- und Europameister verlor beim Start in die EM-Qualifikation 0:1 gegen Weißrussland. Besser machten es Niederländer, Spanier und Engländer. Italien mühte sich.

Mit einem ungefährdeten Auswärtssieg ist der deutsche Gruppen-Rivale Türkei in die Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2012 gestartet. Die Türken gewannen am Freitag 3:0 (2:0) beim Außenseiter in Kasachstan, der vom deutschen Trainer Bernd Storck betreut wird. Den praktisch schon entscheidenden zweiten Treffer erzielte Hamit Altintop vom deutschen Rekordmeister FC Bayern München in der 28. Minute. Nur zwei Minuten zuvor hatte Arda Turan die Gäste in Astana in Führung gebracht. Zum Endstand traf Nihat Kahveci (76.). Der Frankfurter Halil Altintop wurde vom neuen türkischen Auswahltrainer Guus Hiddink in der Schlussphase eingewechselt.

Frankreichs Fußball-Nationalmannschaft ist der Neubeginn nach der blamablen Weltmeisterschaft dagegen gründlich misslungen. Der einstige Welt- und Europameister verlor beim Start in die EM-Qualifikation am Freitag in Paris 0:1 (0:0) gegen Weißrussland. Der eingewechselte Sergej Kisljak machte in der 86. Minute den Sieg der Gäste perfekt. Frankreichs neuer Nationaltrainer Laurent Blanc verzichtete nach der missratenen WM auf einige gesperrte Spieler, darunter Franck Ribéry von Bayern München.

Besser als die Franzosen machten es die Engländer. Die "Three Lions" erwischten mit dem 4:0 (1:0)-Heimsieg über Bulgarien einen Auftakt nach Maß. Jermain Defoe zeigte dabei eine überragende Leistung. Der Angreifer von Tottenham Hotspur traf schon in der 2. Minute zur Führung und war im Londoner Wembley-Stadion außerdem noch in der 61. und 86. Minute erfolgreich. Das vierte Tor für die Schützlinge von Trainer Fabio Capello gelang dem eingewechselten Adam Johnson (83.).

Weltmeister Spanien und Finalgegner Niederlande lösten ihre ersten Aufgaben ebenfalls souverän. Die Spanier gewannen in Liechtenstein 4:0 (2:0). Der bei der WM noch enttäuschende Torjäger Fernando Torres meldete sich mit zwei Toren in der 18. und 54. Minute zurück. David Villa (26.) und David Silva (62.) markierten die weiteren Tore.

Italien vermeidet Fehlstart

Vizeweltmeister Niederlande siegte 5:0 (2:0) in San Marino. Mann des Abends für die "Oranje"-Auswahl war der Neu-Schalker Klaas-Jan Huntelaar mit drei Treffern in der 38., 48., und 67. Minute. Die Führung hatte Dirk Kuyt (16.) per Elfmeter besorgt, den Schlusspunkt setzte der Hamburger Ruud van Nistelrooy (90.+1.).

Die Niederländer erwarten in der Gruppe E am Dienstag Finnland, das überraschend.0:2 (0:0) bei Fußball-Zwerg Moldau verlor. Kapitän Sami Hyypiä von Bayer Leverkusen sah in der 36. Minute die Rote Karte, nachdem er Viorel Frunza an den Beinen festgehalten und zu Fall gebracht hatte. Alexandru Suworow (69.) und Anatolie Doros (74.) machten den Erfolg der Gastgeber perfekt. Ebenfalls in der Staffel E setzte sich Schweden 2:0 (0:0) gegen Ungarn durch.

Der viermalige Weltmeister Italien vermied einen Fehlstart. Die neu formierten Italiener siegte nach einem.0:1-Rückstand noch 2:1 (0:1) in Estland. Nach der Führung der Gastgeber durch Sergej Senjow (31.) schafften Antonio Cassano (60.) und Leonardo Bonucci (63.) nach Vorarbeit von Cassano in Tallinn mit einem Doppelschlag die Wende. Damit gelang dem neuen Trainer Cesare Prandelli nach dem Vorrunden- Aus bei der WM ein erfolgreiches Pflichtspiel-Debüt.

Der Stuttgarter Pawel Pogrebnjak schoss Russland beim glanzlosen 2:0 (1:0) in Andorra zum Sieg. Der VfB-Angreifer erzielte in der 14. und 64. Minute mit einem Foulelfmeter die Tore für Russland, das nun vom Niederländer Dick Advocaat betreut wird. Gruppengegner Irland von Trainer Giovanni Trapattoni mühte sich zum 1:0 (0:0) in Armenien. Mladen Petric vom Hamburger SV und Ivica Olic von Bayern München brachten Kroatien beim 3:0 (1:0) in Lettland auf Kurs. Petric (43.) traf kurz vor der Pause und bereitete das 2:0 durch Olic (51.) vor.

DPA/kbe DPA

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