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Bundesliga im stern-check: Die Bayern haben einen Schiri-Bonus, oder?

Hoffenheim ist im Spiel gegen Bayern klar benachteiligt worden. War es der Bayern-Bonus? In Dortmund feierten sie Jürgen Klopp ab und die Leverkusener Ultras zeigten eine peinliche Aktion.

Von Tim Schulze

Pep Guardiola im Zwiegespräch mit Matthias Sammer während des Spiels in Hoffenheim

Pep Guardiola im Zwiegespräch mit Matthias Sammer während des Spiels in Hoffenheim

Die Ergebnisse des Spieltages

Hier finden Sie alle Ergebnisse, Tabellen und Highlights im Überblick.

Die Aufreger des Tages

Zugegeben, sich über Schiedsrichter aufzuregen gehört zum Fußball wie Bier und Wurst. Fehlentscheidungen gehören zur Tagesordnung. Okay. Aber es gab am Wochenende doch einige, die schwer verdaulich waren und über die wir reden müssen Fall 1: Tobias Stieler gab im Spiel der Bayern gegen Hoffenheim eine schwache Figur ab. Man könnte auch sagen, Stieler hat die Bayern bevorzugt. Erst übersieht er einen glasklaren Tritt von Sebastian Rode an Eugen Polanksi im Strafraum, dann zeigte er sich bei rüden Fouls von Rafinha (der schon mit Gelb verwarnt war und hätte fliegen können) und dem Brutalo-Rempler von Dante (der nur Gelb sah) sehr, sehr großzügig gegenüber dem Rekordmeister. War es der berühmte Bayern-Bonus? Fall 2: Auch Wolfgang Stark irritierte beim Nordderby von Bremen gegen den HSV mti einer Entscheidung. Der üble Tritt von Raphael van der Vaart gegen Jannik Vestergaard mit gestrecktem Bein und offener Sohle war klar Rot. Stark zückte noch nicht einmal Gelb. Solche Entscheidungen sind ärgerlich, weil sie eigentlich keinen Interpretationsspielraum geben.

Diese Tor sollten Sie (nochmal) sehen

Es war technisch höchst anspruchsvoll und ein verdammt wichtiger Treffer, das 1:0 von Augsburgs Tobias Werner gegen den VfB Stuttgart. Werner nahm einen langen Ball von Alexander Esswein unter Bedrängnis volley und netzte ins leere Tor ein. Stuttgart-Keeper Sven Ulreich hatte vorher mit einer Notabwehr den Ball ins Mittelfeld geköpft, wo Esswein einen langen Ball auf Werner spielte. Am Ende stand es 2:1 für Augsburg, ein ganz wichtiger Sieg im Kampf um die Europa-League-Teilnahme. Das Team von Markus Weinzierl festigte vorerst den sechsten Tabellenplatz, während die Niederlage für Stuttgart ein herber Rückschlag im Abstiegskampf war.

Gewinner des Spieltages

Das hat der waidwunden BVB-Seele gutgetan. Erst gewann der BVB mit 3:0 glatt gegen Paderborn, ja, und dann stimmten die Fans im Signal Iduna Park ab der 88. Minute Jürgen-Klopp-Gesänge ein und feierten ihren Coach, der zum Saisonende aufhören wird. Das hatte Klasse und passt zum durchaus stillvollen Abgang eines großen Trainers. Die Nachhricht hatte unter Woche für Schockwellen unter vielen Fans gesorgt. Allerdings ließen es sich die Anhänger nicht nehmen, mit einem Banner darauf hinzuweisen, dass der Verein über allen steht - auch über einem erfolgreichen Trainer wie Klopp. Der Sieg gegen Paderborn lässt den BVB auf jeden Fall wieder auf einen Europa-League-Platz schielen. Auf jeden Fall übernimmt Thomas Tuchel in der nächsten Saison das Ruder, dann muss er beweisen, dass er ein würdiger Nachfolger von Klopp ist.

Verlierer des Spieltages

Da gibt es diesmal viele, nämlich die letzten fünf der Tabelle: SC Freiburg, Hannover 96, SC Paderborn, VfB Suttgart und Schlusslicht HSV. Sie alle haben ihre Spiele am Wochenende verloren. Unter ihnen ragt Hannover 96 noch einmal heraus. Desolat und chancenlos präsentierten sich die Niedersachsen bei der 0:4-Pleite gegen Leverkusen. Es war das 13. Spiel in Folge ohne Sieg. Einige Medien melden, dass Korkut in den nächsten Tagen seine Entlassungspapiere erhält trotz einer Jobgarantie, die ihm 96-Boss KInd unlängst gab. Es wird auch schon eifrig über mögliche Nachfolger spekuliert. Sogar der Name Peter Neururer wird genannt, auch über eine Rückkehr von Mirko Slomka wird spekuliert.

Bild des Tages

Diese Kategorie gehört normalerweise Bildern, die witizg und mitreißend sind oder große Gefühle zeigen. Damit können wir diesmal nicht dienen. Stattdessen zeigen wir ein Bild, dass deutlich macht, wie peinlich Ultras manchmal sind. Die Leverkusener Ultras feierten tatsächlich Emir Spahic. Zur Erinnerung: Spahic wurde von Leverkusen fristlos gefeuert, weil er nach dem Pokalspiel gegen Bayern einen Ordner des Clubs brutal geschlagen hatte. Der Mann verlor mehrere Zähne, die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen schwerer Körperverletzung auf. Dass nicht alle Bayer-Anhänger Gewalt verharmlosende Dumpfbacken sind, bewiesen die Anhänger, die die Aktion mit Pfiffen quittierten. Gut so.

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