FC Bayern München Keine Spur von Krise


Von der Blamage gegen 1860 haben sich die Bayern schnell erholt: Beim Eröffnungsspiel der 44. Bundesliga-Saison in der heimischen Allianz-Arena gewannen die Münchner gegen Dortmund, Schweini und Roy Makaay trafen.

Allem Krisengerede zum Trotz ist der FC Bayern München überzeugend in die 44. Saison der Fußball-Bundesliga gestartet. Mit dem verdienten 2:0 (1:0) in einem stimmungsvollen Eröffnungsspiel gegen Borussia Dortmund wurde der Titelverteidiger am Freitag auf Anhieb seiner Favoritenrolle gerecht und bescherte zugleich Oliver Kahn das erhoffte Erfolgserlebnis zum Jubiläum. Der überragende Roy Makaay (24.) und Bastian Schweinsteiger (55.) erzielten vor 69 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz-Arena die Bayern-Treffer.

Die zuletzt 1992 in München siegreichen Dortmunder stellten den für sein 500. Bundesliga-Spiel geehrten Kahn erst im zweiten Durchgang mehrfach auf die Probe. Seine größte Tat vollbrachte der Ex-Nationaltorhüter in der 59. Minute, als er erst Dedes Kopfball parierte und dann gegen Florian Kringe das Anschlusstor verhinderte.

Nicht-WM-Teilnehmer Makaay zeigt besonderen Biss

34 Tage nach der letzten deutschen WM-Party in Stuttgart entwickelte sich das erste Wiedersehen der WM-Stars unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw zu einer gutklassigen Partie. Dabei stellten die Bayern auch ohne Lukas Podolski die reifere und abgeklärtere Mannschaft. Trainer Felix Magath brachte den zunächst geschonten Ex-Kölner erst in der 88. Minute für Makaay aufs Feld. Für den Dortmunder Nationalspieler Sebastian Kehl war die Partie bereits nach 18 Minuten beendet. Der Mittelfeldakteur schied nach einem Foul von Hasan Salihamidzic mit einer tiefen Fleischwunde am linken Knie aus.

Nach zuletzt vier Spielen ohne Torerfolg beseitigte der FC Bayern die aufkommenden Zweifel an der Leistungsfähigkeit des Teams ohne Michael Ballack mit einer konzentrierten Leistung. Dabei war die Schaltzentrale des Münchner Spiels durch Andreas Ottl und Owen Hargreaves diesmal mit zwei «Arbeitern» besetzt. Beim BVB unterstrich Steven Pienaar zwar seine Qualitäten als Ballverteiler, doch in der Offensiv-Abteilung fehlte es bei den Neuen Nelson Valdez und Alexander Frei noch an der nötigen Abstimmung. Die ohne den gesperrten Wörns nicht immer sattelfeste Abwehr wurde durch Kehls Ausfall weiter geschwächt.

Torgefahr ging von den Münchnern aus

Der Pfosten stand nach gerade einmal 25 Sekunden Spielzeit einem Blitztor von Makaay im Wege. Der Niederländer düpierte im Strafraum Christoph Metzelder, traf aber aus der Drehung nur das Torgestänge. Vier Minuten später verhinderte BVB-Keeper Roman Weidenfeller gegen den explosiven Torjäger einen drohenden Rückstand. Danach hatte aber auch Kahn eine Schrecksekunde zu überstehen, als der frühere Bremer Valdez (14.) den Ball an die Latte hob. Mehr Torgefahr ging aber weiter von den Münchnern aus, die nach einem missglückten Abwehrversuch von Kringe durch Makaays 18 Meter-Flachschuss verdient in Führung gingen.

Im zweiten Durchgang zogen sich die Bayern etwas weiter zurück, schalteten aber bei Bedarf blitzschnell auf Offensive um und blieben jederzeit torgefährlich. Ein Duett der WM-Teilnehmer Philipp Lahm und Schweinsteiger sorgte dann für die Entscheidung. Der gegen Portugal zwei Mal mit Weitschüssen erfolgreiche Mittelfeldspieler zog von der Strafraumgrenze ab und ließ Weidenfeller keine Chance. Erst nach dem 0:2 suchten die Westfalen energischer den Weg zum Tor, ließen aber im Abschluss die Zielgenauigkeit vermissen.

Christian Kunz/DPA DPA

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