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Fußball-Bundesliga Dortmund zerlegt Hannover


Borussia Dortmund bleibt auf Titelkurs: Der Tabellenführer dreht einen Rückstand gegen Hannover noch in einen fulminanten Sieg. Auch Verfolger Bayer Leverkusen gewinnt, ebenso wie die Bayern, die sich auf Platz drei schieben. Der HSV liefert gegen Hoffenheim eine trostlose Nullnummer.

Borussia Dortmund hat seine kurze Schwächephase überwunden und ist dem Gewinn des siebten Meistertitels wieder ein Stück näher gekommen. Mit dem 4:1 gegen Hannover 96 kehrte der BVB am 28. Bundesliga-Spieltag auf Siegkurs zurück und behauptete seinen Vorsprung von sieben Punkten auf Verfolger Bayer Leverkusen.

Die Werkself gewann am Samstag mit 1:0 bei Neuling 1. FC Kaiserslautern und festigte ihren zweiten Rang. Der FC Bayern München verdrängte durch den mühevollen 1:0-Sieg gegen Schlusslicht Borussia Mönchengladbach Hannover vom dritten Rang und darf nun auf die Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League hoffen. Am Tabellenende gelang Werder Bremen mit dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart ein weiterer Schritt zur Rettung. Der FSV Mainz 05 und der SC Freiburg trennten sich ebenfalls 1:1. Ein müdes 0:0 lieferten Hoffenheim und der HSV am frühen Samstagabend.

Fußball-Zauber kehrt nach Dortmund zurück


Bei Borussia Dortmund ist der Fußball-Zauber zurückgekehrt. Im Gipfeltreffen gegen das Überraschungsteam von Hannover wendeten die Westfalen nach dem 0:1 durch Mohammed Abdellaoue (57.) die erste Heimniederlage seit August 2010 ab und feierten am Ende noch einen überzeugenden Sieg. Mario Götze (59.), Doppel-Torschütze Lucas Barrios (64./73.) und Kevin Großkreutz (83.) sorgten für den Erfolg der Dortmunder, die zuletzt zweimal sieglos geblieben waren. 96 fiel durch die Niederlage auf den vierten Rang zurück.

Leverkusen untermauerte auf dem Betzenberg seine Position als bestes Rückrundenteam und hielt mit dem 1:0 bei den Pfälzern den Rückstand zum Tabellenführer konstant. Sidney Sam erzielte in der 74. Minute den entscheidenden Treffer für die Mannschaft von Jupp Heynckes, die mit Michael Ballack in der Startelf ihren zehnten Auswärtssieg unter Dach und Fach brachte. Der FCK musste dagegen im Kampf gegen den Abstieg wieder einen Dämpfer hinnehmen.

Robben erlöst Bayern


Arjen Robben erlöste die Fans in der Münchner Allianz-Arena nach einem müden Kick gegen Abstiegskandidat Gladbach. Der Niederländer traf 13 Minuten vor dem Ende zum 1:0 und erhielt den Bayern damit die Chance auf ihr letztes Saisonziel, die Qualifikation für Europas Königsklasse. Mit dem mühsamen Erfolg verdrängte Louis van Gaals Elf den Kontrahenten Hannover vom dritten Rang. Gladbach trennen sechs Spieltage vor Saisonschluss bereits sieben Punkte vom rettenden Ufer.

Der Hamburger SV verpasste es, einen großen Schritt Richtung Europa League zu machen. Durch das 0:0 bei 1899 Hoffenheim ließen die Nordddeutschen die große Gelegenheit ungenutzt, bis auf zwei Punkte an den Tabellenfünften Mainz 05 heranzukommen. Für Trainer Michael Oenning war es der erste Dämpfer im zweiten Spiel. Seine Mannschaft spielte dabei so schwach, dass es im Gegensatz zum 6:2 gegen den 1. FC Köln nicht als Argument für eine langfristige Perspektive des 45-Jährigen in seinem neuen Amt durchging. Gemessen an der Chance, die die Tabelle für sie bereithielt, wirkten die Hamburger einmal mehr viel zu uninspiriert und blutleer.

Bremen verpasst großen Befreiungsschlag


Werder Bremen blieb zum fünften Mal nacheinander ungeschlagen, verpasste jedoch im Kellerduell gegen den VfB Stuttgart den möglichen Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Torsten Frings (35.) gelang nur noch der Ausgleich, nachdem Tamas Hajnal (13.) die Schwaben im Führung gebracht hatte. Auch der VfB blieb zum fünften Mal in Serie unbezwungen und setzte sich um zwei Zähler von Relegationsrang 16 ab.

Seine Heimschwäche könnte den FSV Mainz 05 einen internationalen Startplatz kosten. Die Rheinhessen kamen auch gegen den SC Freiburg nicht über ein 1:1 hinaus und blieben zum sechsten Mal nacheinander im Bruchwegstadion ohne Sieg. Mit seinem 19. Saisontor sorgte Papiss Demba Cisse schon nach 49 Sekunden für die Führung des Sportclubs. Sami Allagui (74.) rettete den Mainzern wenigstens einen Zähler. Die Freiburger hatten zuletzt viermal in Serie verloren.

tis/DPA DPA

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