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Fußball-Bundesliga: Lockere Siege für Bayern und Dortmund

Die Liga steht im Schatten der Champions League: Nürnberg und Fürth haben bei ihren hohen Niederlagen gegen Bayern und Dortmund keine ernsthafte Gegenwehr geleistet. Der HSV beendete seine Krise.

Die Champions League-Halbfinalisten Bayern München und Borussia Dortmund geben im Saisonendspurt der Bundesliga weiter richtig Gas. Eine Woche nach dem vorzeitigen Titelgewinn deklassierten die Münchner am 29. Spieltag selbst mit der zweiten Garnitur den 1. FC Nürnberg mit 4:0. Die als Meister entthronten Dortmunder triumphierten am Samstag beim designierten Absteiger SpVgg Greuther Fürth sogar mit 6:1 und festigten damit ihren zweiten Platz.

Am Tabellenende gelang 1899 Hoffenheim mit dem 2:2 beim VfL Wolfsburg ein Punktgewinn, dennoch blieben die Kraichgauer Tabellen-17. hinter dem FC Augsburg. Fortuna Düsseldorf und Werder Bremen trennten sich ebenfalls 2:2 und konnten keinen Boden im Kampf um den Klassenverbleib gutmachen. Der Hamburger SV stoppte beim FSV Mainz 05 seine Talfahrt und meldete sich mit dem 2:1 im Kreis der Europa League-Aspiranten zurück.

Total-Rotation bei den Bayern

Im ersten Spiel als deutscher Meister reichte dem FC Bayern ein B-Team, um im 186. Derby den "Club" klar in Schach zu halten. Trainer Jupp Heynckes hatte die Siegerelf von Turin gleich auf neun Positionen verändert und unter anderem Emre Can zum Debüt im Oberhaus verholfen. Trotz der Totalrotation sprühten die Münchner gegen überforderte Franken vor Spielfreude und stimmten sich mit vier Toren auf das Pokal-Halbfinale gegen Wolfsburg ein.

Jerome Boateng (5. Minute), Mario Gomez (17.), Rafinha (24.) und Xherdan Shaqiri (56.) trafen gegen den "Club", der die zweite Niederlage im Jahr 2013 einstecken musste. Bayern-Ersatzkeeper Tom Starke parierte in der 47. Minute einen Foulelfmeter von Timmy Simons.

Noch torhungriger präsentierten sich die Dortmunder Borussen vor den Augen von Real Madrid-Coach Jose Mourinho beim Gastspiel in Fürth. Mario Götze (12./45.), Ilkay Gündogan (15./33.) und Jakub Blaszczykowski (29.) trafen gegen den Tabellenletzten vor der Pause nach Belieben. Edgar Prib (71.) traf für den Aufsteiger aus Franken, der auch nach dem 15. Heimspiel auf den ersten Dreier vor heimischem Publikum wartet und die höchste Niederlage der Saison kassierte. Den Schlusspunkt setzte Robert Lewandowski (80.), der damit im 11. Spiel nacheinander erfolgreich war und insgesamt zum 22. Mal traf.

HSV gewinnt in Mainz

1899 Hoffenheim blieb auch im zweiten Spiel unter dem neuen Coach Markus Gisdol unbesiegt, verpasste aber durch das Remis in Wolfsburg die Chance, am Tabellen-16. Augsburg vorbeizuziehen. Naldo (86.) rettete den Niedersachsen wenigsten einen Zähler, nachdem Sejad Salihovic (35./Foulelfmeter) und Andreas Beck (63.) Hoffenheim in Front gebracht hatten. Das 1:0 für den VfL war Maximilian Arnold (13.) mit seinem ersten Bundesliga-Tor gelungen.

Nach zuletzt drei Niederlagen fand der HSV in Mainz in die Erfolgsspur zurück. Durch die Saisontore zehn und elf des Koreaners Heung-Min Son (62./81.) kletterten die Norddeutschen vorläufig bis auf Platz acht der Tabelle. Shawn Parker (86.) verkürzte für die Mainzer, deren Europa-Hoffnungen einen herben Dämpfer erhielten.

Im Duell der Krisenclubs gelang Fortuna Düsseldorf und Werder Bremen der erhoffte Befreiungsschlag nicht. Nach dem 2:2 rangieren die Hanseaten als Tabellen-14. weiter zwei Zähler vor den Rheinländern, die durch Stefan Reisinger (2./48.) zweimal in Führung gegangen waren. Zlatko Junuzovic (16.) und der Düsseldorfer Martin Latka (70.) mit einem Eigentor sorgten für die Punkteteilung. Damit hielten beide Negativserien: Die Fortuna ist seit sieben Spielen sieglos, Werder sogar schon seit acht.

tis/DPA / DPA

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