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International Manchester patzt gegen Blackburn


Die Lust auf eine rauschende Party zu seinem 70. Geburtstag dürfte Sir Alex Ferguson durch die 2:3-Pleite gegen Blackburn gründlich vergangen sein. Manchester United verpasste nicht nur den Sieg, sondern auch die mögliche Tabellenführung und muss befürchten, dass der Rückstand auf Man City anwächst.

Vor dem Heimspiel gegen die Blackburn Rovers hatte Geburtstagskind Sir Alex Ferguson noch allen Grund zu strahlen, schließlich hatte der Manchester United Foundation Choir zu Ehren seines 70. Wiegenfestes ein Ständchen gebracht. Doch das Lachen des United-Coaches gefror schnell zu Eis, als er mit ansehen musste, wie Ayegbeni Yakubo (16./Elfmeter und 51. Minute) die Gäste im Old Trafford mit einem Doppelschlag in Führung schoss.

Dimitar Berbatov (52. und 62.), der zuvor den Elfmeter zum frühen Rückstand verschuldet hatte, konnte mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich kurzfristig die Mundwinkel wieder heben. Doch als Gant Henley zum 3:2-Siegtreffer der Rovers traf, dürfte Ferguson die Lust auf eine Geburtstagsparty am Abend endgültig vergangen sein.

Schließlich verpasste United durch die Niederlage die Chance, zumindest über Nacht die Spitze der Premier League zurückzuerobern und muss damit rechnen, dass der Rückstand auf Lokalrivale Manchester City am Sonntag wieder auf drei Punkte anwachsen wird. Blackburn freute sich dagegen, durch den erst dritten Saisonsieg das Tabellenende vorerst verlassen zu haben und mit einem Erfolgserlebnis ins neue Jahr gehen zu dürfen.

Überlegen, aber trotzdem in Rückstand

Manchester United hatte die Anfangsphase der Partie klar bestimmt, mit druckvollem, aber unkonzentriertem und vor allem unkreativen Spiel den Gegner in dessen Strafraum gedrängt. Da die gut organisierten Gäste geschickt verteidigten, versuchten die Red Devils vergeblich mit Distanzschüssen des agilen Nani zum Erfolg zu kommen.

Deutlich effektiver war Blackburn, das mit sporadischen Entlastungsangriffen immer wieder Unsicherheiten in der gegnerischen Hintermannschaft um Phil Jones und Michael Carrick auf der Innenverteididiger-Position aufdecken konnte und plötzlich völlig überraschend mit 1:0 in Führung lag. Yakubo (16.) verwandelte einen Foulelfmeter, nachdem Dimitar Berbatov im eigenen Strafraum Chris Samba niedergerissen hatte.

United setzte sich in der Folge zwar wieder in der gegnerischen Hälfte fest, agierte aber weiterhin zu ideenlos und behäbig. So kamen die Offensivspieler - ohne den nicht im Aufgebot stehenden Wayne Rooney - gegen die die entscheidenden Zweikämpfe gewinnenden Gäste jedoch nicht zum Abschluss. Erst kurz vor der Pause wurde Manchester gefährlicher, Keeper Mark Bunn entschärfte jedoch sowohl Nanis Schuss aus 14 Metern als auch Javier Hernandez' Versuch aus spitzem Winkel nach Freistoß des Portugiesen und bewahrte die Rovers vor einem Rückstand.

Zwischenzeitlicher Ausgleich reichte nicht

Die zweite Hälfte begann dann mit einem weiteren Nackenschlag. Carricks Grätsche ging ins Leere, Jones war zu langsam und so konnte Yakubo (51.) ungehindert durch die Abwehrreihe marschieren und mit strammem Schuss auf 2:0 erhöhen. Die Antwort von United folgte aber auf dem Fuß.

Berbatov (52.) schloss den direkt auf den Anstoß folgenden Angriff per Kopf zum 1:2-Anschluss ab und leitete damit die Aufholjagd ein, die er zehn Minuten später mit dem 2:2-Ausgleich sogar selbst abschloss, als er Antonio Valencias Pass von der rechten Seite aus sieben Metern eiskalt vollstreckte.

Doch die Hoffnung, das Spiel doch noch gewinnen zu können, erfüllte sich nicht. United versäumte es, die nötige Schippe draufzulegen und leistete sich hinten einen weiteren Bock. Keeper David De Gea konnte einen Eckball nicht vernünftig klären, so dass Henley per Kopf zum 3:2 einnicken konnte. In der Nachspielzeit warf Manchester noch einmal alles nach vorne, Steve Keane klärte einen Jones-Schuss auf der Linie und sicherte den überraschenden Sieg.

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