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Internationaler Fußball: Arsenal im siebten Himmel

Mit einem 7:1-Schützenfest gegen Blackburn hat sich der FC Arsenal den Frust von der Seele geschossen und die Chance auf die Champions League gewahrt. Robin van Persie brillierte einmal mehr.

Arsenals Superstar Robin van Persie warf nach seiner Gala Handküsse in die Menge: Seine drei Tore und zwei Assists beim 7:1 gegen die Blackburn Rovers waren selbst für "RVP Superstar" ein Highlight. "Er ist ein Ausnahmespieler. Seine Bewegungen im Strafraum sollte jede Fußballschule zeigen", schwärmte Gunners-Coach Arsène Wenger. Sein Kapitän verdrängte mit 123 Toren nun die andere niederländische Club-Ikone Dennis Bergkamp (120) von Platz zehn der FC-Arsenal-Bestenliste.

Berauscht von den eigenen Taten klemmte sich van Persie den Ball unters Trikot und feierte seinen unvergesslichen Auftritt. Große Sprüche blieben danach allerdings aus. Bescheiden sprach der 28-Jährige auf seiner Homepage nur von einer "großartigen Teamleistung", mit der Arsenal nach zuletzt vier sieglosen Premier-League-Spielen wieder den Anschluss an die Champions-League-Plätze hergestellt hat (40 Punkte).

Ruhiger Nachmittag für Per Mertesacker


"Gunners im siebten Himmel", titelte der "Sunday Mirror" nach dem höchsten Arsenal-Sieg im Emirates-Stadium. Der deutsche Nationalspieler Per Mertesacker erlebte einen relativ geruhsamen Nachmittag, und auch Wenger genoss die stressfreie Partie nach der jüngsten Mini-Krise sichtlich. "Ich geb' nicht so viel auf die sieben Tore. Mir ist einfach wichtig, dass wir gewonnen und gut gespielt haben", kommentierte der Franzose.

Seit Wochen ist Arsenal quasi eine Robin-van-Persie-One-Man-Show - mit 22 Treffern ist der Superstar des deutschen EM-Gegners der Top-Torschütze der Liga. Wenger gestand, dass es "nett" sei, "auch mal andere Torschützen als Robin zu sehen". Am Samstag erzielte zum Beispiel der erst 18 Jahre alte Alex Oxlade-Chamberlain seine ersten beiden Premier-League-Tore - für Wenger ist der Youngster ein künftiger englischer Nationalstürmer. Auch der Spanier Mikel Arteta traf.

Für die passende Schlusspointe in der 92. Minute sorgte der ausgeliehene Rückkehrer Thierry Henry in seinem wohl letzten Heimspiel für seinen Herzensclub. Es war der 228 Treffer für den 34 Jahre alten Arsenal-Rekordtorschützen. Und wer lieferte die Vorlage für Henrys Tor? Natürlich van Persie. Am Ende umarmten sich der Topstar von heute und der von gestern innig. "Der Prinz und der König", schrieb die Zeitung "The Mail on Sunday".

ManCity schlägt Fulham klar


Auf Spitzenreiter Manchester City, der sein Heimspiel gegen den FC Fulham mit 3:0 gewann, beträgt der Rückstand Arsenals derzeit satte 17 Zähler.

Sergio Agüero (11.) hatte die Citizens bei Schneeregen und Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt durch einen unberechtigten Foulelfmeter, nachdem Adam Johnson bei Chris Baird eingefädelt hatte, früh in Führung gebracht. Durch ein Eigentor von Unglücksrabe Baird (30.) erhöhten sie dann sogar noch auf 2:0.

Und wenn Torhüter Mark Schwarzer nicht auf dem Posten gewesen wäre, hätte ein weiteres Eigentor von Philippe Senderos, der einen Schuss von Micah Richards abgefälscht hatte, wohl schon vor der Pause jegliche Bemühungen der Cottagers unnötig gemacht. So versuchten sie nach dem Seitenwechsel immerhin noch einmal zurück zu kommen, bis Edin Dzeko (72.) nach Zuspiel von Agüero dann alle Hoffnungen zu Nichte machte.

tis/DPA/sportal / sportal

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