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Fifa-Skandal: Coca Cola und McDonald's fordern sofortigen Blatter-Rücktritt

Die Luft für den Fifa-Boss wird immer dünner. Nun wenden sich auch die wichtigen Sponsoren von Joseph Blatter ab. Doch selbst die Konzerne bringen ihn nicht zur Vernunft.

Hinter Fifa-Boss Sepp Blatter ist ein Logo der Fastfood-Kette McDonald's zu sehen

2006 waren sie noch Freunde: Fifa-Boss Blatter vor einem Logo der Fastfood-Kette McDonald's

Die ersten Sponsoren fordern das sofortige Ende der Amtszeit von Joseph Blatter an der Spitze der Fußball-Weltverbandes Fifa. Am Freitag formierten sich die beiden US-Unternehmen Coca-Cola und McDonald's gegen den 79 Jahre alten Schweizer, gegen den in der Schweiz ein Strafverfahren läuft. "Mit jedem Tag, der vergeht, werden das Bild und der Ruf von der Fifa weiter befleckt", hieß es vom Getränkehersteller Coca-Cola.

Zum Wohle des Sports rufe Coca-Cola Blatter daher auf, sofort zurückzutreten, so dass ein glaubwürdiger und nachhaltiger Reformprozess so früh wie möglich beginnen könne. Ähnlich formulierte es McDonald's in seinem Statement: "Wir glauben, dass es im Interesse des Spiels wäre, wenn Fifa-Präsident Sepp Blatter sofort zurücktreten würde, so dass der Reformprozess mit der Glaubhaftigkeit geführt werden kann, die notwendig ist."

Adidas fordert FIFA-Reform, aber keinen sofortigen Blatter-Rücktritt

 Im Gegensatz zu den anderen Top-Sponsoren fordert Adidas keinen sofortigen Rücktritt von FIFA-Präsident Joseph Blatter. "Wie in der Vergangenheit mehrfach betont, müssen bei der FIFA im Sinne des Fußballs grundlegende Veränderungen durchgeführt werden. Daher muss der eingeleitete Reformprozess transparent und zügig fortgesetzt werden", sagte Adidas-Sprecher Oliver Brüggen am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Einen unmittelbaren Abschied Blatters aus dem Amt hält der Sportartikelhersteller offenbar nicht für zielfördernd.

"Nichts Illegales getan"

Die unmissverständlichen Aufforderungen kamen vier Tage, nachdem Blatter an seinem Amtssitz in Zürich allerdings klargemacht hatte, nicht vor der Neuwahl am 26. Februar abzutreten. Er hatte am Montag in einer Rede vor Fifa-Mitarbeitern betont, nichts Illegales getan zu haben.

Und auch nach den Mitteilungen der Fifa-Partner bekräftigte Blatter, nicht vor den Wahlen seinen Posten zu räumen. In einem Statement seiner Anwälte hieß es, dass Blatter respektvoll der Position von Coca-Cola widerspreche. Wenn er nun sein Büro verlassen würde, wäre das nicht zum besten Wohle der Fifa und es würde auch nicht den Reformprozess voranbringen, glaube er. Die Konsequenz: Er werde nicht zurücktreten.

Strafverfahren eingeleitet

Vor einer Woche hatte die Schweizer Bundesanwaltschaft mitgeteilt, dass gegen Blatter "ein Strafverfahren wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung sowie - eventualiter - wegen Veruntreuung eröffnet" wurde. Die Fifa wird seit Monaten vom schwersten Korruptionsskandal ihrer Geschichte erschüttert.

hev/tkr / DPA

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