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Nationalelf: Lukas Podolski: "Kanaken" und "Kartoffeln" - das sind lockere Sprüche

Die Nationalelf gespalten in "Kanaken" und "Kartoffeln"? Quatsch, meint Lukas Podolski. Die frühere gute Seele der Nationalelf kennt die Unterscheidung. Mit Rassismus habe das aber nichts zu tun.

Lukas Podolski weist Rassismus-Vorwürfe gegen Nationalelf zurück

Lukas Podolski: Kanaken und Kartoffeln? Das ist alles Flachserei.

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Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski hat Berichte über einen kulturellen Riss in der Nationalmannschaft zurückgewiesen, aber eingeräumt, dass sich die Spieler im Spaß als "Kanaken" und "Kartoffeln" bezeichnet haben. "Deutschland ist ein Multi-Kulti-Land, und wie auf der Straße werden auch in der Nationalmannschaft ein paar lockere Sprüche untereinander gemacht", sagte der 130-fache Nationalspieler und Weltmeister der "Bild" (Bezahlinhalt).

"Ausdrücke wie "Kanaken" und "Kartoffeln" fielen auch schon bei der EM 2016. Jeder von uns weiß dabei, dass es als Flachs gemeint ist", fügte der 33-Jährige hinzu, der 2016 aus dem DFB-Team zurückgetreten war und seit 2017 in Japan bei Vissel Kobe Fußball spielt.

Lukas Podolski: Wird von außen reingetragen

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte berichtet, dass durch das Team in Russland ein kultureller Riss gegangen sei, zwischen Spielern mit Migrationshintergrund und jenen ohne ausländische Vorfahren ("Kanaken" und "Kartoffeln"). Podolski, der polnische Wurzeln hat, sagte der Zeitung dazu: "Da versuchen Leute von außen nach der unglücklichen WM Dinge hereinzubringen, die so einfach nicht richtig sind. (...). Rassismus hat damit nichts zu tun, und den gab es bei uns in all den Jahren nicht, die ich dabei war."

Am Mittwoch wird Bundestrainer Joachim Löw sein Aufgebot für die Länderspiele gegen Frankreich und drei Tage später gegen Peru in Sinsheim benennen und erstmals seit der WM öffentlich seine Analyse des DFB-Desasters in Russland präsentieren.

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dho / DPA

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