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Champions League: Irres 4:3 reicht ManCity nicht - Video-Schiri stoppt Sané, Gündogan und Pep jäh

Vier Tore in den ersten elf Minuten, dann Ekstase in der Nachspielzeit - ehe der Video-Schiri zuschlägt. In einem irren Champions-League-Spiel hat ManCity die Tottenham Hotspurs mit 4:3 besiegt. Auch das erlösende 5:3 fiel, doch die Eksatase endete jäh.

Champions League - Pep Guardiola tröstet Ilkay Gündogan nach dem 4:3-Aus von ManCity

4:3 gegen Tottenham reicht nicht: Der untröstliche ManCity-Coach Pep Guardiola tröstet seinen deutschen Mittelfeld-Star Ilkay Gündogan, der nach einem dramatischen Spiel die Tränen in den Augen standen.

Getty Images

Manchester City hat mit seinem Trainer Pep Guardiola das Halbfinale der Fußball-Champions League nach einem irrwitzigen Spiel knapp verpasst. Nach einer Rekord-Anfangsphase mit fünf Toren in 21 Minuten gewann City am Mittwochabend gegen Tottenham Hotspur mit 4:3 (3:2), doch das Ergebnis reichte den Londonern nach dem 1:0 im Hinspiel vor einer Woche fürs erstmalige Erreichen der Vorschlussrunde. City hatte auch noch Pech: In der Nachspielzeit wurde der vermeintlich erlösende Treffer durch Raheem Sterling nach Videobeweis doch noch aberkannt. Zuvor hatten Trainer, Spieler und die Fans der Citizens bereits ekstatisch gejubelt - vergeblich.

Jürgen Klopps FC Liverpool setzte sich dagegen beim portugiesischen Meister FC Porto mit 4:1 (1:0) klar und deutlich durch und ließ nach dem 2:0 vor einer Woche keine Zweifel aufkommen. Im Halbfinale kommt es am 1. und 8. Mai nun zum Giganten-Duell der Liverpooler gegen den FC Barcelona, der am Dienstag Manchester United  ausgeschaltet hatte. Tottenham spielt gegen das Überraschungsteam von Ajax Amsterdam um den Einzug in das Endspiel am 1. Juni in Madrid. Dabei handelt es sich um eine Art Bruderkampf, stehen doch nicht weniger als vier Ex-Ajax-Spieler jetzt in Diensten der Spurs.

Fünf Tore in 21 Minuten - Rekord

Die über 50 000 Zuschauer in Manchester erlebten einen komplett verrückten Start. Noch nie waren in einem Champions-League-Spiel fünf Tore in 21 Minuten gefallen. In der vierten Minute traf City-Stürmer Sterling. Dann folgte der Auftritt von Heung-min Son. Der ehemalige Bundesliga-Profi drehte mit zwei Toren binnen drei Minuten (7./10.) die Partie. Schon beim 1:0-Hinspielsieg hatte der Südkoreaner den entscheidenden Treffer erzielt. 

Auch nach Sons Doppelpack war keine Zeit zum Durchatmen. Bernardo da Silva (11.) gelang sofort der Ausgleich für Manchester. Zehn Minuten später war es wieder Sterling, der für die Führung von City sorgte. Danach spielten nur noch die Gastgeber, doch mussten ihre Anhänger bis zur 59. Minute bis zum nächsten Torjubel warten: Nach Vorlage des überragenden Belgiers Kevin de Bruyne hämmerte Sergio Agüero den Ball ins Netz. Schluss war aber noch lange nicht: Fernando Llorente (73.) schaffte den für Tottenham entscheidenden dritten Treffer per Hüfte.

City drängte weiter. Guardiola brachte den deutschen Nationalspieler Leroy Sané (82.). Sterlings nicht anerkannter Treffer machte den Wahnsinn perfekt. Schon am Samstag kann City an gleicher Stelle Revanche nehmen in der Premier League. Doch das war nur ein schwacher Trost. 

Klare Sache für Klopp und die Reds

In Porto musste sich der FC Liverpool nur die erste halbe Stunde dem Gastgeber erwehren. Die Portugiesen waren zunächst das dominante  Team, doch fehlte die letzte Konsequenz vor dem Tor. Die Liverpooler  nutzten hingegen gleich ihre erste Chance zur Führung. Sadio Mané (26.) drückte nach Vorlage von Mohamed Salah den Ball über die Linie. Danach geriet der Premier-League-Erste nicht mehr in Gefahr. Salah (65.) beseitigte mit seinem Tor auch die letzten Zweifel. Der Gegentreffer von Eder Militao (68.) war nur ein Schönheitsfehler. Roberto Firmino (77.) und Virgil van Dijk (84.) schossen den deutlichen Erfolg heraus.

Zum ersten Mal seit 2015 wird Cristiano Ronaldo die Champions League nicht gewinnen.
dho / DPA

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