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Winter-Transfer: Warum die Bayern scharf auf Sandro Wagner sind

Die Bayern wollen offensichtlich Sandro Wagner verpflichten. Das bestätigte Hoffenheim-Coach Julians Nagelsmann. Sportlich scheint es sinnvoll zu sein, und der Berater des Angreifer heißt auch noch Rummenigge.

Sandro Wagner: Der FC Bayern will den gebürtigen Münchner verpflichten

Eigenwillig: Sandro Wagner von der TSG Hoffenheim

Sando Wagner hat bislang eine erstaunliche Karriere hingelegt. Der gebürtige Münchner absolvierte seine Ausbildung beim FC Bayern, bis er sich im zarten Fußballer-Alter von 20 Jahren auf Wanderschaft begab. Für die erste Mannschaft des Rekordmeisters reichte es damals nicht. In der Saison 2007/08 kam Wagner nur auf vier Einsätze. Es folgten Stationen beim MSV Duisburg, Werder Bremen, Kaiserslautern und Hertha BSC Berlin. In Darmstadt schaffte Wagner im Grunde erst den Durchbruch, wo er mit seinen Toren maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die Südhessen nicht sofort wieder aus der Bundesliga abstiegen. Seine Leistung machte ihn für interessant, wo ihm schließlich sogar der Sprung zum Nationalspieler gelang - mit 29 Jahren.

Doch Wagners Reise ist nicht zu Ende - und sie führt wird wohl in seine Heimatstadt zurück. Er gilt als heißer Kandidat für einen Wechsel zu den Bayern, er soll als Ersatzmann für Robert Lewandowski verpflichtet werden. "Wir wissen nicht erst seit den aktuellen Medienberichten vom Interesse des FC Bayern an und uns ist auch der Wille des Spielers bekannt. Alle Parteien sind bei diesem Thema im Austausch", bestätigte Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann das Interesse der Münchner.

Sportlich kann der Transfer Sinn machen

Auch wenn manche sich am Kopf kratzen über die Tatsache, dass Sandro Wagner überhaupt ein Thema für den Rekordmeister ist, kann ein Transfer sportlich Sinn ergeben. Wagner soll entlasten, falls der polnische Angreifer eine Pause braucht. Und er ist ein Spielertyp, den die Bayern in ihrem Kader schmerzlich vermissen. Er ist kopfballstark und körperlich robust - so einer der sich nach jeder Flanke streckt. Und eines ist Wagner bei allen technischen Defiziten vor allem: ein Kämpfer, der sich immer voll reinhängt.

Eine besondere Note erhält ein möglicher Transfer noch durch die Tatsache, dass Wagners Berater Roman Rummenigge heißt, ein Sohn des Bayern-Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge. Da dürften die Verhandlungen möglicherweise leichter von der Hand gehen. 

Jupp Heynckes äußert sich zurückhaltend

Noch ist der Transfer nicht über die Bühne gegangen. äußerte sich am Freitag nur vorsichtig: "Erstmal muss geklärt werden, ob der Wechsel möglich ist, dann sage ich Ihnen mehr. Es ist bekannt, dass seine Frau in München lebt. Da spielen viele Faktoren eine Rolle, aber man sollte abwarten. Es ist noch zu früh."

Das heißt auch: Es wird um die Ablösesumme gepokert. Es stehen zehn Millionen Euro im Raum, doch die Hoffenheimer distanzierten sich laut "Süddeutscher Zeitung" schnell von dieser Summe, die eher einem Schnäppchen gleichkäme. Die Bayern brauchen unbedingt einen Ersatz für Lewandowski, die Summe dürfte wohl noch etwas höher werden.


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