VfB Stuttgart Wieder ein schwäbischer Feiertag


Nach der Gala gegen Manchester hofft der VfB Stuttgart beim CL-Spiel gegen Panathinaikos Athen auf eine Fortsetzung des internationalen Höhenflugs. Vor allem um genug Geld zu haben, die Jungstars Kuranyi und Hinkel zu halten.

Mit einer erneuten Sternstunde wie beim brillanten 2:1 über Manchester United will der VfB Stuttgart gegen Panathinaikos Athen den Grundstein für den Achtelfinal-Einzug in der Champions League legen. "Wir sind guter Dinge, dass wir diese schwere Aufgabe lösen können", sagte Teammanager Felix Magath. Anders als gegen die Engländer sind die Schwaben, zumal nach der glanzvollen 3:1-Generalprobe in Bremen, gegen die bislang noch sieglosen Griechen klarer Favorit. "Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir sie schlagen", ließ Nationalspieler Andreas Hinkel keinen Zweifel daran, dass am Mittwochabend (20.45 Uhr) nur drei Punkte zählen.

Gezerre um Kuranyi beginnt

Es gilt, sich nicht ablenken zu lassen von den wabbernden Wechselgerüchten um Kevin Kuranyi und Andreas Hinkel, beide Grundpfeiler des neuen Schwabenwunders. Dass der Name Kevin Kuranyi auf den Wunschlisten vieler namhafter Vereine steht, ist kein Geheimnis - gerade hatte Giovanne Elber den Bayern die Verpflichtung des Ausnahmetalents angeraten. Kuranyi fordert eine deutliche Aufbesserung der Bezüge, erste Verhandlungen mit der VfB-Vereinsführung seien bereits geführt worden.

Hinkel dementiert Kontakte zu Schalke

Mehr Geld will auch Andreas Hinkel verdienen. Medienberichten zufolge stehe er angeblich bereits in engen Kontakt zu Schalke 04. Was dieser allerdings energisch bestritt: "Es gab und gibt keine Vertragsverhandlungen zwischen Schalke und mir", versicherte der 21-Jährige in einem dpa-Gespräch und fügte lapidar hinzu: "Ich habe beim VfB einen Vertrag bis 2005".

Ob das neue Wunderteam zusammenbleibt oder auseinanderbricht, hängt wesentlich davon ab, wie weit der VfB dieses Jahr in Europa kommt. Also wieviel Geld der Verein verdienen kann, um die finanzielle Beghrlichkeiten der Jungstars zu befriedigen. Zusätzlich zu den bisher sicheren 15 Millionen Millionen Euro können weitere folgen, wenn der VfB die K.O. - Runde erreicht.

Die Partie gegen Athen ist für den Verein wichtig in jeder Beziehung.

Defensiver Gegner erwartet

VfB-Präsident Erwin Staudt hofft auf einen weiteren "Feiertag" in dem mit 50 000 Zuschauern erneut ausverkauften Daimlerstadion. Ob es aber ein ähnlich rauschendes Fußball-Fest wie gegen Manchester wird, das bei den sonst eher stillen Schwaben eine Stimmungsexplosion ausgelöst hatte, hängt stark von den Gästen ab. "Es mag vielleicht nicht ganz so schön werden wie gegen ManU, da Panathinaikos viel defensiver auftreten wird»´", meinte Magath am Dienstag. Gegen solche Mannschaften tue sich der VfB schwer. "Athen wird uns nicht so unterschätzen wie Manchester und sich erst mal hinten rein stellen", rechnet auch Torhüter Timo Hildebrand mit einem abwartend auftretenden Gegner.

"Frühe Entscheidung erzwingen"

Der Bundesliga-Zweite muss laut Magath «versuchen, möglichst schnell eine Entscheidung zu erzwingen. Falls uns in der ersten halben Stunde kein Tor gelingt, kann die Partie unangenehm werden.» Vor Arroganz bewahrt die Stuttgarter auch die bislang beeindruckende Bilanz des 21-maligen griechischen Meisters gegen deutsche Clubs: Von den vier Champions-League-Spielen gegen den Hamburger SV (0:0, 1:0) und Schalke 04 (2:0, 2:0) verlor Athen keines. Einschließlich der Europapokal-Partie gegen Bayer Leverkusen gewann Panathinaikos sogar seine letzten drei Begegnungen in Deutschland.

Athen mit Personalproblemen

Andererseits steht der Tabellenletzte der Gruppe E nach dem 0:5- Debakel in Manchester und dem mageren Heim-1:1 gegen Glasgow Rangers schon mit dem Rücken zur Wand. "Unsere Ausgangslage ist nicht rosig", räumte der frühere Bundesliga-Profi Markus Münch ein.Den Athenenern fehlen wichtige Stammkräfte: Der polnische Stürmerstar Emmanuel Olisadebe, der rumänische Mittelfeldstratege Lucian Sanmartean und Innenverteidiger Sotiris Kirjakos sind verletzt, Ioannis Gumas ist gesperrt.

Christoph Marx/Elmar Dreher,dpa DPA

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