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WM 2014 Elfenbeinküste trauert um Toure-Bruder

Ibrahim Toure wurde nur 28 Jahre alt. Stunden nach der WM-Partie der Elfenbeinküste gegen Kolumbien verstarb der Bruder der Stars Yaya und Kolo in Manchester. Die Fußball-Welt trauert via Twitter.

Trauer im Team der Elfenbeinküste: Der Bruder der Nationalspieler Kolo und Yaya Toure ist im Alter von nur 28 Jahren am Donnerstag gestorben. Ibrahim Toure, ebenfalls Fußballprofi, erlag einer Krebserkrankung. Eine Chemotherapie konnte ihm nicht mehr helfen. "Der ivorische Fußballverband steht geschlossen hinter ihnen und ihrer Familie", schrieb der Verband in einer ersten Stellungnahme.

Die Nachricht vom Tod des Landsmanns löste im Lager der Elfenbeinküste Bestürzung aus. Nur wenige Stunden nach der 1:2-Niederlage gegen Kolumbien starb Ibrahim im englischen Manchester im Beisein von Familienangehörigen. Kolo und Yaya weilten da tausende Kilometer weit weg in Brasilien. Auch Fifa-Präsident Sepp Blatter drückte bei Twitter sein "tiefstes Beileid" aus.

Manchester City, der Club von Yaya, trauert ebenfalls auf der Vereinshomepage. "Ibrahim war ein regelmäßiger Besucher bei uns und bei Mitarbeitern und Spielern sehr beliebt. Er stand seinen beiden Brüdern sehr nah", heißt es von Seiten des englischen Meisters. Beileid sprach auch Kolos Verein FC Liverpool via Twitter aus. "Die Gedanken von uns allen sind bei Kolo Toure", schrieb der Vizemeister.

Ibrahim Toure hatte zuletzt für den libanesischen Club Safa Beirut SC gespielt. In Europa war er für Metalurg Donezk und den OGC Nizza aufgelaufen. Für die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste spielte er anders als seine beiden in Europa äußerst erfolgreichen Brüder jedoch nie.

Verwirrung um Ivorer Geoffrey Serey Die

Bereits während der Partie am Donnerstagabend hatte es Verwirrung um den ivorischen Mittelfeldspieler Geoffrey Serey Die gegeben. Dieser hatte bei der Nationalhymne vor dem Spiel seinen Tränen freien Lauf gelassen. Meldungen, sein Vater sei wenige Stunden vor der Partie gestorben, erwiesen sich als falsch. Dieser war bereits 2004 verstorben. Er habe nie erwartet, bei einer WM zu spielen, sagte der Spieler: "Mein Leben war immer sehr schwierig. Es ist wahr, ich habe auch an meinen Vater gedacht, der 2004 starb. Ich habe aber auch an mein hartes Leben gedacht. Diese Gefühle haben mich überkommen, ich bin ein sehr emotionaler Mensch."

Yaya und Kolo Toure sollen nach Angaben des Verbands am Dienstag im letzten Gruppenspiel gegen Griechenland trotz des Trauerfalls auflaufen. Die Elfenbeinküste kann mit einem Sieg aus eigener Kraft das Achtelfinale erreichen.

nck

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