VG-Wort Pixel

Unerwarteter Tod Kabarettist "Dr. Stratmann" im Alter von 73 Jahren gestorben

Kabarettist Ludger Stratmann zu Gast 2016 in der WDR Talkshow "Kölner Treff"
Kabarettist Ludger Stratmann zu Gast 2016 in der WDR Talkshow "Kölner Treff"
© Horst Galuschka / Picture Alliance
Die News von Mittwoch, 25. August, im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

22.35 Uhr: Massengrab aus der Stalin-Ära in der Ukraine entdeckt

In der Ukraine sind die Überreste tausender möglicher Opfer der Stalin-Ära entdeckt worden. Nach Behördenangaben wurden nahe Odessa im Süden des Landes in mehr als zwei Dutzend Gräbern die Knochen von 5000 bis 8000 Menschen gefunden. Die Zahl könne noch steigen, da die Ausgrabungsarbeiten noch liefen, sagte Sergij Guzaljuk, Regionalleiter des ukrainischen Instituts für nationales Gedenken, der Nachrichtenagentur AFP. Der Experte geht davon aus, dass es sich um die Gebeine von Menschen handelt, die zwischen 1937 und 1939 von der sowjetischen Geheimpolizei NKWD hingerichtet wurden. Es handele sich um eines der größten bisher in der Ukraine entdeckten Massengräber und sei bei Vorarbeiten zum Ausbau des Flughafengeländes in Odessa entdeckt worden, sagte Guzaljuk weiter. In der Gegend seien bereits in den vergangenen Jahren Massengräber gefunden worden. 

19.43 Uhr: Kabarettist Stratmann im Alter von 73 Jahren gestorben

Der Bottroper Arzt und Kabarettist Ludger Stratmann ist tot. Wie engste Familienangehörige mitteilten, sei Stratmann plötzlich und unerwartet im Alter von 73 Jahren gestorben, berichtet die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung". Als beliebter Mediziner hatte Dr. Stratmann über viele Jahre und bis 1998 in Bottrop praktiziert.

"Dr. Stratmann" war über ein Vierteljahrhundert aber auch sein Markenname auf der Bühne, auf der er mit "heiterem medizinischen Kabarett" glänzte und bundesweit Erfolge feierte. In seinen Solo-Programmen mit unverkennbarem Ruhrgebietseinschlag wie "Heute komm' ich mal mit meinem Bein" oder "Hauptsache, ich werde geholfen" spielte der im ostwestfälischen Verl Geborene auf der Pott-Klaviatur und sezierte publikumswirksam die Wehwehchen, aber auch die Probleme der so genannten kleinen Leute.

19.39 Uhr: Bundestag verlängert "epidemische Lage" bis Ende November

Der Bundestag hat wegen der Corona-Krise weiterhin eine "epidemische Lage von nationaler Tragweite" festgestellt. Für einen entsprechenden Antrag der Regierungsfraktionen von Union und SPD votierten am Mittwoch 325 Abgeordnete. Dagegen stimmten 253 Parlamentarier, fünf enthielten sich. Die Sonderlage gilt damit vorerst für weitere drei Monate, also bis Ende November. Ohne eine erneute Bestätigung des Parlaments läuft sie nach drei Monaten aus. Die festgestellte "epidemische Lage" schafft unter anderem eine Rechtsgrundlage für Länder-Verordnungen zu konkreten Krisenmaßnahmen wie Maskenpflicht oder Kontaktbeschränkungen. Der Bundestag hatte sie erstmals im März 2020 festgestellt und zuletzt am 11. Juni erneut bestätigt, dass die Sonderlage fortbesteht.

19.34 Uhr: Türkei hat mit Truppenabzug aus Afghanistan begonnen

Die Türkei hat mit dem Abzug ihrer Soldaten aus Afghanistan begonnen und damit offenbar ihr Vorhaben aufgegeben, bei der Sicherung des Kabuler Flughafens zu helfen. "Die türkische Armee kehrt in unser Heimatland mit dem Stolz zurück, die ihr anvertrauten Aufgaben erfüllt zu haben", erklärte das Verteidigungsministerium in Ankara. Es sei damit begonnen worden, die Soldaten vom Kabuler Flughafen abzuziehen, erklärte das Ministerium. Zuletzt hatte die Türkei 500 Soldaten in Afghanistan stationiert.

18.48 Uhr: Bei Helikoptereinsatz in Kabul 21 Deutsche in Sicherheit gebracht

Soldaten der Bundeswehr und der US-Streitkräfte haben bei ihrem gemeinsamen Helikoptereinsatz in der afghanischen Hauptstadt Kabul 21 Deutsche in Sicherheit gebracht. Dabei hätten die US-Soldaten ihre eigenen Hubschrauber geflogen und die Bundeswehrsoldaten die Aufstellung an einem Sammelpunkt organisiert, sagte Generalinspekteur Eberhard Zorn in Berlin. "Die Operation ist in der Nacht durchgeführt worden", sagte er. Nach früheren Informationen waren Spezialkräfte an dem Einsatz beteiligt.

18.30 Uhr: Spahn: Die Pandemie ist noch nicht vorbei

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat erneut zu Corona-Impfungen aufgerufen und die vorgesehene Verlängerung der "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" verteidigt. "Die Pandemie ist leider noch nicht vorbei", sagte der CDU-Politiker im Bundestag. Es gehe darum, dass die Länder und Behörden vor Ort eine Rechtsgrundlage für Maßnahmen wie Maskentragen in Bussen und Bahnen bräuchten, so lange es noch eine so hohe Zahl Ungeimpfter gebe. Ziel bleibe auch angesichts der ansteckenderen Virusvariante, eine Überlastung des Gesundheitswesens im Herbst zu vermeiden.

18.21 Uhr: Afghanistan-Einsatz: Fünf Linke dafür, sieben dagegen

Bei der Abstimmung über den Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan haben Union, SPD, FDP und Grüne im Bundestag einheitlich mit "Ja" votiert. Nicht geschlossen stimmten die Fraktionen der Linken und der AfD ab. In beiden Parteien gab es sowohl Ja-, als auch Nein-Stimmen und Enthaltungen.

Die große Mehrheit der Abgeordneten hatte mit ihrem Votum nachträglich den bereits laufenden Einsatz der Bundeswehr in Kabul bestätigt: 538 der 636 abgegebenen Stimmen waren Ja-Stimmen. Neben den Abgeordneten aus Union, SPD, FDP und Grünen stimmten die fünf Linken-Politiker Helin Evrim Sommer, Kersten Steinke, Thomas Nord, Matthias Höhn und Klaus Ernst für den Einsatz. Aus der AfD-Fraktion kamen 26 Ja-Stimmen.

17.42 Uhr: Deutscher Botschafter: Taliban sagen Ausreisen auch nach Truppenabzug zu

Die Taliban haben nach Angaben des deutschen Botschafters Markus Potzel zugesagt, auch nach dem vollständigen Abzug der internationalen Truppen weiter Afghanen aus dem Land ausreisen zu lassen. Die Taliban hätten zugesichert, Afghanen "mit gültigen Dokumenten" könnten das Land nach dem 31. August mit kommerziellen Flügen verlassen, schrieb der zu Verhandlungen nach Doha entsandte Botschafter auf Twitter. Angesichts des geplanten US-Truppenabzugs zum 31. August fürchten viele Afghanen, das Land nicht mehr verlassen zu können.

17.30 Uhr: Ein Toter bei Absturz von Segelflieger in NRW

Beim Absturz eines Segelflugzeugs ist im nordrhein-westfälischen Oerlinghausen der Pilot ums Leben gekommen. Das Flugzeug stürzte am Mittwochmittag nahe dem dortigen Flugplatz in einem Waldgebiet ab, wie die Polizei in Detmold mitteilte. Eine Zeugin schlug Alarm, und das Flugzeug wurde bereits kurze Zeit später gefunden. Ein Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod des 74-jährigen Piloten feststellen.

17.27 Uhr: Frankreich geht mit Sicherheitscheck gegen mögliche Gefährder vor

Frankreich unterzieht ausreisewillige Afghanen eingehenden Sicherheitschecks: Regierungssprecher Gabriel Attal sagte am Mittwoch nach der ersten regulären Kabinettssitzung nach der Sommerpause, es gebe ein "dreifaches Sicherheitsnetz", um mögliche Gefährder nicht ins Land zu lassen. Er reagierte damit auf Warnungen der Rechtspopulistin Marine Le Pen vor möglichen Risiken durch die Flüchtlinge.

Attal sprach von bis zu 2500 Menschen, die Frankreich aus Afghanistan bisher ausgeflogen habe. Dabei gebe es "keinen Blankoscheck", betonte er. "Jeder Fall, jedes Dossier wird genau unter die Lupe genommen." Dies geschehe an drei Stellen: In Kabul, bei der Zwischenlandung auf einem französischen Militärstützpunkt in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie bei der Ankunft in Frankreich.

17.25 Uhr: Schottland meldet so viele Corona-Fälle wie nie

Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Corona-Infektionen in Schottland ist auf den bislang höchsten Stand seit Beginn der Pandemie gestiegen. Am Mittwoch zählte die Gesundheitsbehörde 5021 nachgewiesene Neuinfektionen, wie aus den aktuellen Zahlen hervorgeht. Das entspricht dem höchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Im vergangenen Winter, als die Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenzen gerieten, lag die Zahl der Corona-Fälle im Schnitt bei rund 2500 Fällen pro Tag.

17.21 Uhr: Umfrage: Mehrheit gegen zusätzliche Kosten für Klimaschutz

Gut die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland (55 Prozent) lehnt zusätzliche Kosten für mehr Klimaschutz ab. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Gemeinschaftsausschusses der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft. Nur wenn es um Fleischkonsum ginge, sei rund ein Drittel der Befragten bereit, mehr zu zahlen, hieß es in der veröffentlichten Studie.

Demnach sind 89 Prozent der Befragten überzeugt, dass Unternehmen und die Wirtschaft im Allgemeinen viel bis sehr viel für den Klimaschutz leisten können – mehr noch als die Politik (80 Prozent) oder Verbraucherinnen und Verbraucher (73 Prozent). Darüber hinaus finden 60 Prozent Anreize für die Wirtschaft beim Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz sinnvoller als Verbote und Regulierungen.

17.15 Uhr: Endlich anerkannt: Ostfriesen sind Weltmeister im Teetrinken

Schon lange galten die Ostfriesen als Weltmeister im Teetrinken – nun ist die Vorliebe auch offiziell als Rekord anerkannt. Das Rekord-Institut für Deutschland hat ermittelt, dass die Ostfriesen im Schnitt pro Kopf jährlich 300 Liter Tee trinken. Hochgerechnet seien es rund 14 Millionen Liter pro Jahr, erklärte Rekord-Richter Rolf Allerdissen. Im Bundesdurchschnitt werden demnach gerade einmal 28 Liter pro Kopf und Jahr getrunken. Auf Platz zwei und drei folgen Lybien (287 Liter) und die Türkei (277 Liter).

Die Ostfriesische Teekultur geht bis in das 17. Jahrhundert zurück und ist in der Region im äußersten Nordwesten Niedersachsens fest verwurzelt. Bis zu sechs Teezeiten (auf Plattdeutsch: "Teetied") gehören für viele Ostfriesen zum Alltag. Seit 2016 ist die Ostfriesische Teekultur als immaterielles Kulturerbe bei der Unesco anerkannt.

17.02 Uhr: Imbiss-Betreiber schlägt Gast mit Pizza-Schaufel nieder

Der Betreiber eines Imbisses in Waghäusel (Baden-Württemberg) hat einen Gast mit einer Pizza-Schaufel niedergeschlagen und mit einem Messer angegriffen. Nachdem der 38-Jährige zu Boden gegangen war, soll der Angreifer ihm eine Schnittwunde im Gesicht zugefügt haben, wie die Polizei mitteilte. Der Gast habe sich vermutlich beschwert, woraufhin es am Dienstagabend zu einem Streit kam, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den Wirt.

17.00 Uhr: Journalisten: US-Soldaten verwehren Zugang zu Kabul

Journalisten am Kabuler Flughafen soll nach eigenen Angaben durch US-Soldaten der Zugang in die Stadt verwehrt worden sein. Der stellvertretende Chefredakteur der Boulevardzeitung "Bild", Paul Ronzheimer, selbst vor Ort, berichtete auf Twitter: "Unter Androhung von Militärpolizei zwingt US-Militär uns und zehn weitere internationale Journalisten, Flieger nach Doha zu nehmen. Obwohl wir einen gesicherten Weg raus aus dem Airport hatten Richtung Stadt. Krasser Angriff auf die Pressefreiheit." Im weiteren Verlauf berichtete Ronzheimer, man werde zum Flieger nach Doha eskortiert.

Ähnlich berichtete auf Twitter eine freischaffende Journalistin, die unter anderem regelmäßig für den "Guardian" arbeitete: Sie sei Teil einer Gruppe von Journalisten, die von US-Kräften gezwungen würden, in ein Flugzeug zu steigen. Alles, was man wolle, sei in Kabul zu bleiben. Sie schrieb auch: "Wer kann helfen?"

16.55 Uhr: Afghanen sollen auch nach Truppenabzug das Land verlassen können

Die militant-islamistischen Taliban haben in den Verhandlungen mit der Bundesregierung zugesagt, dass Afghanen auch nach dem für den 31. August geplanten US-Truppenabzug das Land verlassen dürfen. Das twitterte der deutsche Verhandlungsführer Markus Potzel nach Gesprächen mit dem Vizechef des politischen Büros der Taliban in Katar, Schir Mohammed Abbas Staneksai.

Der Truppenabzug der USA bedeutet ein Ende der Evakuierungsflüge der Bundeswehr schon in den nächsten Tagen. Der Sprecher des politischen Büros der Taliban in Doha, Suhail Schahin, schrieb am Mittwoch unter Bezug auf das Treffen mit Potzel auf Twitter, der fristgerechte Abzug der ausländischen Truppen aus Afghanistan ebne die Wiederaufnahme ziviler Flüge. Menschen mit rechtmäßigen Dokumenten könnten nach dem 31. August mit kommerziellen Flügen reisen. 

16.53 Uhr: Elf Flüchtlinge vor den Kanaren vermisst

Vor den Kanarischen Inseln sind mindestens drei Flüchtlinge ertrunken. Die drei Frauen gehörten "wahrscheinlich" zu einer Gruppe von elf als vermisst gemeldeten Migranten, sagte eine Sprecherin der spanischen Küstenwache der Nachrichtenagentur AFP. Demnach rettete die Küstenwache am Mittwochmorgen östlich der Insel Lanzarote 28 Nordafrikaner aus Seenot. Diese berichteten, dass sie ursprünglich mit elf weiteren Flüchtlingen an Bord des kleinen Bootes gewesen seien.

Wenige Stunden nach der Rettung bargen die Behörden im selben Gebiet die Leichen der drei Frauen. Erst in der vergangenen Woche hatte die Küstenwache in der Nähe der Kanarischen Inseln eine Frau gerettet, die sich an ein gekentertes Schlauchboot klammerte. Sie gab an, dass sich ursprünglich rund 50 Personen auf dem Boot befunden hätten.

16.47 Uhr: Österreich führt Testpflicht für Geimpfte ein

Das neue Schuljahr in Österreich wird mit einer "Sicherheitsphase" und engmaschigen Corona-Tests beginnen. In den ersten drei Wochen nach den Sommerferien müssen sich Kinder, Jugendliche und Lehrende drei Mal wöchentlich testen lassen, egal ob sie schon gegen Covid-19 geimpft sind oder nicht. Danach werden Corona-Maßnahmen abhängig von der regionalen Inzidenz gesetzt, wie Bildungsminister Heinz Faßmann ankündigte. Die Schulen öffnen im Osten Österreichs am 6. September, im Rest des Landes eine Woche später.

16.45 Uhr: Impfaktion für Schüler in Frankreich geplant

Frankreich plant nach Ende der Sommerferien eine große Impfaktion für Schüler. Bildungsminister Jean-Michel Blanquer sowie Gesundheitsminister Olivier Véran legten einen Plan vor, um in den Gymnasien und Gesamtschulen so viele Schüler so schnell wie möglich zu impfen.

Alle Kinder ab zwölf Jahren sollten spätestens zu Unterrichtsbeginn Anfang September ein Impfangebot erhalten, der Wettlauf gegen das Virus solle vor allem in Vierteln mit einer niedrigen Impfquote vorangetrieben werden. Dabei gehe es auch um soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit angesichts der Pandemie, hieß es. Schon jetzt sind in Frankreich viel mehr Kinder und Jugendliche gegen Corona geimpft als in Deutschland.

16.31 Uhr: Angeklagter gesteht Tötung von Mitbewohner in Asylunterkunft

Im Prozess um die tödlichen Messerstiche auf einen 25-jährigen Mann in einer Asylbewerberunterkunft im Main-Kinzig-Kreis hat der Angeklagte die Tötung eingeräumt. Sein Verteidiger verlas zum Prozessauftakt vor dem Hanauer Landgericht eine Erklärung, wonach das "äußere Tatgeschehen geständig eingeräumt wird". Die Staatsanwaltschaft hatte gegen den aus Somalia stammenden Mann Mordanklage erhoben. Der 34-Jährige habe seinen Mitbewohner aus niedrigen Beweggründen getötet, heißt es in der Anklageschrift.

Der Fall hatte unter anderem deshalb für Aufsehen gesorgt, weil es sich bei dem Angeklagten um einen rechtskräftig verurteilten Mann handelt, der seit 2017 abgeschoben werden sollte. Der Somalier war 2014 vom Landgericht Hanau wegen versuchten Totschlags zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er einen anderen Mann in Maintal (ebenfalls Main-Kinzig-Kreis) mit einem Messer in den Rücken gestochen und ihn lebensgefährlich verletzt hatte. Versuche, den Asylbewerber nach der Verbüßung der Hälfte der Freiheitsstrafe in sein Heimatland abzuschieben, scheiterten den Angaben nach, weil er keinen gültigen somalischen Pass besitzt.

16.36 Uhr: "Helfer-Stab" im Ahrtal gegründet

Ein neuer "Helfer-Stab" will den Einsatz von freiwilligen Helfern im Katastrophengebiet im Ahrtal besser koordinieren. Über den Zusammenschluss von Engagierten sollten Helfer und Bürger, die Unterstützung beim Aufräumen oder bei anderen Arbeiten bräuchten, zusammengebracht werden, teilte der Krisenstab in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit. Unter der Internetadresse helfer-stab.de könne man seine Hilfe anbieten.

16.17 Uhr: Keine LKW-Fahrer: Britischer Supermärkte alarmiert

Britische Supermärkte schlagen wegen des akuten Mangels an Lastwagenfahrern im Land Alarm. "Die Engpässe sind auf einem schlimmeren Niveau, als ich es je gesehen habe", sagte der Chef der Supermarktkette Co-op, Steve Murrells, der "Times". Sein Unternehmen habe angefangen, Mitarbeiter zu Fahrern umzuschulen.

Der Branchenverband Road Haulage Association geht von rund 100 000 fehlenden Fahrern aus. Das hat auch damit zu tun, dass nach dem Brexit viele Fahrer aus Europa das Land verlassen haben. Nun sind komplizierte und teure Visa-Verfahren notwendig, weshalb kaum neue hinzukommen. Außerdem gehen jeden Monat Tausende Fahrer in Rente und es gibt nicht genug Nachwuchs. Durch die Pandemie sind Zehntausende Fahrprüfungen ausgefallen.

16.00 Uhr: Mann mit fünfeinhalb Promille beim Klauen erwischt

In Rheinland-Pfalz hat die Polizei einen Mann mit mehr als fünf Promille beim Klauen erwischt. Ein Atemalkoholtest ergab den Wert von fünfeinhalb Promille, wie die Beamten in Neustadt an der Weinstraße mitteilten. Der Ladendieb bediente sich am Dienstagabend in einem Supermarkt bedient. Der 47-Jährige wollte das Geschäft dann mit Schinken und alkoholischen Getränken verlassen, ohne zu bezahlen. Ein Mitarbeiter hielt ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest.

15.47 Uhr: Bundestag stimmt Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in Kabul zu

Der Bundestag hat dem Einsatz von bis zu 600 Bundeswehrsoldaten bei der Evakuierungsaktion in der afghanischen Hauptstadt Kabul nachträglich zugestimmt. Die Abgeordneten billigten das bis zum 30. September befristete Mandat mit großer Mehrheit.

Mit dem Mandat schafft der Bundestag nachträglich die rechtliche Grundlage für den Einsatz. Das Parlament muss jedem bewaffneten Einsatz der Bundeswehr zustimmen. In Ausnahmefällen ist das auch nachträglich möglich, vor allem, wenn Gefahr in Verzug ist. Das trifft nach Ansicht der Bundesregierung auf die Evakuierung deutscher Staatsbürger und afghanischer Helfer von Bundeswehr und Bundesministerien zu.

15.46 Uhr: Studie: Corona-Impfschutz geht innerhalb von sechs Monaten zurück

Der Impfschutz der Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Astrazeneca nimmt laut einer britischen Studie innerhalb von weniger als sechs Monaten ab. Die Autoren der am Mittwoch vorgestellten "Zoe Covid"-Studie halten für einen anhaltenden Schutz daher Auffrischungsimpfungen für nötig.

Einen Monat nach der zweiten Biontech/Pfizer-Dosis schützt der Impfstoff der Studie zufolge zu 88 Prozent vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Dieser Schutz sinke allerdings nach fünf bis sechs Monaten auf 74 Prozent. Der Schutz des Astrazeneca-Impfstoffes sinke von 77 Prozent einen Monat nach der zweiten Dosis auf 67 Prozent nach vier bis fünf Monaten.

15.42 Uhr: 100.000 Studierende erhielten staatliche Nothilfe

In der Corona-Krise haben mehr als 100.000 Studentinnen und Studenten finanzielle Nothilfe vom Staat erhalten. Diese Zahl gaben das Bundesbildungsministerium und das Deutsche Studentenwerk (DSW) bekannt. Viele Betroffene hätten über mehrere Monate die sogenannte Überbrückungshilfe erhalten. Insgesamt seien fast 182 Millionen Euro ausgezahlt worden, etwa ein Drittel der Geförderten seien internationale Studierende. Die Nothilfe soll Ende September auslaufen.

Die Unterstützung wurde im Juni 2020 aufgelegt und ist für diejenigen gedacht, die während ihres Studiums zum Beispiel durch einen wegbrechenden Nebenjob in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Überwiesen werden 100 bis maximal 500 Euro pro Monat, wenn per Kontoauszug nachgewiesen werden kann, dass eine pandemiebedingte Notlage besteht. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.

15.34 Uhr: Italienische Küstenwache rettet Deflin aus Netz

Einsatzkräfte der italienischen Küstenwache haben einen in Not geratenen Delfin im Mittelmeer gerettet. Das Säugetier hatte sich am Dienstag in einem Nylonnetz verfangen und konnte sich nicht mehr alleine befreien, wie die Guardia Costiera auf Twitter schrieb. Das Tier hing vor der Küste Sardiniens nahe der Insel-Hauptstadt Cagliari fest. Zwei Taucher näherten sich dem zappelnden Delfin, wie ein Video der Küstenwache zeigte. Mit einem Netz versuchten sie und drei Männer auf einem Schlauchboot, den Delfin ruhig zu halten. Als sie die Fäden durchtrennt hatten, machte sich das Tier sofort auf und davon. Ob er sich verletzt hatte, war zunächst unklar.

15.32 Uhr: Russland meldet neue Waldbrände

Neben den riesigen Waldbränden in Sibirien sind nun auch in Zentralrussland mehrere Feuer ausgebrochen. In der Ural-Region Swerdlowsk kämpfte die Feuerwehr am Mittwoch gegen 15 Waldbrände, wie das Katastrophenschutzministerium mitteilte. In der Region gilt wegen einer Hitzewelle die höchste Waldbrandgefahr. Ein Feuer wütete auf beiden Seiten der Fernstraße von der Regionalhauptstadt Jekaterinburg in die Stadt Perm, wie auf Bildern in den Online-Netzwerken zu sehen war. Die Straße musste Berichten zufolge zeitweise gesperrt werden.

In der Region Mordwinien südöstlich von Moskau, wo ebenfalls heftige Brände wüten, gerieten nach Ministeriumsangaben Feuerwehrleute in Gefahr, die von Flammen eingeschlossen wurden. In der Region Nischni Nowgorod östlich von Moskau kämpften 1200 Feuerwehrleute und neun Löschflugzeuge gegen einen großen Waldbrand.

15.20 Uhr: Hopfenbauern erwarten gute Ernte

Die deutschen Hopfenpflanzer rechnen dieses Jahr mit einer recht guten Ernte: Die Gesamtmenge dürfte mit 47.845 Tonnen etwa zwei Prozent höher ausfallen als im Vorjahr, teilte ihr Verband im oberbayerischen Wolnzach mit. Nach ersten Hinweisen seien gute Alphawerte zu erhoffen, die für den Geschmack und die Qualität wichtig sind. Außerdem sei bereits ein sehr hoher Anteil der deutschen Anbaufläche unter Vertrag, womit "der Verkauf der Hopfen für die deutschen Pflanzer bereits gesichert ist".

15.01 Uhr: Lukas Podolskis Auftritt in "Supertalent"-Jury völlig offen – wegen Corona

Fußballer Lukas Podolski ist an Corona erkrankt – damit steht auch sein Auftritt in der Jury der RTL-Show "Das Supertalent" in den Sternen. Er sei positiv getestet worden und befinde sich in Quarantäne, sagte der 36-Jährige. Podolski wurde zu einer Online-Präsentation der Mediengruppe RTL zugeschaltet. Er habe keine Symptome und fühle sich "wie in den letzten Tagen und Wochen". Zunächst hatte "Bild" darüber berichtet. Das Portal "rtl.de" berichtete in dem Kontext über die "Supertalent"-Dreharbeiten: "Kaum hat die Supertalent-Jury rund um Lukas Podolski, Chantal Janzen und Michael Michalksy ihren ersten Arbeitstag am Pult absolviert, gibt es einen kleinen Schock-Moment, denn Lukas Podolski wurde positiv auf das Corona-Virus getestet und befindet sich in Quarantäne." Wie es weiter gehe, sei noch unklar, hieß es weiter. "Aktuell finden in Köln die Aufzeichnungen von "Das Supertalent" statt. Wie es damit nach Poldis positivem Corona-Test jetzt weitergeht, werden die Fans in Kürze erfahren."

14.49 Uhr: 32-jähriger Palästinenser stirbt nach Konfrontation an Gaza-Grenze

Nach Konfrontationen mit israelischen Soldaten am Gaza-Grenzzaun am Wochenende ist ein 32 Jahre alter Palästinenser seinen schweren Schussverletzungen erlegen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Der bewaffnete Arm der islamistischen Hamas, die Kassam-Brigaden, teilte auf Telegram mit, der Mann sei eines ihrer Mitglieder gewesen. Bei den Zusammenstößen waren nach offiziellen Angaben zudem weitere 40 Palästinenser und ein israelischer Grenzpolizist verletzt worden. Anschließend griff die israelische Luftwaffe nach Armeeangaben Ziele der im Gazastreifen herrschenden Hamas an.

14.45 Uhr: Amnesty fordert Aufklärung zum Tod Tausender Arbeiter in Katar

Menschenrechtler fordern von WM-Gastgeber Katar die Aufklärung über den Tod tausender Arbeitsmigranten im Land. Es gebe in vielen Fällen Hinweise auf einen Zusammenhang mit gefährlichen Arbeitsbedingungen, heißt es in einem veröffentlichten Bericht von Amnesty International. "Wenn relativ junge und gesunde Männer nach vielen Arbeitsstunden in extremer Hitze plötzlich sterben, wirft dies ernste Fragen über die Arbeitsbedingungen in Katar auf", sagte die Nahost-Expertin bei Amnesty International in Deutschland, Katja Müller-Fahlbusch, laut einer Mitteilung.

14.24 Uhr: Russland und China wollen in Afghanistan-Krise Zusammenarbeit stärken

Vor dem Hintergrund der Krise in Afghanistan wollen China und Russland ihre Zusammenarbeit stärken. Der chinesische Präsident Xi Jinping und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin tauschten sich dazu in einem Telefonat aus. Das berichteten übereinstimmend der Kreml in Moskau und Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Der chinesische Staats- und Parteichef sagte Xinhua zufolge, dass China bereit sei, die Kommunikation und Zusammenarbeit mit Russland und der breiteren internationalen Gemeinschaft in der Afghanistan-Frage zu verstärken. Alle Parteien in Afghanistan sollten demnach ermutigt werden, eine offene politische Struktur aufzubauen, eine gemäßigte Innen- und Außenpolitik umzusetzen und sich von allen terroristischen Gruppen zu distanzieren.

14.22 Uhr: Baden-Württemberg plant Verzicht auf massenhafte Kontaktverfolgung

Nach Nordrhein-Westfalen plant auch Baden-Württemberg künftig auf die massenhafte Kontaktverfolgung bei Corona-Fällen zu verzichten. Das würde bedeuten, dass etwa die Besucher von Gaststätten, Kinos oder Museen demnächst nicht mehr ihre persönlichen Daten hinterlegen müssten, etwa mit Hilfe der Luca-App oder handschriftlich. Das Gesundheitsministerium in Stuttgart bestätigte am Mittwoch einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung", wonach das Land hier einen Strategiewechsel vorbereite. Bisher waren die Daten nötig, damit die Gesundheitsämter bei einem Corona-Fall etwa die Nebensitzer aufspüren können.

14.10 Uhr: Debatte zu Hallervorden-Attacke gegen Gendern - "Palim:innen!"

Dieter Hallervordens Vergleich von Gendern mit der Sprachpolitik von Nationalsozialisten und Kommunisten hat teils erregte Debatten ausgelöst. Der Schauspieler und Bühnenchef hatte am Dienstag bei einem Termin seines Schlosspark Theaters in Berlin betont, sein Haus werde sich am Gendern nicht beteiligen. "Alles, was von Seiten des Theaters herausgegeben wird, wird nicht dazu dienen, die deutsche Sprache zu vergewaltigen."

Der 85-Jährige hatte auch gesagt: "Natürlich entwickelt sich Sprache. Aber sie entwickelt sich nicht von oben herab auf Befehl. Es hat in der letzten Zeit nämlich zwei Versuche gegeben. Einmal von den Nazis und einmal von den Kommunisten. Beides hat sich auf Druck durchgesetzt, aber nur temporär - und zwar auf Zwang." Die feministische Rapperin Lady Bitch Ray - sie ist studierte Sprachwissenschaftlerin - twitterte: "Seit wann befinden sich marginalisierte Frauen oder trans Menschen gesellschaftlich „OBEN“??" Die Musikerin fügte hinzu: "Vor allem reaktiviert Hallervorden mit seinem Nazi & „Kommunisten“-Vergleich die Hufeisentheorie, die wissenschaftlich schon längst widerlegt ist." Die Theorie bezeichnet sehr knapp gesagt eine Nähe zwischen Links- und Rechtsextremismus.

14.00 Uhr: Indonesische Marine startet Impfkampagne

In Indonesien sind neuerdings Impfteams auf Marineschiffen unterwegs, um Fischer gegen das Coronavirus zu impfen. Die Marine des weltgrößten Inselstaats hat 60 Schiffe bereitgestellt, um die tausende Kilometer lange Küste abzuklappern – von Sumatra im Westen über die Ferieninsel Bali bis Papua im Osten. Seit dem Start des ungewöhnlichen Impfprogramms vergangene Woche wurden nach offiziellen Angaben schon rund tausend Seeleute geimpft.

In Indonesien sind bisher erst zwölf Prozent der 270 Millionen Einwohner vollständig gegen Corona geimpft. Viele Fischer verbringen Wochen oder sogar Monate auf ihren Schiffen. Andere, die näher an der Küste bleiben, stechen morgens schon früh in See - bevor Impfzentren öffnen. "Darum ergreifen wir die Initiative, sie auf See zu erreichen", sagt Marinesprecher Laode Muhamad Holib.

13.55 Uhr: Amazon eröffnet Forschungs- und Entwicklunszentrum in Dresden

Der Online-Versandhändler Amazon hat ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in Dresden eröffnet. IT-Expertinnen und -Experten sollen hier am Cloud-Dienst von Amazon Web Services arbeiten. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) durchschnitt gemeinsam mit US-Generalkonsul Ken Toko und Chris Schlaeger, Geschäftsführer der Amazon Development Center Germany GmbH, ein Band vor dem Eingang des Gebäudes.

Der Dresdener Standort ist eines von vier Forschungs- und Entwicklungszentren von Amazon in Deutschland. Weitere Zentren sind in Aachen (Schwerpunkt: Sprachdienste), Berlin (Maschinelles Lernen) und Tübingen (Computer Vision, Kausalität). Die Teams kooperieren jeweils mit lokalen Forschungsinstitutionen und Universitäten.

13.50 Uhr: Zoll beschlagnahmt tonnenweise Shishatabak und Potenzmittel

Bei einer Kontrolle ist dem Koblenzer Zoll ein Lastwagen mit rund 8,3 Tonnen Wasserpfeifentabak und mehr als 300 Kilogramm Potenzmittel an Bord ins Netz gegangen. Die Schmuggelware war als Flüssigseife getarnt, wie das Hauptzollamt in Köln mitteilte. Demnach wurde der Sattelzug Mitte August auf einem Rastplatz der Autobahn 61 mit einem mobilen Röntgengerät überprüft.

Der Laster sei auf dem Weg aus Südeuropa in ein westeuropäisches Nachbarland gewesen. Nähere Angabe zur Route könnten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gemacht werden. Die beschlagnahmten Waren würden nach Abschluss des Verfahrens vernichtet.

13.43 Uhr: Jugendlicher Einbrecher in Schlick steckengeblieben

Ein 16-jähriger mutmaßlicher Einbrecher ist in Hamburg auf der Flucht vor der Polizei im Schlick eines sogenannten Fleets steckengeblieben. Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei hätten den jungen Mann mit einem Schlauchboot befreien müssen, teilten die Beamten in der Hansestadt mit. Er war zuvor aus einem von der Polizei umstellten Gebäude in der Nähe des Hafens durch ein eingeschlagenes Fenster in den Kanal gesprungen.

Laut Polizei herrschte zur Zeit der Geschehens in der Nacht zum Mittwoch allerdings Ebbe, weshalb der mit der Elbe verbundene Fleet kaum Wasser führte. Der 16-Jährige sprang in den Schlick und saß fest. Er war zuvor bei einem Einbruch in ein Café in der Hamburger Hafencity bemerkt worden. Als Beamte das Gebäude durchsuchten, wollte er über die Wasserseite flüchten. Der Jugendliche wurde festgenommen und unter Polizeibegleitung in ein Krankenhaus gebracht, wo er wegen einer Unterkühlung ambulant behandelt wurde.

13.35 Uhr: "Unerwünschte Folgen": Lidl ruft Cannabisprodukte zurück

Der Discounter Lidl ruft eine Reihe von Cannabisprodukten und ein Hanföl wegen erhöhten THC-Gehalts zurück. Ein Verzehr dieser Lebensmittel könne unerwünschte gesundheitliche Folgen mit sich bringen, beispielsweise Stimmungsschwankungen und Müdigkeit, warnte Lidl am Mittwoch. Kunden sollten den Rückruf unbedingt beachten und die Produkte nicht weiter verwenden.

Lidl rief Hanfkekse der Sorten Chocolate, Classic, Cranberry und Hash zurück, die unter dem Namen Mary & Juana verkauft werden. Ebenfalls nicht verzehren sollen Verbraucherinnen und Verbraucher den Cannabistee "Tea of mind" sowie den Riegel "Raw Cannabis Protein Bar Apple", alles vom tschechischen Hersteller Euphoria Trade. Das kaltgepresste "Vita D'or Bio Hanföl" stammt vom Hersteller P. Brändle.

13.33 Uhr: Verletze nch Unfall auf A3

Bei einem Unfall auf der Autobahn 3 in Bayern sind am Mittwochmorgen elf Menschen verletzt worden. Unter ihnen befanden sich vier Kinder, wie die Polizei in Nürnberg mitteilte. Ein Lastwagen stieß demnach in einer Baustelle bei Erlangen aus unbekannter Ursache gegen die rechte Fahrbahnabgrenzung und durchbrach die Mittelleitplanke. Anschließend prallten auf der Gegenspur vier Autos gegen den Lastwagen.

Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Für die Rettung und die Unfallaufnahme blieb die A3 in beide Richtungen über mehrere Stunden voll gesperrt.

13.30 Uhr: AfD für begrenzet Aufnahme afghanischer Ortskräfte

Die AfD-Fraktion im Bundestag unterstützt in eng begrenztem Umfang die Evakuierung ehemaliger Ortskräfte der Bundeswehr aus Afghanistan. Darüber hinaus sollte Deutschland keine weiteren Flüchtlinge aus dem inzwischen wieder von den Taliban kontrollierten Land aufnehmen, forderte der Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland in einer Debatte zur Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Die AfD findet die Kriterien für die Auswahl der Afghaninnen und Afghanen, die Deutschland schützen will, zu "schwammig". Deshalb und weil die Bundesregierung aus ihrer Sicht nicht genug für deren Aufnahme in Nachbarländern Afghanistans getan hat, habe die Fraktion entschieden, sich bei der Abstimmung über den Antrag der Bundesregierung zu dem bereits seit Mitte August laufenden Evakuierungseinsatz in Afghanistan zu enthalten, sagte der AfD-Abgeordnete Paul Hampel vor Journalisten.

13.26 Uhr: VW verlängert Kurzarbeit wegen fehlender Halbleiter

Die Produktion im Volkswagen-Stammwerk in Wolfsburg läuft wegen fehlender Elektronikbauteile eingeschränkt weiter. Die Kurzarbeit wurde bis zum 5. September verlängert, wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte. Es solle auf allen Fertigungslinien nur in einer Schicht produziert werden. Neben dem Stammwerk in Wolfsburg seien auch die Standorte Zwickau und Dresden betroffen. Wie viele Beschäftigte insgesamt davon betroffen seien, konnte der Sprecher nicht sagen.

13.10 Uhr: Vermisstensuche bei Höllentalklamm beendet

Die erneute Suche nach einem Vermissten nach der Flutwelle an der Höllentalklamm ist rgebnislos zu Ende gegangen. Sieben Einsatzkräfte, darunter geschulte Schluchtenwanderer, hätten den Hammersbach unterhalb der Klamm am Mittwochvormittag rund drei Stunden lang abgesucht, seien aber nicht fündig geworden, sagte eine Polizeisprecherin. Weitere Suchaktionen seien ohne neue Hinweise vorerst nicht mehr geplant: "Es ist alles abgesucht, was den Klammbereich betrifft."

Bei der Flutwelle an der Klamm am Fuß der Zugspitze war am Montag vergangener Woche eine 33 Jahre alte Frau aus Lichtenfels in Oberfranken ums Leben gekommen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei der weiter vermissten Person um ihren 34 Jahre alten Lebenspartner aus dem Landkreis Coburg handelt.

13.06 Uhr: WHO: Corona-Zahlen stabilisieren sich

Die Zahl der weltweit gemeldeten Corona-Infektionen stabilisiert sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offenbar. In der Woche vom 16. bis 22. August wurden aus aller Welt 4,5 Millionen Ansteckungen gemeldet, wenig mehr als in der Vorwoche, wie aus dem veröffentlichten wöchentlichen WHO-Corona-Bericht hervorgeht. Die Zahl der im gleichen Zeitraum gemeldeten Todesfälle blieb etwa gleich mit gut 68 000. In der Region Europa, zu der 53 Länder bis nach Aserbaidschan gehören, stieg die Zahl der gemeldeten Todesfälle um elf Prozent, auf dem amerikanischen Kontinent um zehn Prozent, während sie andernorts zurückging.

12.58: Russland evakuiert über 500 Menschen aus Afghanistan

Moskau evakuiert mehr als 500 Russen und Staatsangehörige aus ehemaligen Sowjetstaaten aus Afghanistan. Es seien vier Transportflugzeuge im Einsatz, um die Staatsangehörigen aus Russland, Belarus, Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan und der Ukraine auszufliegen, teilte die russische Armee mit.

12.38 Uhr: Merkel: Entwicklung in Afghanistan "offensichtlich unterschätzt"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Fehleinschätzungen der internationalen Gemeinschaft bei der Entwicklung in Afghanistan nach dem Abzug der internationalen Streitkräfte eingeräumt. Es sei unterschätzt worden, "wie umfassend und atemberaubend" schnell der Widerstand gegen die radikalislamischen Taliban aufgegeben worden sei, sagte Merkel am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Bundestag. Die gesamte internationale Koalition habe die Geschwindigkeit dieser Entwicklung "ganz offensichtlich unterschätzt".

Merkel versicherte, die Evakuierungsmission aus Afghanistan "solange wie möglich" fortzusetzen. Sie machte aber keine Angaben dazu, wie lange die Evakuierungsflüge der Bundeswehr noch andauern. Aus Sicherheitskreisen hatte es zuvor geheißen, dass die Bundeswehr-Luftbrücke voraussichtlich schon am Freitag enden werde. Merkel betonte, dass Ende der Luftbrücke dürfe nicht das Ende der Bemühungen sein, afghanischen Ortskräften zu helfen. 

12.32 Uhr: Frankreich verschärft Gesetz gegen Islamisten

Gut zehn Monate nach der Enthauptung des Lehrers Samuel Paty ist in Frankreich ein verschärftes Gesetz gegen islamistische Einflüsse in Kraft getreten. Das Gesetz "zur Stärkung der Prinzipien der Republik" wurde am Mittwoch im Amtsblatt veröffentlicht. Präsident Emmanuel Macron hatte die Novelle im Herbst angestoßen. Unter anderem Hassaufrufe im Internet werden damit deutlich härter geahndet: Bis zu drei Jahre Haft drohen jedem, der "das Leben eines anderen durch Verbreitung von Informationen über dessen Privat- und Familienleben oder seinen Beruf in Gefahr bringt".

Zudem will die Regierung den Einfluss der Türkei, Saudi-Arabiens und anderer Länder auf französische Moscheen begrenzen. Das Gesetz sieht auch eine schnellere Möglichkeit zur Schließung von Gotteshäusern oder religiösen Vereinen vor, wenn dort Hass und Gewalt gepredigt wird.

12.28 Uhr: SPD-Abgeordnete beklagt sexuelle Übergriffe im Bundestag

Die bayerische SPD-Abgeordnete Bela Bach (30) berichtet von Belästigung und sexuellen Übergriffen im Deutschen Bundestag. "Ein Kollege in entscheidender Funktion sicherte mir Unterstützung bei einem Antrag zu, wenn ich für ein privates Treffen zur Verfügung stünde", sagte sie der Zeitschrift "Bunte". Und es sei nicht nur bei Sprüchen geblieben: "Im Plenum hat ein anderer Kollege, der mir gegenüber mehrfach mit sexistischen Sprüchen aufgefallen ist, sich so über den Sitz gebeugt, dass er mir über das Gesäß streifen konnte. Das sind Momente, da kann man nicht glauben, dass das passiert."

Die in Magdeburg geborene Wahl-Münchnerin Bach war 2020 als Nachrückerin in den Bundestag eingezogen, kandidiert allerdings nicht mehr für die neue Legislaturperiode. Sie ist nicht die erste Bundestagsabgeordnete, die über Sexismus im Parlament klagt. Sie könne sich "als Frau im Plenum des Deutschen Bundestags nicht sicher fühlen", betonte Bach.

12.17 Uhr: Griechischer Präsident räumt Versäumnisse bei Brandbekämpfung ein

Bei den Vorbereitungen zur Bekämpfung der Brände in Griechenland hat es diesen Sommer Fehler gegeben. Deswegen will das südeuropäische Land im nächsten Jahr mehr Löschflugzeuge einsetzen. Zudem werde es eine neue Behörde geben, die die Einsatzkräfte besser koordinieren soll. Das teilte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis mit. "Ich sage es offen: Wir hatten uns gut vorbereitet. Aber nicht gut genug, um mit diesem Phänomen fertig zu werden", sagte er im griechischen Parlament. Seine Regierung in Athen werde "bis ins letzte Detail" die Fehler suchen, damit sie nicht wiederholt würden.

Das von Athen eingesetzte Evakuierungssystem über SMS-Nachrichten an die Einwohner – sobald ein Brand eine Ortschaft bedroht - habe dazu beigetragen, dass es keine Opfer gab, hieß es. Allein die Wald- und Buschgebiete, die diesen Sommer in Griechenland zerstört wurden, seien schon größer als 100 000 Hektar, teilte Mitsotakis mit. Im Durchschnitt seien seit Anfang August 60 Brände pro Tag in Griechenland ausgebrochen. Zudem seien zahlreiche Häuser sowie landwirtschaftlich genutztes Land zerstört worden. Alle Geschädigten würden Hilfe bekommen, um ihre Häuser wieder aufzubauen, hieß es.

12.15 Uhr: Soldatenarbeitskreis: "Afghanistan-Einsatz verlogen

Der kritische Soldatenarbeitskreis "Darmstädter Signal" bewertet Deutschlands Beteiligung am Einsatz in Afghanistan als "riesigen Fehler". "Der Einsatz war so verlogen wie die Überraschung [über das Ende] geheuchelt", sagte der Sprecher des Arbeitskreises, Florian Pfaff, dem Südwestrundfunk. "Man wurde im Grunde herausgeworfen. Man hatte die Standorte aufgeben müssen, weil der Druck zu groß war." Wer jetzt so tue, als hätte man sich auf die afghanische Armee verlassen, sei unehrlich, ergänzte Pfaff im Radioprogramm SWR Aktuell. Die Kriege im Irak und in Afghanistan bezeichnete er als sinnlos und verlogen.

12.10 Uhr: Azubi-Umfrage: Urlaub und Lohn während Corona gekürzt

Die Corona-Krise hat laut einer Umfrage unter Auszubildenden auch in der Berufsausbildung deutliche Spuren hinterlassen und sogar zu Kürzungen bei Urlaub und Ausbildungsvergütung geführt. Fast 60 Prozent absolvierten zumindest Teile ihrer Ausbildung im Homeoffice, wie die nun vorgelegte "Corona-Ausbildungsstudie" der Nachwuchsorganisation des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB-Jugend) zeigt.

Scharfe Kritik übte der DGB daran, dass einige Arbeitgeber nach Angaben der Befragten Urlaubstage und Ausbildungsvergütung gekürzt haben. Die Arbeitgeber stünden auch in der Corona-Krise in der Pflicht, für eine gute Ausbildungsqualität zu sorgen und geltende Gesetze einzuhalten, sagte DGB-Jugendreferent Joscha Wagner. "Um das zu gewährleisten brauchen wir mehr effektive und regelmäßige Kontrollen in den Ausbildungsbetrieben, sonst geht es immer stärker zulasten der Auszubildenden".

Etwa einem Viertel (24,3 Prozent) der Befragten wurde der Studie zufolge die Ausbildungsvergütung gekürzt. Fast jeder fünfte Auszubildende (18,7 Prozent) habe angegeben, dass ihr oder ihm seit Beginn der Corona-Pandemie mindestens einmal der Urlaub gekürzt worden sei, obwohl das nicht erlaubt sei, hieß es vom DGB.

12.05 Uhr: Patientenbefragung: Weniger Arztbesuche und kürzere Wartezeiten

Die Zufriedenheit von Patienten mit der Terminvergabe beim Arzt ist einer Umfrage zufolge leicht gestiegen. Auch die Wartezeit in Praxen hat sich nach Wahrnehmung der Patienten verkürzt. Weniger Menschen haben nach eigenen Angaben zudem im vergangenen Jahr überhaupt eine Ärztin oder einen Arzt aufgesucht. Das zeigen Daten einer Befragung durch die FGW Telefonfeld GmbH im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die nun veröffentlicht wurden.

12.00 Uhr: Bundesarbeitsgericht: Arbeitszeugnis darf nicht wie Schulzeugnis aussehen

Ein Arbeitszeugnis darf nicht in Tabellenform wie ein Schulzeugnis aussehen. Arbeitnehmer können vielmehr auf einem im Fließtext formulierten Arbeitszeugnis bestehen, wie das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt in einem veröffentlichten Urteil entschied. Es gab damit der Klage eines Elektrikers aus Westfalen im Grundsatz statt. 2018 hatte er seinen Arbeitsplatz selbst gekündigt. Das Arbeitszeugnis seines bisherigen Arbeitgebers war nach einer Einleitung wie ein Schulzeugnis als Tabelle gefasst. Verschiedenste Punkte wie Kenntnisse, Motivation und Arbeitsqualität wurden mit Schulnoten bewertet.

Wie nun das BAG entschied, wird dadurch der Anspruch des Arbeitnehmers auf ein "qualifiziertes Arbeitszeugnis" nicht erfüllt. Ein solches Zeugnis müsse "individuell auf den einzelnen Arbeitnehmer zugeschnitten" sein. Dies erfordere "individuelle Hervorhebungen und Differenzierungen", wie sie nur in einem Fließtext möglich seien.

11.55 Uhr: Schüsse bei Familienstreit – ein Toter

Nach einem eskalierten Familienstreit ist ein 39-Jähriger im hessischen Groß-Gerau von der Polizei erschossen worden. Der Mann habe zuvor seine Frau, seine Schwiegermutter und zwei Nachbarn mit einem Messer verletzt, teilte die Staatsanwaltschaft in Darmstadt mit. Die 66 Jahre alte Schwiegermutter sei bei der Attacke am Dienstagabend nicht unerheblich verwundet worden.

Der Somalier griff nach dem Streit der Staatsanwaltschaft zufolge zunächst seine 40 Jahre alte Frau und deren Mutter an. Als die Ehefrau aus der Wohnung flüchtete, sei der 39-Jährige hinter ihr hergegangen und verletzte auch die beiden zur Hilfe eilenden 43 und 46 Jahre alten Nachbarn. Als die alarmierte Polizeistreife eintraf, schoss sie bei der Festnahme auf den Somalier, wie die Polizei am Dienstagabend mitteilte. Der schwer verletzte Mann sei noch während der Versorgung durch einen Notarzt gestorben.

11.52 Uhr: Landwirtschaftsministerin: Ernte in diesem Jahr unterdurchschnittlich

Die Ernten bei Getreide, Obst und Gemüse fallen in diesem Jahr nur unterdurchschnittlich aus. Das teilte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) mit. Sichere Ernten seien nicht selbstverständlich, sagte sie. Die Landwirtschaft müsse sich an den Klimawandel anpassen. "Die Erwartungen für die Ernte waren lange optimistisch. Vielerorts wurden und werden die Erntearbeiten aber durch Schauer und Gewitter ausgebremst, darunter leiden Erträge und Qualität", erklärte Klöckner. Das spiegele sich auch im Ergebnis wider.

Beim Getreide wird demnach eine Erntemenge von 42,1 Millionen Tonnen erwartet. Das wären 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr und 4,8 Prozent weniger als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020.

11.33 Uhr: Deutliche Mehrheit für Verlängerung der epidemischen Lage in Sicht

Im Bundestag zeichnet sich eine deutliche Mehrheit für die Verlängerung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite ab. Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Erwin Rüddel (CDU), kündigte im Deutschlandfunk an, dem Vorhaben trotz anfänglicher Bedenken nun doch zuzustimmen. Die Grundlage habe sich geändert, weil die Bundesregierung nunmehr den Inzidenzwert als entscheidenden Maßstab für Corona-Maßnahmen aus dem Infektionsschutzgesetz streichen wolle. Damit sei der Grundstock für eine Normalisierung gelegt.

11.04 Uhr: Medien: US-Geheimdienst kann Ursprung des Coronavirus nicht eindeutig ermitteln

Ein von US-Präsident Joe Biden angeforderter Geheimdienstbericht zum Ursprung des Coronavirus hat Medienberichten zufolge keine eindeutigen Ergebnisse gebracht. Die vor drei Monaten in Auftrag gegebene Untersuchung habe nicht abschließend herausfinden können, ob das zuerst in China festgestellte Virus durch Tiere auf den Menschen übertragen wurde oder aus einem Labor stammen könnte, berichtete die "Washington Post" am Dienstag. Teile des bisher geheimen Berichts, der am Dienstag dem Weißen Haus vorgelegt wurde, könnten der "Washington Post" zufolge in den kommenden Tagen freigegeben werden. Die Zeitung berief sich dabei auf zwei mit dem Fall vertraute US-Beamte.

11.02 Uhr: Taliban-Vizechef: Afghanen können auch später noch ausreisen

Einem hochrangingen Taliban-Führer zufolge können Afghanen auch in der Zukunft problemlos und in Ruhe das Land verlassen. "Wenn sie für Jobs ins Ausland gehen oder ihr Leben verbessern wollten, können sie später Pässe beantragen, Visa bekommen und über legale Wege das Land verlassen", sagte der Taliban-Vizechef Mullah Jakub in einem am Dienstagabend auf offiziellen Taliban-Kanälen verbreiteten Audio-Interview. Niemand werde sie daran hindern. So chaotisch auszureisen wie derzeit sei ein Problem für alle Seiten.

11 Uhr: Malala "bricht das Herz" wegen Taliban-Machtübernahme in Afghanistan

Die pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai hat sich erschüttert über die jüngsten Entwicklungen in Afghanistan nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban gezeigt. In einem Blog-Eintrag, den sie am Dienstagabend veröffentlichte, berichtete sie ausführlich über ihren Genesungsprozess von dem Kopfschuss, den sie als 15-Jährige durch die Taliban in ihrem Heimatland erlitten hatte. Sie habe kürzlich ihre sechste Operation in der US-Metropole Boston hinter sich gebracht, so die 24-Jährige.

10.44 Uhr: SPD-Abgeordnete Bach prangert Sexismus im Bundestag an

Die SPD-Abgeordnete Bela Bach prangert Sexismus im Bundestag an. "Ein Kollege in entscheidender Funktion sicherte mir Unterstützung bei einem Antrag zu, wenn ich für ein privates Treffen zur Verfügung stünde", sagte die 30-Jährige der Zeitschrift "Bunte" laut Vorabmeldung. Ein anderer Kollege, der ihr gegenüber mehrfach mit sexistischen Sprüchen aufgefallen sei, habe sich im Plenum so über den Sitz gebeugt, dass er ihr über das Gesäß habe streifen können.

Bach sagte der Zeitschrift, dass sie wütend gewesen sei - "auf mich selbst, aber auch auf die Situation, weil ich mich als Frau im Plenum des Deutschen Bundestags nicht sicher fühlen kann". Bach war im Februar 2020 als jüngste weibliche Abgeordnete in den Bundestag nachgerückt. Bei der anstehenden Bundestagswahl im September kandidiert sie nicht mehr.

10.26 Uhr: Südkorea will etwa 390 Afghanen aufnehmen

Südkorea will im Rahmen einer Evakuierungsaktion etwa 390 Menschen aus Afghanistan aufnehmen. Es handelt sich nach Angaben des Außenministeriums in Seoul um Ortskräfte, die vor der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban in der südkoreanischen Botschaft in Kabul oder in Einrichtungen einschließlich Krankenhäusern gearbeitet haben, die von Südkorea für den Wiederaufbau in Afghanistan gebaut wurden. Sie werden zusammen mit ihren Familien erwartet, wie Vizeaußenminister Choi Jong Moon am Mittwoch sagte. Sie hätten wegen der unsicheren Lage in ihrem Land um Hilfe gebeten, um nach Südkorea ausreisen zu können.

10.35 Uhr: Berichte: Bundeswehr-Luftbrücke aus Afghanistan könnte schon Mittwoch enden

Angesichts des bevorstehenden US-Truppenabzugs aus Afghanistan könnte Medienberichten zufolge die Bundeswehr ihre Evakuierungsflüge sehr bald beenden. Die "Bild"-Zeitung berichtetet von einem möglichen Ende schon am Freitag. Die ARD spricht sogar davon, dass die Luftbrücke bereits am heutigen Mittwoch auslaufen wird - das hätten mehrere Quellen bestätigt. Laut der "Bild"-Zeitung sollen die Soldaten das Land verlassen haben, bevor die Amerikaner am Dienstag offiziell abziehen. Der Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Auswärtigen Ausschuss, Roderich Kiesewetter (CDU), wollte dies im ZDF-"Morgenmagazin" nicht bestätigen. Klar sei aber, dass bei einem Abzug der USA am 31. August deren Partner zwei bis drei Tage vorher aus Afghanistan heraus müssten.

10.21 Uhr: 51 Evakuierte aus Afghanistan in Uganda gelandet

In Uganda sind 51 Flüchtlinge aus Afghanistan angekommen. Die Menschen seien aus Kabul mit einem privaten Charterflug evakuiert worden, die Maschine sei am Flughafen der Stadt Entebbe gelandet, teilte das ugandische Außenministerium mit. Die Anfrage zur vorübergehenden Aufnahme der gefährdeten Afghanen und weiterer Menschen sei aus den USA gekommen. Später sollen die Evakuierten in die USA und andere Länder weiterreisen. Die US-Botschaft in Kampala dankte der ugandischen Regierung für ihre "Großzügigkeit und Gastfreundschaft". Im ostafrikanischen Uganda halten sich nach UN-Angaben bereits fast 1,5 Millionen Flüchtlinge auf, vor allem aus dem benachbarten Südsudan und aus der Demokratischen Repubik Kongo.

10.18 Uhr: Inzwischen 100 Millionen Corona-Impfdosen gespritzt

Acht Monate nach dem Start der Corona-Impfungen in Deutschland sind mehr als 100 Millionen Impfdosen gespritzt worden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb auf Twitter, dies sei "eine der größten logistischen Leistungen in der Geschichte unseres Landes". Genau sind es nach Ministeriumsangaben nunmehr 100,2 Millionen verabreichte Dosen. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind demnach inzwischen 49,4 Millionen Menschen oder 59,4 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine erste Impfung erhalten haben 53,5 Millionen Menschen oder 64,4 Prozent aller Einwohner. Spahn dankte allen, die beim Impfen mithelfen.

10.17 Uhr: Elf Verletzte bei Unfall mit Lkw auf A3 - darunter vier Kinder

Bei einem Unfall mit einem Lastwagen auf der Autobahn 3 bei Erlangen sind elf Menschen verletzt worden - darunter laut Polizei auch mindestens vier Kinder. Der Lastwagen habe in Fahrtrichtung Regensburg im Bereich einer Baustelle die Mittelschutzplanke durchbrochen und sei dann auf die Gegenfahrbahn gekommen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken. Auf der Fahrspur in Richtung Würzburg seien danach vier Autos ineinander gekracht. Die elf Verletzten kamen den Angaben zufolge in Krankenhäuser. Lebensgefahr bestehe bei niemanden. Der Lastwagenfahrer wurde leicht verletzt und wurde an der Unfallstelle behandelt.

10 Uhr: Studie: Kriminelle Hacker bieten Erpressungssoftware zum Mieten an

Cyberkriminelle setzen bei ihren Erpressungsangriffen mit Verschlüsselungssoftware immer häufiger eine Art Mietsoftware ein, die von neuen Banden im Netz als Service bereit gestellt wird. Das geht aus einem neuen Bericht der IT-Sicherheitsfirma Palo Alto Networks hervor.  Ransomware-Attacken gelten derzeit als die größte Bedrohung im Cyberspace. Als Ransomware werden Schadprogramme bezeichnet, die bei den Opfern den Zugriff auf Daten und Systeme einschränken oder verhindern, indem sie beispielsweise alle Festplatten verschlüsseln. Für die Entschlüsselung verlangen die Angreifer ein Lösegeld (engl. "ransom").

9.55 Uhr: Bahn-Vorstand verzichtet auf Boni für 2021

Bahnchef Richard Lutz und die übrigen Konzernvorstände verzichten auf Boni für das Jahr 2021. Das geht aus einem Schreiben des Vorstands an Aufsichtsratschef Michael Odenwald hervor, das der Nachrichtenagentur DPA vorliegt. Die Topmanager kommen damit einer Forderung des Bundestagshaushaltsausschusses nach. Die Parlamentarier hatten den Verzicht im Gegenzug für geplante Milliardenhilfen für die Bahn verlangt. Auch für 2020 hatte es einen solchen Verzicht gegeben.

9.52 Uhr: Zwei Verletzte bei Säureangriff in U-Bahn-Station in Tokio

Bei einem Säureangriff in einer U-Bahn-Station in Tokio sind zwei Menschen verletzt worden. Der Angreifer konnte fliehen und wird gesucht, wie die japanische Polizei mitteilte. Der Angriff ereignete sich demnach am Dienstagabend in der U-Bahn-Station Shirokane Takanawa in einer wohlhabenden Gegend der japanischen Hauptstadt - während unter strengen Sicherheitsvorkehrungen die Eröffnungsfeier der Paralympischen Sommerspiele lief. Der Angreifer sprühte einem 22-jährigen Mann in einem Aufzug eine Flüssigkeit ins Gesicht, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Mann erlitt demnach Verätzungen im Gesicht. Gewalttaten sind in Japan eigentlich relativ selten.

9.39 Uhr: Kirche in bayerischem Utting am Ammersee durch Feuer schwer beschädigt

Im bayerischen Utting am Ammersee ist eine Kirche bei einem Brand schwer beschädigt worden. Wie die Polizei in Ingolstadt berichtete, stürzte der Dachstuhl des Gebäudes ein. Ein Nebengebäude des evangelischen Gotteshauses wurde ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Ursache des Feuers war demnach noch unklar, die Kriminalpolizei ermittelt. 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um das komplett in Flammen stehende Gebäude zu retten. Die Polizei schätzte den Sachschaden auf etwa 500.000 bis 750.000 Euro. Bei der Kirche handelt es sich um ein 1927 erbautes und später mehrfach erweitertes Holzgebäude.

9.39 Uhr: Russland schickt Flugzeuge nach Afghanistan für mehr als 500 Menschen

Russland schickt vier Militärtransportflugzeuge nach Afghanistan zur Rettung von mehr als 500 Menschen aus verschiedenen Ländern. Das teilte das Verteidigungsministerium der Staatsagentur Tass zufolge mit. Bei der großen Evakuierungsmission sollen neben Russen auch Bürger aus der Ukraine, aus Belarus und den zentralasiatischen Republiken Tadschikistan, Usbekistan und Kirgistan aus Afghanistan herausgeholt werden, hieß es. Moskau steht seit langem in Verhandlungen mit den militant-islamistischen Taliban, die in Russland als Terrororganisation verboten sind.

9.27 Uhr: Armee: Mehr als 100 islamistische Terroristen im Niger getötet

Soldaten haben im westafrikanischen Krisenstaat Niger mehr als 100 islamistische Terroristen nahe der Grenze zu Burkina Faso getötet. Die Militäroperation sei eine Vergeltungsmaßnahme gewesen, nachdem Dschihadisten Ende Juli 19 Soldaten in der nordwestlichen Region Torodi getötet hatten, sagte die Armee. Waffen, Munition und Fahrzeuge der Miliz seien demnach konfisziert worden. Welche Gruppe das Ziel der Offensive war blieb unklar. Im Niger, in Burkina Faso sowie in anderen Ländern der Sahelregion sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv. Einige haben dem Terrornetzwerk al Kaida oder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ihre Treue geschworen.

9.05 Uhr: Vermisstensuche nach Flut im Höllental wird fortgesetzt

Einsatzkräfte setzen die Vermisstensuche nach der Flutwelle an der Höllentalklamm fort. "Die Suche läuft gerade", sagte eine Polizeisprecherin. Das Team habe sich um 8 Uhr getroffen, neue Erkenntnisse gebe es bislang nicht. Die zunächst für Montag geplante Suche war wegen hoher Pegelstände nach dem Regen am Wochenende verschoben worden.

9.04 Uhr: Polizei erschießt Mann nach Auseinandersetzung in Groß-Gerau

Im hessischen Groß-Gerau hat die Polizei nach einer Auseinandersetzung einen Mann erschossen. Wie das Polizeipräsidium Südhessen in Darmstadt mitteilte, gingen am Dienstagabend in Groß-Gerau bei der Polizei mehrere Notrufe aufgrund einer Auseinandersetzung ein. Im Zuge der Festnahme sei es dann zum Schusswaffengebrauch gegen einen Tatverdächtigen gekommen. Dieser wurde hierbei schwer verletzt und verstarb noch während der notärztlichen Versorgung. Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind den Angaben zufolge derzeit noch unklar.

9.04 Uhr: Versicherer: Flutkatastrophe kostet bislang sieben Milliarden Euro

Die Flutkatastrophe Mitte Juli hat bislang Versicherungsschäden von rund sieben Milliarden Euro verursacht und damit mehr als bisher erwartet. Davon entfielen nach Angaben des Branchenverbandes GDV 6,5 Milliarden Euro auf Wohngebäude, Hausrat und Betriebe sowie rund 450 Millionen Euro auf Kraftfahrzeuge. "Mit fortschreitender Schadenaufnahme und -regulierung zeigt sich erst die Dimension dieses Extremereignisses", sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen.

8.44 Uhr: Missglücktes Fotoshooting in Gehege - Leopard greift Frau an

Bei einem Fotoshooting in einem Leoparden-Gehege ist eine Frau in Sachsen-Anhalt von dem Tier gebissen und schwer verletzt worden. Die 36 Jahre alte Frau aus Thüringen sei mit schweren Kopfverletzungen per Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht worden, teilte ein Polizeisprecher am Mittwoch in Halle mit. Bereits am Dienstagabend hatte der Burgenlandkreis mitgeteilt, dass bei einem "Zwischenfall" mit einem Leoparden eine Person verletzt worden sein soll. Über den genauen Hergang und die Schwere der Verletzungen hatten zu diesem Zeitpunkt noch keine Informationen vorgelegen.

Wie die Polizei inzwischen mitteilte, sollte die Frau nach ersten Erkenntnissen am Dienstagnachmittag mit dem Leoparden in einer sogenannten "Seniorenresidenz für Wildtiere" auf einem Areal bei Nebra (Burgenlandkreis) fotografiert werden.

8.35 Uhr: Corona-Demonstrationen am Wochenende in Berlin - Aufrufe im Internet

Die Gegner der Corona-Gesetze und die sogenannten Querdenker-Initiativen wollen an diesem Wochenende erneut in Berlin demonstrieren. Eine ganze Reihe von Kundgebungen sind für den Samstag und Sonntag rund um das Regierungsviertel angemeldet. Ebenso wie die letzte große Demonstration am 1. August wurden auch diese Proteste schon lange angekündigt. Bei der Versammlungsbehörde der Polizei wird überlegt, ob die Demonstrationen wegen der zu erwartenden Verstöße gegen die Corona-Bestimmungen erneut verboten werden können.

Genau vor einem Jahr hatten am 29. August 2020 Zehntausende Menschen in Berlin gegen die Corona-Einschränkungen protestiert. Demonstranten durchbrachen am Abend eine Absperrung am Reichstagsgebäude und besetzten kurzzeitig die Treppe vor einem Eingang. Seitdem konnten die Initiatoren nicht mehr so viele Menschen mobilisieren.

8.28 Uhr: Ermittler befragen Zeugen zu mutmaßlichem Uni-Giftanschlag

Nach dem mutmaßlichen Giftanschlag auf einem Campus der Technischen Universität (TU) in Darmstadt laufen die Ermittlungen der 40-köpfigen Mordkommission. "Das Erste ist jetzt, Zeugen zu vernehmen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Man ermittele in alle Richtungen und arbeite eng mit der TU zusammen. Die Kommission mit dem Namen "Licht" geht dem Verdacht des versuchten Mordes nach.

Sieben Menschen hatten am Montag Vergiftungserscheinungen aufgewiesen. Ein 30 Jahre alter Student befand sich zwischenzeitlich in einem kritischen Zustand. Nach Angaben der Ermittler waren mehrere Milchpackungen und Wasserbehälter mit einem gesundheitsschädlichen Stoff versetzt worden. Um welche Substanz es sich handelt, teilten sie nicht mit.

7.23 Uhr: Großraum Sydney meldet Rekord an Corona-Neuinfektionen

Trotz eines seit acht Wochen geltenden Lockdowns bekommt der australische Bundesstaat New South Wales mit der Metropole Sydney seine schwere Corona-Welle nicht unter Kontrolle. Am Mittwoch verzeichneten die Behörden innerhalb von 24 Stunden 919 Neuinfektionen - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Zwei Menschen, darunter eine erst etwa 30 Jahre alte Frau, seien in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, sagte Regional-Premierministerin Gladys Berejiklian.

6.36 Uhr: GDL-Streik beendet - Bahn nimmt Kurs auf Normalbetrieb

Nach dem Streik der Lokführergewerkschaft GDL nimmt die Deutsche Bahn Kurs auf einen Normalbetrieb. "Der Bahnverkehr ist am Morgen nach Ende des GDL-Streiks weitgehend normal gestartet", teilte die Deutsche Bahn am Morgen in Berlin mit. Am Mittwoch solle im Fern- und im Regionalverkehr sowie bei den S-Bahnen wieder das komplette Fahrplanangebot fahren. Der Arbeitskampf der GDL war am frühen Mittwochmorgen gegen 2.00 Uhr planmäßig beendet worden. Eine Lösung des Tarifkonflikts ist allerdings weiter nicht in Sicht.

6.35 Uhr: Ebola-Patientin in Elfenbeinküste nach offiziellen Angaben "geheilt"

Eine junge Frau aus Guinea, die im westafrikanischen Land Elfenbeinküste positiv auf das Ebola-Virus getestet worden war, ist nach Angaben des ivorischen Gesundheitsministeriums "geheilt". An der 18-Jährigen seien binnen 48 Stunden zwei Ebola-Tests vorgenommen worden, die beide negativ ausgefallen seien, sagte Ministeriumssprecher Serge Eholié der Nachrichtenagentur AFP. Da die Frau niemanden mehr anstecken könne, werde ihre Isolation aufgehoben. 

Die junge Frau war kurz vor ihrer Ebola-Diagnose mit dem Bus aus Labe im Norden von Guinea nach Abidjan gekommen. Bei der 18-Jährigen handelte es sich um die erste Ebola-Patientin in der Elfenbeinküste seit 1994. 

6.26 Uhr: Explosion in Mine in Kolumbien - zwölf Tote

Bei einer Explosion in einer Kohlemine im Nordosten Kolumbiens sind zwölf Menschen ums Leben gekommen. "Mit großer Trauer haben wir die Nachricht vom Tod von zwölf Bergarbeitern erhalten", schrieb der kolumbianische Präsident Iván Duque auf Twitter. Die Nationale Bergbauagentur hatte auf Twitter, vier der acht Leichen seien geborgen worden. Zudem würden vier Menschen vermisst, eine weitere Person sei verletzt worden. Die Explosion wurde Medienberichten zufolge vermutlich durch Methangas ausgelöst. Die Rettungskräfte waren seit dem Morgen im Einsatz, wobei Erdrutsche die Bergung im Laufe des Tages erschwerten.

5.30 Uhr: Umfrage: Mehrheit gegen zusätzliche Kosten für mehr Klimaschutz

Gut die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland (55 Prozent) lehnt zusätzliche Kosten für mehr Klimaschutz ab. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Gemeinschaftsausschusses der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft. Nur wenn es um Fleischkonsum ginge, sei rund ein Drittel der Befragten bereit, mehr zu zahlen, hieß es in der Studie.

Demnach sind 89 Prozent der Befragten überzeugt, dass Unternehmen und die Wirtschaft im Allgemeinen viel bis sehr viel für den Klimaschutz leisten können - mehr noch als die Politik (80 Prozent) oder Verbraucherinnen und Verbraucher (73 Prozent). Darüber hinaus finden 60 Prozent Anreize für die Wirtschaft beim Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz sinnvoller als Verbote und Regulierungen.

4.44 Uhr: Jury entzieht zurückgetretenem New Yorker Gouverneur Emmy-Auszeichnung

Der nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung zurückgetretene New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo muss seine Emmy-Auszeichnung zurückgeben. Die Jury des renommierten TV-Preises teilte mit, sie entziehe Cuomo den Emmy, den dieser im vergangenen Jahr für seine täglichen Corona-Briefings erhalten hatte. Cuomos Name sowie "jeglicher Hinweis darauf, dass er diesen Preis erhalten hat" würden ab sofort von allen Materialien der Emmy-Jury entfernt. 

Die Entscheidung, Cuomo den Emmy zu entziehen, erfolge vor dem Hintergrund eines Berichts der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft zu den Vorwürfen mehrerer Frauen gegen den 63-Jährigen sowie dessen Entscheidung, als Gouverneur zurückzutreten, erklärte die Jury in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP. 

4.13 Uhr: RKI registriert 11 561 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 61,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen lag sie bei 61,3 - am Vortag hatte der Wert 58,0 betragen, vor einer Woche 40,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.561 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 8324 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 39 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 22 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.889.173 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Unerwarteter Tod: Kabarettist "Dr. Stratmann" im Alter von 73 Jahren gestorben

4.00 Uhr: Mindestens 13 Tote durch Unwetter in Venezuela

Infolge schwerer Regenfälle im Westen Venezuelas sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. "Wir können von elf Toten aufgrund dieses sintflutartigen Regens in der Stadt Tovar sprechen und von zwei Kindern, die in der Gemeinde Pinto Salina in Santa Cruz de Mora starben", sagte der Gouverneur des Bundesstaates Mérida, Ramón Guevara, in einem auf Twitter veröffentlichten Video. In einem Video, das die Abgeordnete Olivia Lozano auf Twitter veröffentlichte, war zu sehen, wie Fahrzeuge von den Wassermassen weggeschwemmt wurden. In der Andenregion im Westen und Südwesten Venezuelas kommt es immer wieder zu heftigen Regenfällen, Erdrutschen und Überschwemmungen.

4.00 Uhr: Umfrage: 70 Prozent der Unionsanhänger für Kanzlerkandidaten-Wechsel

70 Prozent der Unterstützer von CDU und CSU sprechen sich einer Civey-Umfrage zufolge dafür aus, den Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet durch CSU-Chef Markus Söder zu ersetzen. Nur 23 Prozent der Unionsanhänger befürworten nach der Erhebung des Meinungsforschungsinstitut im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen", an Laschets Kandidatur festzuhalten. Weitere sieben Prozent antworteten unentschieden auf die Frage "Sollte CSU-Chef Markus Söder Ihrer Ansicht nach CDU-Chef Armin Laschet als Unionskanzlerkandidaten ersetzen?".

In der Gesamtbevölkerung ist den Angaben zufolge eine Mehrheit von 52 Prozent für einen Kandidatenwechsel, 38 Prozent sind dagegen. Jeder zehnte äußerte sich unentschieden. Laschet steht wegen schlechter Umfragewerte der Union unter Druck.

2.09 Uhr: Bidens Investitionsprogramm nimmt wichtige Hürde im Kongress

Die billionenschweren Investitionsvorhaben von US-Präsident Joe Biden haben im Kongress eine wichtige parlamentarische Hürde genommen. Im Repräsentantenhaus stimmte eine Mehrheit der Abgeordneten für eine Kompromisslösung im Zusammenhang mit Bidens geplanten Programmen zur Modernisierung des Sozialsystems und der Infrastruktur. Die beiden Gesetzespakete haben einen Gesamtumfang von rund 4,7 Billionen Dollar (rund vier Billionen Euro).

Biden begrüßte das Votum der Abgeordneten. "Heute hat das Repräsentantenhaus wichtige Schritte hin zu historischen Investitionen unternommen, die Amerika umgestalten, Steuern für arbeitende Familien senken und ein langfristiges Wachstum der amerikanischen Wirtschaft ermöglichen werden", sagte Biden. 

Die Investitionsvorhaben des Präsidenten umfassen ein Infrastrukturpaket mit einem Umfang von 1,2 Billionen Dollar und eine umfassende Sozialreform mit einem Volumen von 3,5 Billionen Dollar. 

1.27 Uhr: Mehr als 4650 Menschen von Bundeswehr aus Kabul evakuiert

Die Bundeswehr hat mittlerweile mehr als 4650 Bundesbürger, Afghanen und Bürger anderer Staaten aus Kabul evakuiert. Am späten Dienstagabend landete ein Militärtransporter des Typs A400M mit 178 schutzbedürftigen Menschen an Bord in der usbekischen Hauptstadt Taschkent, wie die Bundeswehr in der Nacht twitterte. "Damit wurden bisher insgesamt mehr als 4650 Menschen aus Afghanistan evakuiert", hieß es weiter. Von Taschkent aus geht es dann weiter nach Deutschland.

Derweil teilten die USA mit, vorerst an dem Plan festzuhalten, ihre Truppen bis zum 31. August aus Afghanistan abzuziehen. Der laufende internationale Militäreinsatz zur Evakuierung westlicher Staatsbürger, afghanischer Ortskräfte und anderer Schutzbedürftiger ist von der US-Truppenpräsenz abhängig. Bereits am Montag hatte ein Taliban-Vertreter die für den 31. August gesetzte Frist als "rote Linie" bezeichnet.

1.09 Uhr: US-Militär zieht "mehrere Hundert" Soldaten vom Flughafen Kabul ab

Das US-Militär hat seine Truppenpräsenz am Flughafen Kabul nach eigenen Angaben um "mehrere Hundert" Soldatinnen und Soldaten reduziert. Dies sei bei einem laufenden Einsatz Teil der normalen Entscheidungsgewalt des örtlichen Kommandeurs, erklärte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby. Es handle sich dabei unter anderem um Beschäftigte der Zentrale, Spezialisten für Wartungsarbeiten und andere Soldaten, deren Mission am Flughafen abgeschlossen sei, erklärte er am Dienstag (Ortszeit). Das US-Militär hatte dort zuletzt rund 5800 Soldaten im Einsatz.

dho/kng DPA AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker