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Bayern-Stürmer: Robert Lewandowski enttäuscht erneut - und ledert gegen seine Kollegen

Die WM 2018 wird für Robert Lewandowski zum Fiasko. Der Bayern-Stürmer zeigte eine enttäuschende Leistung und blieb erneut torlos. Mit dem angestrebten Vereinswechsel dürfte es nichts werden.

Robert Lewandowski

Zwei Spiele, zwei Niederlagen, kein Treffer: Es ist nicht die WM des Robert Lewandowski.

DPA

Robert Lewandowski schüttelte immer wieder den Kopf und zuckte mit den Schultern. Zwölf Minuten lang sprach der Bayern-Torjäger über die große Enttäuschung nach dem frühen WM-Aus mit Polen, die Hände tief in den Hosentaschen vergraben. Doch eine Erklärung hatte der Kapitän nicht. "Es bringt nichts, sich etwas vorzumachen - wir waren schwächer", sagte der 29-Jährige nach der 0:3-Demütigung durch Kolumbien. "Wir sind alle sauer und traurig."

Der Vorrunden-K.o. war auch ein persönlicher Tiefschlag für den Münchner, der einmal mehr auf großer Bühne enttäuschte, während sein Klub-Kollege James Rodríguez mit zwei Vorlagen die Partie entschied. Nur zwei Treffer gelangen dem Bundesliga-Torschützenkönig in seinen bislang zehn WM- und EM-Spielen für Polen. Auch bei der Pleite in Kasan konnte er seine Extraklasse nicht zeigen. Seine fünf Torschüsse waren harmlos, nur 46 Prozent seiner Zweikämpfe gewann Lewandowski.

Robert Lewandowski macht keine Werbung für sich

"Ich hatte keine Torchancen. Aus nichts kann ich nichts zaubern", klagte der Stürmer mit Blick auf seine Mitspieler. Eine Empfehlung für den angestrebten Vereinswechsel im Sommer war sein Auftritt nicht gerade. Nach 180 WM-Minuten in Russland stehen für Lewandowski und Co. null Punkte und nur ein Treffer zu Buche. Und die Medien in der Heimat urteilten hart über das Team von Nationaltrainer Adam Nawalka. "Blamage! Schwächlinge!" titelte das Boulevardblatt "Fakt". Die Zeitung "Gateza Wyborcza" bilanzierte: "Es gab einen Kampf, aber der war ohne Plan." Der spät eingewechselte Abwehrchef Kamil Glik gab zu: "Wir hatten vielleicht eine Gelegenheit in zwei Spielen. Das war's." 

Schon nach dem 1:2 gegen den Senegal zum Auftakt hatte sich Lewandowski an den Albtraum der vergangenen Europameisterschaften erinnert gefühlt, als der Stürmer jeweils enttäuschte. Und gegen Kolumbien wurde es nicht besser - im Gegenteil. "Ich fühle erst einmal Verbitterung, Wut und Ohnmacht", sagte Lewandowski. "Wir waren nicht im Stande, dem Rivalen etwas entgegenzusetzen. So ist die gegenwärtige Situation im polnischen Fußball", sagte er resigniert.

Benzema für Lewandowski? Hoeneß sagt nein

Auch auf Vereinsebene scheinen sich die Wünsche des Stürmers nicht zu erfüllen. Lewandowski liebäugelt seit Jahren mit einem Weggang aus Deutschland in Richtung Real Madrid, jüngst untermauerte sein neuer Berater den Wechselwunsch. Doch der FC Bayern bleibt bislang hart. Laut einem Bericht des "Kicker" wurde den Münchnern der französische Stürmer Karim Benzema von Real Madrid zum Tausch für den wechselwilligen Torjäger Lewandowski angeboten. Wie das Fachblatt schrieb, wurden die Bosse des Fußball-Rekordmeisters mit einem entsprechenden Modell konfrontiert. Der Bundesligist habe sich mit der Idee aber erst gar nicht beschäftigt, hieß es weiter. Präsident Uli Hoeneß bekräftigte stattdessen, dass Lewandowski auch in der nächsten Saison für die Bayern spielen werde, wo er noch bis 2021 unter Vertrag steht.

Immerhin: Eine Chance bleibt Lewandowski noch, sich immerhin anständig von der WM-Bühne zu verabschieden: Am Donnerstag steht das letzte Gruppenspiel gegen Japan an. Der Münchner versprach bei aller Enttäuschung fast schon trotzig: "Ich will für ein gutes Ergebnis im letzten Match kämpfen."

Bayern-Torjäger in der Kritik: Lewandowski - Scheinriese oder Weltklasse-Stürmer?
che/DPA

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