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WM 2018

WM kompakt Tag 5: Ein frühes Tor, ein spätes Tor: Engländer jubeln über Auftaktsieg - und einen Doppelpack

Die Geheimfavoriten sind mit Siegen gestartet: Belgien gab sich gegen Panama keine Blöße. Und die Engländer belohnen sich spät - dank ihres Stürmers Harry Kane. Die Deutschen lecken derweil ihre Wunden.

England Jubel

Guter Start in die WM: Englands Spieler beim Jubel über das frühe Tor von Harry Kane gegen Tunesien in Wolgograd

Diese Spiele stehen heute auf dem WM-Programm:

Tunesien - England 1:2 (1:1)

Torschützen: Harry Kane (11., 90.), Ferjani Sassi (35.)

Platzverweise: keine

Die "Three Lions" sind dank eines Treffers in der Nachspielzeit mit einem Sieg in die WM gestartet. Gegen Tunesien legte die hochgehandelte englische Nationalmannschaft in der ersten halben Stunde los wie die Feuerwehr. Das junge Team erspielte sich Chance um Chance und scheiterte zunächst mehrfach am tunesischen Torwart Hassen, bevor Harry Kane zur verdienten Führung traf. Nach dem Ausgleich der Tunesier per Elfmeter lief das Spiel in der zweiten Halbzeit zwar weiter ausschließlich in Richtung des Tors der Nordafrikaner, die Engländer entwickelten aber lange nicht genug Durchschlagskraft. Ein Kopfball von Kane sorgte schließlich für die späte Entscheidung in Wolgograd.

Belgien - Panama 3:0 (0:0)

Torschützen: Dries Mertens (47.), Romelo Lukaku (69., 75.)

Platzverweise: keine

Belgien ist seiner Rolle als gar nicht mal so geheimer Favorit bei der Fußball-WM zum Auftakt gerecht geworden: Im ersten Spiel der Gruppe siegten die "Roten Teufel" gegen die krassen Außenseiter aus Panama mit 3:0. Starstürmer Dries Mertens vom SSC Neapel löste mit seinem sehenswerten Volleytreffer kurz nach der Pause die leichte Verkrampfung im belgischen Team. Anschließend kam Panama zwar kurzzeitig besser ins Spiel, wurde aber von souveränen Belgiern ausgekontert. Binnen sechs Minuten stellte Romelo Lukaku mit seinem Doppelpack den Endstand in Sotschi her.

Schweden - Südkorea 1:0 (0:0)

Torschütze: Andreas Granqvist (65. Minute, Elfmeter)

Platzverweise: keine

In Nischni Nowgorod haben die Schweden die Chance genutzt, sich gegen Südkorea gleich an die Spitze der "deutschen" Gruppe F zu setzen. Das entscheidende Tor gelang Schwedens Kapitän Andreas Granqvist per Foul-Elfmeter. Nach der Niederlage der DFB-Elf gegen Mexiko hat sich die Statik der Gruppe bereits verschoben, in der die deutsche Mannschaft der Topfavorit aufs Weiterkommen war. Doch nun führen Schweden und Mexiko die Gruppe vor Deutschland und Südkorea an. Die schlechtesten Karten auf ein Weiterkommen hat nun Südkorea, deren Abwehr schon in der Qualifikation große Schwächen offenbarte.

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Und die Deutschen?

Im deutschen Lager in Watutinki ist nach dem ernüchternden 0:1 gegen Mexiko Wunden lecken angesagt. Vor allem gilt es, die allgemeine Ratlosigkeit zu verscheuchen. "Ich verstehe nicht so ganz, warum wir es heute so gespielt haben, weil wir eigentlich schon einen Schuss vor den Bug bekommen hatten", sagte Mats Hummels direkt nach dem Spiel einen für Fans wie Mannschaft gleichermaßen beängstigenden Satz.

Coach Jogi Löw kündigte eine kritische Aufarbeitung des Fehlstarts in das Unternehmen Titelverteidigung an. Zugleich warnte der 58-Jährige vor Panik-Reaktionen. "Es gibt keinen Grund, völlig auseinanderzufallen, weil man ein Spiel verloren hat. In der Vorrunde gibt es drei Spiele. Wir haben alle Möglichkeiten, das zu korrigieren", so Löw. Eine Pressekonferenz ist für heute nicht angekündigt, was Begleiter des DFB-Trosses als ungewöhnlich bezeichneten.

3:0-Einlendung geht auf Fifa-Konto

Die angesichts des echten Ergebnisses peinliche Einblendung eines 3:0 für Deutschland schon nach 19 Sekunden Spielzeit ging übrigens auf das Konto des Fifa-Weltbildes. Aufgefallen war der Ergebnis-"Spoiler", wie manche via Twitter spotteten, zum Beispiel auch im Nachbarland Niederlande. Wie es dazu gekommen ist, ist aber nach wie vor ungeklärt.

dho/tim mit / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.