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Schwarzer Humor ... und Fußball Hans Sarpei stoppt auch Poldis Vollspann-Schuss - mit dem Kopf

Hans Sarpei kann auch Podolski-Schüsse stoppen - allerdings mit Kopfschmerzen danach
Hans Sarpei kann auch Podolski-Schüsse stoppen - allerdings mit Kopfschmerzen danach
© Picture-Alliance
Ab sofort schreibt Hans Sarpei alle zwei Wochen als stern-Stimme. In seiner ersten Kolumne berichtet er, wie er zum deutschen Chuck Norris wurde und warum Lukas Podolski ihn nachhaltig beeindruckt hat.
Von Hans Sarpei

Es ist mir eine Ehre, neben Hans-Ulrich Jörges, Andreas Petzold und Co. im zweiwöchentlichen Rhythmus einen Blogbeitrag zu verfassen und euch Stern-Leser an meinen Gedanken als farbiger Punkt in einem bunten Land teilhaben zu lassen. "Schwarzer Humor ... und Fussball" heißt meine Rubrik beziehungsweise die mir zugeteilten Pixel. Und auch, wenn mein Kerngebiet der Sport beziehungsweise Fußball ist, werde ich mich an dieser Stelle auch über gesellschaftliche Themen äußern. Ihr dürft euch also freuen über einen Mix aus Freistoßspray und Torlinientechnologie, über Menschenrechte und Flüchtlingspolitik. Nur vom Tanzen habe ich erst einmal genug.

Sehr gerne möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, mich einmal bei euch vorzustellen: Mein Name ist Hans Adu Sarpei. Geboren 1976 in Tema zog ich mit meiner Familie im Alter von 3 Jahren von Ghana nach Deutschland. Eigentlich beginnt die Geschichte jedoch in Hamburg, da ich den Vornamen Hans einem hanseatischen Kaufmann zu verdanken habe, der meinen Eltern in den 70er Jahren Unterkunft gewährt hat.

Hans Sarpei kann Poldis Vollspann-Schuss stoppen

Aufgewachsen im Kölner Arbeiterviertel Chorweiler, wohnte ich schon bald Tür an Tür mit dem Verfassungsschutz. Dessen Bundesamt zog 1988 zu uns ins Viertel. Das Kicken gelernt habe ich bei diversen Kölner Amateur-Vereinen, bevor es mich über Fortuna Köln, MSV Duisburg, VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen zum FC Schalke 04 verschlug, bei dem ich meine aktive Karriere 2012 beendete. Meine größten sportlichen Erfolge sind dabei sicherlich das "Wunder von Mailand", das Erreichen des Champions League Halbfinale und der Sieg im DFB Pokal 2011.

Darüber hinaus durfte ich aus beruflichen Gründen 36-Mal das Jersey der "Black Stars" überstreifen und mit der ghanaischen Nationalmannschaft an den WM-Endrunden 2006 und 2010 teilnehmen. Am meisten Eindruck hat mir dabei Lukas Podolski gemacht: Seinen Vollspann-Schuss im Spiel gegen Deutschland meinte ich ausgerechnet mit dem Kopf zu stoppen. 

Alles dreht sich um Einsen und Nullen

Ins Netz gegangen ist der Ball nicht, ich aber kurze Zeit später: Was als Hobby und Spaß begann, wurde in den letzten Jahren ernsthafte Beschäftigung und bekam durch die Chuck Norris-Vergleiche einen enormen Multiplikator-Effekt. Was mich freut: Durch die Digitalisierung kann ich mich mit Fans und Freunden intensiver denn je austauschen. Egal, ob in Form von Blogbeiträgen oder auf den sozialen Plattformen wie Facebook und Twitter. Schon komisch, dass das ganze Internet wie die Spielberichte im Fußball aus Einsen und Nullen besteht.

Ich freue mich sehr auf den Austausch mit euch und verrate gerne an dieser Stelle, dass ich mich in meiner nächsten Kolumne der Frauen-WM widme. Mein Tipp ist, dass Deutschland Weltmeister wird. Warum: müsst ihr lesen. Am 30.06. in meiner ersten richtigen Kolumne als stern-Stimme auf dieser Seite.

Mit sportlichen Grüßen,
Hans Sarpei


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